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Video 7: VG Annweiler – Von der Wärmeplanung zur konkreten Investition

Screenshot aus dem Video

Wie kön­nen bereits vor­han­de­ne kom­mu­na­le Pla­nun­gen mit den zusätz­li­chen Mög­lich­kei­ten des Son­der­ver­mö­gens wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den? In der sieb­ten Fol­ge der EA-Video-Rei­he „Son­der­ver­mö­gen für Kom­mu­nen“ berich­ten Chris­ti­an Burk­hart, Bür­ger­meis­ter der Ver­bands­ge­mein­de Ann­wei­ler am Tri­fels, und Kli­ma­schutz­ma­na­ger Lars Masa­nek über die kom­mu­na­le Wär­me­pla­nung und die nächs­ten Schrit­te auf dem Weg zu kon­kre­ten Investitionen.


Die Ver­bands­ge­mein­de hat­te sich bereits vor dem Son­der­ver­mö­gen inten­siv mit ihrer künf­ti­gen Wär­me­ver­sor­gung beschäf­tigt. Ein kon­kre­ter Anlass ist das Rat­haus in Ann­wei­ler: Die dor­ti­ge Hei­zungs­an­la­ge ist mehr als 30 Jah­re alt und muss ersetzt wer­den. Par­al­lel dazu hat die Ver­bands­ge­mein­de eine kom­mu­na­le Wär­me­pla­nung mit der EWR Cli­ma­te Con­nec­tion GmbH erar­bei­tet. Die­ses Wis­sen fließt nun in die Über­le­gun­gen zur künf­ti­gen Ver­sor­gung des Ver­wal­tungs­ge­bäu­des ein.

Sondervermögen eröffnet zusätzlichen Spielraum

Durch das Son­der­ver­mö­gen haben sich die finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten der Ver­bands­ge­mein­de erwei­tert. Bereits geplan­te Pro­jek­te könn­ten dadurch neu oder grö­ßer gedacht und wei­te­re Vor­ha­ben ange­sto­ßen wer­den, erläu­tert Kli­ma­schutz­ma­na­ger Lars Masa­nek im Interview.

Dabei zeigt das Bei­spiel Ann­wei­ler zugleich, dass zusätz­li­che finan­zi­el­le Mög­lich­kei­ten eine sorg­fäl­ti­ge Prü­fung der ein­zel­nen Vari­an­ten nicht erset­zen. Eine zunächst unter­such­te Lösung aus einer Hybrid­hei­zung in Ver­bin­dung mit Geo­ther­mie erwies sich nach einer Wirt­schaft­lich­keits­be­trach­tung auch unter Ein­be­zie­hung des Son­der­ver­mö­gens als nicht wirt­schaft­lich darstellbar.

Für Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Burk­hart ist dies jedoch kein End­punkt. Viel­mehr eröff­ne der grö­ße­re finan­zi­el­le Spiel­raum die Mög­lich­keit, ande­re und umfas­sen­de­re Lösun­gen zu untersuchen.

Eine gemeinsame Wärmeversorgung für mehrere Gebäude

Kon­kret prüft die Ver­bands­ge­mein­de nun, ob eine zen­tra­le Heiz­lö­sung ent­ste­hen könn­te, die meh­re­re benach­bar­te Gebäu­de ver­sorgt. Über ein Nah­wär­me­netz könn­ten per­spek­ti­visch das Gebäu­de der Ver­bands­ge­mein­de­ver­wal­tung, das angren­zen­de Gebäu­de der Stadt­wer­ke und ein wei­te­res Gebäu­de gemein­sam mit Wär­me ver­sorgt werden.

Damit wird aus der ursprüng­lich not­wen­di­gen Erneue­rung einer ein­zel­nen Hei­zungs­an­la­ge mög­li­cher­wei­se ein grö­ßes Pro­jekt. Das Bei­spiel zeigt, wie bestehen­de Inves­ti­ti­ons­be­dar­fe, Erkennt­nis­se aus der kom­mu­na­len Wär­me­pla­nung und neue Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den können.

Bevölkerung frühzeitig einbinden

Ein wich­ti­ger Bestand­teil der kom­mu­na­len Wär­me­pla­nung war für die Ver­bands­ge­mein­de auch die Betei­li­gung der Bevöl­ke­rung. Nach Anga­ben von Masa­nek kamen zur Abschluss­ver­an­stal­tung mehr als 60 Inter­es­sier­te. Das Inter­es­se an Fra­gen der künf­ti­gen Wär­me­ver­sor­gung und an erneu­er­ba­ren Ener­gien sei wei­ter­hin groß.

Burk­hart sieht dar­in eine wich­ti­ge Erfah­rung aus dem bis­he­ri­gen Pro­zess. Betei­li­gungs­work­shops hät­ten gezeigt, wie wich­tig es sei, die Men­schen früh­zei­tig ein­zu­be­zie­hen. Gleich­zei­tig möch­te die Ver­bands­ge­mein­de bei ihren eige­nen Gebäu­den mit gutem Bei­spiel vorangehen.

Bereits seit meh­re­ren Jah­ren wer­den kom­mu­na­le Gebäu­de nach und nach mit Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen aus­ge­stat­tet. Die Erfah­run­gen aus der Wär­me­pla­nung und der ener­ge­ti­schen Wei­ter­ent­wick­lung älte­rer Gebäu­de sol­len künf­tig eben­falls genutzt wer­den, um prak­ti­sche Lösun­gen auf­zu­zei­gen. „Es ist mög­lich, wenn man sich damit beschäf­tigt und wenn man inno­va­ti­ve Lösun­gen dann auch irgend­wie umsetzt“, fasst Burk­hart die bis­he­ri­gen Erfah­run­gen zusammen.

Die Video-Reihe wird fortgesetzt 

Mit den bis­he­ri­gen Gesprä­chen bie­tet die Ent­wick­lungs­agen­tur Rhein­land-Pfalz unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven auf die Umset­zung des Rhein­land-Pfalz-Plans. In den kom­men­den Mona­ten wird die Video-Rei­he um wei­te­re Inter­views, Pra­xis­bei­spie­le und Fach­ge­sprä­che ergänzt und beglei­tet so die Umset­zung des Son­der­ver­mö­gens in den Kom­mu­nen kon­ti­nu­ier­lich weiter.

» Pro­jekt­sei­te „Son­der­ver­mö­gen für Kom­mu­nen“
» Inhalts­ver­zeich­nis zum The­ma
» Video-Rei­he zum The­ma
» Wei­te­re Infor­ma­tio­nen bei der VG Ann­wei­ler am Tri­fels
» Down­load: Kom­mu­na­le Wär­me­pla­nung der VG Ann­wei­ler am Tri­fels (PDF, 113 Sei­ten, 9,5 MB)

Veröffentlicht unter News, Sondervermögen für Kommunen

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