Wieviel CO2 wird eigentlich in welchem Bereich in unserer Kommune ausgestoßen? Wo könnten wir CO2 einsparen? Welche Fragen und Herausforderungen können mir bei welcher Klimaschutzmaßnahme begegnen und wie könnte eine Antwort darauf aussehen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Innovationsprogramm Klimaneutrale Städte der Morgenstadt-Initiative, die vom Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) geleitet wird.
Solarpflicht für Neubauten in Landau, Bienenweiden aus dem Automaten in Pirmasens, Energie aus dem „Eisspeicher“ in Schweich an der Mosel – eine Vielzahl an Projekten in Kommunen in Rheinland-Pfalz widmet sich dem Klimawandel und der Energiewende. Der Gemeinde- und Städtebund stellt sie in einer Serie vor.
Jeweils 25.000 Euro Preisgeld erhalten zehn Kommunen, die bei dem Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ teilgenommen haben. Damit fördern das Bundesumweltministerium und das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) Kommunen, die sich beim Klimaschutz besonders engagieren.
100 Millionen Euro zusätzlich stehen seit August bis Ende 2021 für ausgewählte Klimaschutzprojekte in den Kommunen zur Verfügung. Das hat die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) mitgeteilt. Das Geld ist Teil des Konjunktur- und Zukunftspakets der Bundesregierung zur Bewältigung der Coronakrise.
Klimaschutz beginnt in den Kommunen. Der Landkreistag Rheinland-Pfalz hat dafür jetzt gemeinsam mit der Energieagentur eine Arbeitsgruppe „Klimaschutz und Klimaanpassung“ gegründet.
Kommunen spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Klimaschutzziele, zu deren Umsetzung sich Deutschland verpflichtet hat. Dennoch ist Klimaschutz für Kommunen nur eine freiwillige Aufgabe. Sie anzugehen, hängt stark von den personellen und finanziellen Kapazitäten ab.
Als grüne, graue und blaue Infrastruktur bezeichnen Experten dreierlei: erstens örtliche Parks und Bepflanzungen; zweitens die Bebauung mit Straßen und Gebäuden; und drittens die natürlichen und künstlichen Bewässerungen. Um in Zeiten des Klimawandels die Städte robuster zu machen, hat das Projekt netWORKS 4 untersucht, wie Planungsprozesse für diese Infrastruktur gelingen können.
Eine neue Kartenanwendung zeigt, wo die Gefahren extremer Klimaereignisse besonders hoch sind und wo nicht. Das Bundesinstitut für Bau‑, Stadt- und Raumforschung hat diese Karte für jedermann zugänglich unter der Bezeichnung „GIS-ImmoRisk Naturgefahren“ veröffentlicht. Darauf sind unterschiedliche Szenarien und Wahrscheinlichkeiten sehr kleinteilig bis hinunter auf Ebene einer einzelnen Immobilie ersichtlich.
Paris erfindet ein neues städtisches Modell. Die französische Hauptstadt soll bis 2020 auf einer Fläche von rund 247 Hektar auf Dächern und Fassaden mit Grün bedeckt sein.