Hitzewellen zählen inzwischen zu den folgenschwersten Auswirkungen des Klimawandels. Eine aktuelle Analyse der Prognos AG beziffert die volkswirtschaftlichen Kosten der Hitzewelle vom 17. bis 30. Juni 2026 in Deutschland auf rund 6,3 Milliarden Euro. Die Studie macht deutlich, dass extreme Hitze nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung belastet, sondern zunehmend auch erhebliche wirtschaftliche Schäden verursacht.

Den größten Anteil an den Kosten machen Produktivitätsverluste aus. Hohe Temperaturen erschweren die Arbeit im Freien und in nicht ausreichend gekühlten Gebäuden, wodurch Arbeitsleistungen sinken oder Tätigkeiten zeitweise eingestellt werden müssen. Hinzu kommen Belastungen für das Gesundheitswesen, den Einzelhandel und weitere Wirtschaftsbereiche. Die Autoren weisen darauf hin, dass mit zunehmender Häufigkeit und Intensität von Hitzewellen auch die wirtschaftlichen Folgen weiter steigen dürften.
Vorausschauende Klimaanpassung
Für Städte und Gemeinden verdeutlichen die Ergebnisse, wie wichtig eine vorausschauende Klimaanpassung ist. Maßnahmen wie die Begrünung von Straßen und Plätzen, die Entsiegelung von Flächen, zusätzliche Verschattung, hitzerobuste Stadtplanung oder kommunale Hitzeaktionspläne können dazu beitragen, die Folgen extremer Temperaturen für Bevölkerung und Wirtschaft zu verringern. Viele Kommunen arbeiten bereits an entsprechenden Strategien oder entwickeln diese derzeit weiter.
Das Whitepaper der Prognos AG erläutert die Berechnung der volkswirtschaftlichen Schäden und ordnet die Ergebnisse in den Kontext der Klimaanpassung ein. Es bietet Kommunen, Verwaltungen und politischen Entscheidungsträgern eine fundierte Grundlage, um die wirtschaftliche Bedeutung von Hitzeschutzmaßnahmen besser einschätzen zu können.
Download: Der Klimawandel hat längst eine Rechnung geschrieben (PDF, 5 Seiten, 0,5 MB)