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Sondervermögen – Video 2: Moritz Petry (GStB Rheinland-Pfalz)

Video-Screenshot Petry

Mit den Regio­nal­bud­gets beginnt die prak­ti­sche Umset­zung des Rhein­land-Pfalz-Plans für Bil­dung, Kli­ma und Infra­struk­tur. Erst­mals ste­hen den Land­krei­sen und kreis­frei­en Städ­ten fes­te Bud­gets zur Ver­fü­gung, mit denen sie gemein­sam mit ihren Kom­mu­nen lang­fris­ti­ge Inves­ti­tio­nen pla­nen und umset­zen kön­nen. Doch wor­auf kommt es jetzt an? Wel­che Erwar­tun­gen ver­bin­den die Kom­mu­nen mit dem Pro­gramm – und wel­che Her­aus­for­de­run­gen gilt es zu bewältigen?

» Pro­jekt­sei­te „Son­der­ver­mö­gen für Kommunen“


In der zwei­ten Fol­ge der Video-Rei­he „Son­der­ver­mö­gen für Kom­mu­nen“ spricht die Ent­wick­lungs­agen­tur Rhein­land-Pfalz mit Moritz Petry, Geschäfts­füh­rer des Gemein­de- und Städ­te­bun­des Rhein­land-Pfalz. Er erläu­tert, wel­che Chan­cen die Regio­nal­bud­gets eröff­nen und war­um eine stra­te­gi­sche Pla­nung für ihren Erfolg ent­schei­dend ist.

Ein wichtiger Schritt gegen den Investitionsstau

Aus Sicht des Gemein­de- und Städ­te­bun­des eröff­net das Son­der­ver­mö­gen den Kom­mu­nen einen finan­zi­el­len Hand­lungs­spiel­raum, den sie aus eige­nen Haus­halts­mit­teln viel­fach nicht hät­ten. Zahl­rei­che not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen könn­ten nun deut­lich frü­her umge­setzt wer­den, anstatt über Jah­re ver­scho­ben zu werden.

„Sie kön­nen unheim­lich vie­le Inves­ti­tio­nen stem­men, die ansons­ten meh­re­re Jah­re nach hin­ten gescho­ben wor­den wären und kön­nen so dabei hel­fen, einen Inves­ti­ti­ons­rück­stand, der beträcht­lich ist, auch ein Stück weit aufzufangen.“

Gera­de ange­sichts des bun­des­weit hohen Inves­ti­ti­ons­rück­stands sieht Petry dar­in eine gro­ße Chan­ce, die kom­mu­na­le Infra­struk­tur nach­hal­tig zu stärken.

Die Umsetzung wird zur eigentlichen Herausforderung

Neben der Freu­de über zusätz­li­che Inves­ti­ti­ons­mit­tel erlebt Moritz Petry in Gesprä­chen mit Bür­ger­meis­te­rin­nen, Bür­ger­meis­tern und Ver­wal­tun­gen aber auch vie­le Fra­gen zur prak­ti­schen Umset­zung. Per­so­nal­eng­päs­se, kom­ple­xe Ver­ga­be­ver­fah­ren und recht­li­che Rah­men­be­din­gun­gen beschäf­ti­gen die Kom­mu­nen eben­so wie die Fra­ge, ob die zahl­rei­chen Pro­jek­te in der ver­füg­ba­ren Zeit tat­säch­lich umge­setzt wer­den können.

Nach sei­ner Ein­schät­zung wird es des­halb ent­schei­dend dar­auf ankom­men, die vor­han­de­nen per­so­nel­len Res­sour­cen mög­lichst effi­zi­ent ein­zu­set­zen und die Ver­fah­ren prag­ma­tisch zu gestalten.

Umsetzungskonzepte schaffen gemeinsame Prioritäten

Ein zen­tra­les Ele­ment des Rhein­land-Pfalz-Plans sind die Regio­na­len Umset­zungs­kon­zep­te. Sie sol­len sicher­stel­len, dass Land­krei­se, Ver­bands­ge­mein­den, Städ­te und Orts­ge­mein­den gemein­sam fest­le­gen, wel­che Inves­ti­tio­nen für ihre Regi­on lang­fris­tig den größ­ten Nut­zen bringen.

Dabei geht es nach Auf­fas­sung von Moritz Petry nicht nur um ein­zel­ne Pro­jek­te, son­dern um eine gemein­sa­me Stra­te­gie. Nach­hal­tig­keit, Kli­ma­schutz und der demo­gra­fi­sche Wan­del müss­ten eben­so berück­sich­tigt wer­den wie die Fra­ge, wel­che Infra­struk­tur auch in meh­re­ren Jahr­zehn­ten noch benö­tigt wer­de. Nur wenn alle kom­mu­na­len Ebe­nen gemein­sam Prio­ri­tä­ten fest­le­gen, kön­ne das Son­der­ver­mö­gen sei­ne vol­le Wir­kung entfalten.

Erst erhalten, dann erweitern

Für Moritz Petry steht fest, dass die zusätz­li­chen Mit­tel vor allem dort ein­ge­setzt wer­den soll­ten, wo bestehen­de Infra­struk­tur moder­ni­siert und dau­er­haft gesi­chert wer­den kann. Vor­rang hät­ten Schu­len, Kin­der­gär­ten, Feu­er­wehr­häu­ser sowie Maß­nah­men des Brand- und Katastrophenschutzes.

„Die­ses Geld soll­te zunächst ein­mal in den Gebäu­de­be­stand, in das, was wir schon haben, gesteckt wer­den. Dass wir erst mal die Pflicht­auf­ga­ben erle­di­gen und dann kommt die Kür.“

Vor einem „Wünsch-dir-was“ nach dem Gieß­kan­nen­prin­zip warnt Petry aus­drück­lich. Ent­schei­dend sei viel­mehr, dass die Inves­ti­tio­nen dort ankom­men, wo sie den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern unmit­tel­bar zugu­te­kom­men und einen lang­fris­ti­gen Nut­zen entfalten.

Investitionen sichtbar machen

Ob der Rhein­land-Pfalz-Plan erfolg­reich war, wer­de sich nach Auf­fas­sung von Moritz Petry nicht allein an den aus­ge­ge­be­nen Mit­teln mes­sen las­sen. Ent­schei­dend sei viel­mehr, ob die Men­schen die Ver­bes­se­run­gen in ihrem All­tag wahrnehmen.

Sein Vor­schlag: An Gebäu­den und Ein­rich­tun­gen, die mit Mit­teln des Son­der­ver­mö­gens moder­ni­siert oder errich­tet wur­den, könn­ten dau­er­haft Hin­weis­ta­feln oder Pla­ket­ten ange­bracht wer­den. So wer­de sicht­bar, wel­che Kraft­an­stren­gung Land und Kom­mu­nen gemein­sam unter­nom­men haben und wel­chen kon­kre­ten Nut­zen die Inves­ti­tio­nen vor Ort entfalten.

Die nächsten Folgen der Video-Reihe

In den nächs­ten Fol­gen kom­men wei­te­re Exper­tin­nen und Exper­ten aus den kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den sowie Land­rä­tin­nen und Land­rä­te aus Rhein­land-Pfalz zu Wort. Sie berich­ten über die Erar­bei­tung regio­na­ler Umset­zungs­kon­zep­te und zei­gen anhand kon­kre­ter Bei­spie­le, wie die Regio­nal­bud­gets vor Ort erfolg­reich ein­ge­setzt wer­den können.

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Veröffentlicht unter Sondervermögen für Kommunen, News

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