Menü Schließen

Sondervermögen – Video 3: Jürgen Hesch (Landkreistag Rheinland-Pfalz)

Video-Screenshot Hesch

Mit der Ver­ab­schie­dung des Lan­des­ge­set­zes zum Rhein­land-Pfalz-Plan begann für die Land­krei­se eine inten­si­ve Vor­be­rei­tungs­pha­se. Inner­halb weni­ger Mona­te muss­ten Regio­na­le Umset­zungs­kon­zep­te erar­bei­tet wer­den, in denen gemein­sam mit den kreis­an­ge­hö­ri­gen Städ­ten und Gemein­den fest­ge­legt wird, wie die Regio­nal­bud­gets ein­ge­setzt wer­den sol­len. Doch wie weit sind die Land­krei­se inzwi­schen? Wel­che Inves­ti­ti­ons­schwer­punk­te zeich­nen sich ab? Und wor­auf kommt es jetzt bei der Umset­zung an?


In der drit­ten Fol­ge der Video-Rei­he „Son­der­ver­mö­gen für Kom­mu­nen“ spricht die Ent­wick­lungs­agen­tur Rhein­land-Pfalz mit Jür­gen Hesch, Finanz­de­zer­nent des Land­kreis­ta­ges Rhein­land-Pfalz. Er gibt einen Über­blick über den Stand der Vor­be­rei­tun­gen und erläu­tert, wel­che Chan­cen das Son­der­ver­mö­gen für die kom­mu­na­le Infra­struk­tur bietet.

Die Regionalen Umsetzungskonzepte stehen weitgehend

Nach Anga­ben von Jür­gen Hesch haben die Land­krei­se die gesetz­li­chen Vor­ga­ben zügig umge­setzt. Bereits im ers­ten Halb­jahr 2026 wur­de emp­foh­len, die Regio­na­len Umset­zungs­kon­zep­te zu beschlie­ßen. Die­ses Ziel sei inzwi­schen nahe­zu flä­chen­de­ckend erreicht.

Die Kon­zep­te legen nicht nur fest, wie die Regio­nal­bud­gets zwi­schen Land­krei­sen und ihren kreis­an­ge­hö­ri­gen Kom­mu­nen ver­teilt wer­den, son­dern defi­nie­ren auch die Inves­ti­ti­ons­schwer­punk­te der kom­men­den Jah­re. Dabei müs­sen zugleich die Anfor­de­run­gen der Deut­schen Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie sowie die Aus­wir­kun­gen des demo­gra­fi­schen Wan­dels berück­sich­tigt wer­den. Nun war­ten die Kom­mu­nen auf den Start des digi­ta­len Antragsverfahrens.

„Der Rhein­land-Pfalz-Plan kann einen ech­ten Moder­ni­sie­rungs­schub aus­lö­sen.

Bildung, Straßen und Katastrophenschutz im Fokus

Auf die Fra­ge nach den inhalt­li­chen Schwer­punk­ten nennt Hesch ins­be­son­de­re Inves­ti­tio­nen in die Bil­dungs­in­fra­struk­tur. Dazu gehö­ren vor allem kreis­ei­ge­ne Schu­len und ihre Aus­stat­tung. Eben­so wich­tig sei­en Inves­ti­tio­nen in das Kreis­stra­ßen­netz sowie in den Brand- und Katastrophenschutz.

Gleich­zei­tig betont er, dass jeder Land­kreis eige­ne regio­na­le Beson­der­hei­ten und Prio­ri­tä­ten habe. Ent­spre­chend viel­fäl­tig wer­de auch die Ver­wen­dung der Regio­nal­bud­gets aus­fal­len. Die Umset­zungs­kon­zep­te schaf­fen hier­für den stra­te­gi­schen Rah­men und ermög­li­chen gleich­zei­tig aus­rei­chend Fle­xi­bi­li­tät für regio­na­le Lösungen.

