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Sondervermögen – Video 5: Landrätin Julia Gieseking (Vulkaneifel-Kreis)

Video-Screenshot Gieseking

Mit den Regio­nal­bud­gets erhal­ten die Land­krei­se und kreis­frei­en Städ­te die Mög­lich­keit, lang­fris­ti­ge Inves­ti­tio­nen gemein­sam mit ihren Kom­mu­nen zu pla­nen. Doch wie lässt sich sicher­stel­len, dass die Mit­tel mög­lichst gerecht ver­teilt wer­den und dort ankom­men, wo sie den größ­ten Nut­zen ent­fal­ten? Wel­che Schwer­punk­te setzt ein länd­lich gepräg­ter Land­kreis? Und wie gelingt es, die Pro­jek­te mög­lichst schnell umzusetzen?


In der fünf­ten Fol­ge der Video-Rei­he „Son­der­ver­mö­gen für Kom­mu­nen“ spricht die Ent­wick­lungs­agen­tur Rhein­land-Pfalz mit Julia Gie­se­king, Land­rä­tin des Land­krei­ses Vul­kan­ei­fel. Sie erläu­tert, wie der Land­kreis gemein­sam mit den Ver­bands­ge­mein­den die Ver­wen­dung der Regio­nal­bud­gets vor­be­rei­tet hat und war­um die Bil­dungs­in­fra­struk­tur im Mit­tel­punkt der Pla­nun­gen steht.

Eine große Chance – mit realistischen Erwartungen

Der Land­kreis Vul­kan­ei­fel erhält aus dem Rhein­land-Pfalz-Plan ins­ge­samt rund 52,4 Mil­lio­nen Euro. Davon ver­bleibt ein Drit­tel beim Land­kreis, zwei Drit­tel flie­ßen an die kreis­an­ge­hö­ri­gen Kom­mu­nen. Julia Gie­se­king ord­net die Grö­ßen­ord­nung jedoch bewusst ein: Auf die gesam­te Lauf­zeit ver­teilt rela­ti­vie­re sich der Betrag, gemes­sen an den jähr­li­chen Inves­ti­tio­nen des Land­krei­ses. Den­noch eröff­ne das Son­der­ver­mö­gen neue Mög­lich­kei­ten, drin­gend benö­tig­te Pro­jek­te frü­her umzu­set­zen und die kom­mu­na­len Haus­hal­te zu entlasten.

Bildung als gemeinsamer Schwerpunkt

Bereits früh­zei­tig ver­stän­dig­ten sich der Land­kreis und die Ver­bands­ge­mein­den auf einen gemein­sa­men Inves­ti­ti­ons­schwer­punkt: Bil­dung. Dabei geht es nicht nur um die kreis­ei­ge­nen Schu­len, son­dern eben­so um Kin­der­ta­ges­stät­ten in den Gemeinden.

Durch die­se Schwer­punkt­set­zung pro­fi­tie­ren alle kom­mu­na­len Ebe­nen von den Regio­nal­bud­gets. Gleich­zei­tig wer­den ins­be­son­de­re die Gemein­den ent­las­tet, für die Inves­ti­tio­nen in Kin­der­ta­ges­stät­ten häu­fig eine gro­ße finan­zi­el­le Her­aus­for­de­rung dar­stel­len. Die gemein­sa­me Prio­ri­tä­ten­set­zung schafft damit eine aus­ge­wo­ge­ne Grund­la­ge für die Ver­wen­dung der Fördermittel.

„Wir haben uns früh­zei­tig auf den Weg gemacht, zu über­le­gen, was wir mit dem Geld machen.“

Investitionen in die Zukunft des Landkreises

Für Julia Gie­se­king ist die Ent­schei­dung zuguns­ten der Bil­dungs­in­fra­struk­tur weit mehr als eine Inves­ti­ti­on in Gebäu­de. Sie ver­steht sie als Inves­ti­ti­on in die Zukunft des gesam­ten Landkreises.

