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Soonwald-Projekt: Schwammregion gegen Trockenheit und Hochwasser

Hang im Naturpark Soonwald-Nahe

Stark­re­gen auf der einen, lang­an­hal­ten­de Tro­cken­pe­ri­oden auf der ande­ren Sei­te: Der Kli­ma­wan­del stellt auch länd­li­che Regio­nen vor die Her­aus­for­de­rung, ihren Umgang mit Was­ser neu zu den­ken. Im Natur­park Soon­wald-Nahe wird des­halb erprobt, wie eine gan­ze Regi­on nach dem Prin­zip eines Schwamms mehr Nie­der­schlags­was­ser auf­neh­men und län­ger in der Land­schaft hal­ten kann.

Hang im Naturpark Soonwald-Nahe
Ero­si­ons­ge­fahr: Der Hang im Natur­park Soon­wald-Nahe nimmt bei Stark­re­gen kaum Was­ser auf. Gestein und Schlamm wer­den leicht mit­ge­ris­sen. Mit För­de­rung der Deut­schen Bun­des­stif­tung Umwelt ent­wi­ckelt die Hoch­schu­le Gei­sen­heim dort eine Schwamm­re­gi­on. Foto: idw/​Jenny Eckes

Das Pro­jekt „Schwamm­re­gi­on Soon­wald-Nahe“ wird von der Hoch­schu­le Gei­sen­heim gemein­sam mit dem Natur­park Soon­wald-Nahe und dem Regio­nal­bünd­nis Soon­wald-Nahe umge­setzt und von der Deut­schen Bun­des­stif­tung Umwelt (DBU) geför­dert. Im Mit­tel­punkt steht die Fra­ge, wie sich der flä­chi­ge Was­ser­rück­halt ins­be­son­de­re in der Land- und Forst­wirt­schaft ver­bes­sern lässt. Dabei sol­len natur­ba­sier­te Lösun­gen dazu bei­tra­gen, Hoch­was­ser­fol­gen abzu­mil­dern und gleich­zei­tig mehr Was­ser für Tro­cken­zei­ten in der Land­schaft zu halten.

Ein wich­ti­ger Ansatz ist die Zusam­men­ar­beit unter­schied­li­cher Akteu­re. Das Pro­jekt bringt Land- und Forst­wirt­schaft, Kom­mu­nen, Was­ser­wirt­schaft, Natur­schutz, Ver­wal­tung und Wis­sen­schaft zusam­men. Wis­sen und Erfah­run­gen sol­len aus­ge­tauscht und kon­kre­te Maß­nah­men vor Ort ange­sto­ßen wer­den. Dazu kön­nen bei­spiels­wei­se Ver­än­de­run­gen an Ent­wäs­se­rungs­struk­tu­ren, Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der Was­ser­spei­che­rung in Böden oder eine ange­pass­te Bewirt­schaf­tung von land- und forst­wirt­schaft­li­chen Flä­chen gehören.

Praxisbeispiele aus Rheinland-Pfalz

Inter­es­sant für Kom­mu­nen ist ins­be­son­de­re der regio­na­le und pra­xis­ori­en­tier­te Ansatz. Auf einer eige­nen Inter­net­sei­te bün­delt das Pro­jekt inzwi­schen Infor­ma­tio­nen und Bei­spie­le zum Was­ser­rück­halt in der Soon­wald-Nahe-Regi­on. Eine inter­ak­ti­ve Kar­te zeigt bereits umge­setz­te Maß­nah­men. Hin­zu kom­men Infor­ma­tio­nen zum Land­schafts­was­ser­haus­halt, Hin­wei­se auf För­der­mög­lich­kei­ten und Ansprechpartner.

Damit ent­steht zugleich eine Wis­sens­samm­lung, die über die Regi­on hin­aus inter­es­sant sein kann. Denn die Fra­ge, wie Nie­der­schlags­was­ser mög­lichst lan­ge vor Ort gehal­ten wer­den kann, stellt sich ange­sichts zuneh­men­der Tro­cken­pe­ri­oden und Stark­re­gen­er­eig­nis­se in vie­len länd­li­chen Regionen.

Mission AQUA macht das Thema Wasser erlebbar

Einen ande­ren Zugang zum The­ma bie­tet die inter­ak­ti­ve Aus­stel­lung „Mis­si­on AQUA“. Das Gemein­schafts­pro­jekt der Deut­schen Bun­des­stif­tung Umwelt (DBU), der Deut­schen Ver­ei­ni­gung für Was­ser­wirt­schaft, Abwas­ser und Abfall (DWA) und des Deut­schen Ver­eins des Gas- und Was­ser­fa­ches (DVGW) ver­mit­telt Wis­sen rund um Was­ser und Kli­ma­schutz. Die Aus­stel­lung ist ähn­lich wie ein Escape Game auf­ge­baut und beschäf­tigt sich unter ande­rem mit Trink- und Grund­was­ser, Abwas­ser sowie dem Prin­zip der Schwamm­stadt und dem Umgang mit Hit­ze und Stark­re­gen. Sie rich­tet sich an Fami­li­en und Grup­pen sowie ins­be­son­de­re an Schul­klas­sen ab der fünf­ten Jahr­gangs­stu­fe. Der Besuch und die Ver­mitt­lungs­an­ge­bo­te sind kostenlos.

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