Die eigentliche Herausforderung beginnt mit der Umsetzung

Obwohl die finan­zi­el­len Mit­tel bereit­ste­hen, sieht Jür­gen Hesch die größ­te Her­aus­for­de­rung in den begrenz­ten Umset­zungs­ka­pa­zi­tä­ten. Wenn zahl­rei­che Kom­mu­nen gleich­zei­tig mit der Pla­nung und Ver­ga­be gro­ßer Bau­pro­jek­te begin­nen, könn­ten Pla­nungs­bü­ros und Bau­un­ter­neh­men zunächst an ihre Gren­zen stoßen.

Die­se mög­li­che Eng­pass­si­tua­ti­on bewer­tet er jedoch nicht als grund­sätz­li­ches Pro­blem, son­dern als Fol­ge eines außer­ge­wöhn­lich hohen Inves­ti­ti­ons­vo­lu­mens. Mit einer guten Pla­nung und einem schritt­wei­sen Pro­jekt­start sei er opti­mis­tisch, dass die vor­ge­se­he­nen Maß­nah­men erfolg­reich umge­setzt wer­den können.

Einfache Verfahren sind entscheidend

Für den Erfolg des Rhein­land-Pfalz-Plans kommt es aus Sicht von Jür­gen Hesch nicht allein auf die Höhe der För­der­mit­tel an. Eben­so wich­tig sei ein mög­lichst ein­fa­ches und pra­xis­na­hes Antragsverfahren.

„Je ein­fa­cher es für die Kom­mu­nen ist, des­to schnel­ler geht es.“

Nach sei­ner Ein­schät­zung bemüht sich das Land bereits, die Ver­fah­ren mög­lichst unkom­pli­ziert aus­zu­ge­stal­ten. Gleich­zei­tig weist er dar­auf hin, dass bun­des­recht­li­che Vor­ga­ben und Berichts­pflich­ten die Umset­zung erschwe­ren kön­nen. Hier wer­de sich erst in der prak­ti­schen Anwen­dung zei­gen, wie effi­zi­ent das Ver­fah­ren tat­säch­lich funktioniert.

Woran der Erfolg sichtbar wird

Am Ende wer­de sich der Rhein­land-Pfalz-Plan nicht an För­der­be­schei­den oder Antrags­zah­len mes­sen las­sen, son­dern an sicht­ba­ren Ver­bes­se­run­gen für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Moder­ne Schu­len, sanier­te Stra­ßen, leis­tungs­fä­hi­ge Feu­er­weh­ren und eine ins­ge­samt attrak­ti­ve­re kom­mu­na­le Infra­struk­tur sei­en die eigent­li­chen Maß­stä­be für den Erfolg.

Nach Ein­schät­zung von Jür­gen Hesch kann das Son­der­ver­mö­gen weit mehr bewir­ken als ein­zel­ne Bau­pro­jek­te. Gelingt es, die Inves­ti­tio­nen zügig umzu­set­zen, kön­ne dar­aus ein spür­ba­rer Moder­ni­sie­rungs­schub ent­ste­hen, der auch die regio­na­le Wirt­schaft stärkt und den Kom­mu­nen neue Hand­lungs­spiel­räu­me eröffnet.

Die nächsten Folgen der Video-Reihe

In den fol­gen­den Gesprä­chen berich­ten Land­rat Vol­ker Boch und Land­rä­tin Julia Gie­se­king, wie die Regio­na­len Umset­zungs­kon­zep­te in ihren Land­krei­sen ent­stan­den sind, wel­che Schwer­punk­te gesetzt wur­den und wel­che Erfah­run­gen sie aus der kom­mu­na­len Pra­xis mitbringen

» Pro­jekt­sei­te „Son­der­ver­mö­gen für Kom­mu­nen“
» Inhalts­ver­zeich­nis zum The­ma
» Video-Rei­he zum Thema

Veröffentlicht unter News, Sondervermögen für Kommunen

Ähnliche Themen