„In Bil­dung zu inves­tie­ren ist, glau­be ich, das Bes­te, was man machen kann, weil das ist gut auf­ge­ho­ben bei unse­ren Jüngsten.“

Eine moder­ne Bil­dungs­land­schaft sei die Vor­aus­set­zung dafür, dass jun­ge Men­schen gute Zukunfts­per­spek­ti­ven ent­wi­ckeln und ihre Fähig­kei­ten spä­ter auch in der Regi­on ein­brin­gen – als Lehr­kräf­te, Ärz­tin­nen und Ärz­te, Hand­wer­ker oder in vie­len ande­ren Beru­fen. Damit leis­te das Son­der­ver­mö­gen zugleich einen Bei­trag zur lang­fris­ti­gen Siche­rung der Lebens­qua­li­tät im länd­li­chen Raum.

Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen

Neben der inhalt­li­chen Schwer­punkt­set­zung spielt auch die Orga­ni­sa­ti­on der Umset­zung eine wich­ti­ge Rol­le. Nach Ein­schät­zung der Land­rä­tin liegt ein wesent­li­cher Vor­teil dar­in, dass Gemein­den, Ver­bands­ge­mein­den und Land­kreis glei­cher­ma­ßen Ver­ant­wor­tung über­neh­men. Dadurch ver­tei­len sich Pla­nung, Bau­her­ren­auf­ga­ben und Pro­jekt­steue­rung auf meh­re­re Ebenen.

Die­se enge Zusam­men­ar­beit erhöht die Chan­cen, die zahl­rei­chen Inves­ti­tio­nen zügig umzu­set­zen – vor­aus­ge­setzt, die recht­li­chen und för­der­tech­ni­schen Rah­men­be­din­gun­gen ste­hen recht­zei­tig zur Verfügung.

Schritt für Schritt zur Umsetzung

Wäh­rend für zahl­rei­che Kin­der­ta­ges­stät­ten bereits kon­kre­te Pro­jekt­lis­ten vor­lie­gen, wer­den für wei­te­re Inves­ti­tio­nen an den kreis­ei­ge­nen Schu­len der­zeit Mach­bar­keits­stu­di­en erstellt und die not­wen­di­gen Beschlüs­se vor­be­rei­tet. Julia Gie­se­king zeigt sich zuver­sicht­lich, dass nach Vor­lie­gen der Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten alle Betei­lig­ten ihre Pla­nun­gen zügig fort­set­zen können.

Ihr Fazit macht deut­lich, wor­auf es beim Rhein­land-Pfalz-Plan ankommt: früh­zei­tig gemein­sam Prio­ri­tä­ten ent­wi­ckeln, Ver­ant­wor­tung auf meh­re­re Schul­tern ver­tei­len und kon­se­quent in die Zukunft der Regi­on investieren.

Die Video-Reihe wird fortgesetzt

Mit den ers­ten fünf Gesprä­chen bie­tet die Ent­wick­lungs­agen­tur Rhein­land-Pfalz einen Über­blick über die stra­te­gi­schen Grund­la­gen und die ers­ten Erfah­run­gen mit dem Rhein­land-Pfalz-Plan. In den kom­men­den Mona­ten wird die Video-Rei­he um wei­te­re Inter­views, Pra­xis­bei­spie­le und Fach­ge­sprä­che ergänzt und beglei­tet so die Umset­zung des Son­der­ver­mö­gens in den Kom­mu­nen kon­ti­nu­ier­lich weiter.

» Pro­jekt­sei­te „Son­der­ver­mö­gen für Kom­mu­nen“
» Inhalts­ver­zeich­nis zum The­ma
» Video-Rei­he zum The­ma
» Down­load: Regio­na­les Umset­zungs­kon­zept Land­kreis Vul­kan­ei­fel (PDF, 7 Sei­ten, 0,2 MB)

Veröffentlicht unter News, Sondervermögen für Kommunen

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