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Unsere 100 kleinsten Dörfer

Unterwegs im Land der Minidörfer

Kein Bundesland hat mehr Kleinstgemeinden als Rheinland-Pfalz – alleine 72 von ihnen sind deutschlandweit unter den Top 100. Der SWR war deshalb zu Besuch in Bauler, Heinzenberg und Nitz, um herauszufinden wie es sich dort lebt. Mit im Gepäck hatten sie dabei unsere Studie „Unsere 100 kleinsten Dörfer“, die auch nach zwei Jahren aktuell bleibt.

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Sind Dorfläden die Antwort auf alle Probleme einer Dorfgemeinschaft? Nein. Aber sie sind nicht nur Versorger und Dienstleister, sondern wichtige Treffpunkte und können bei entsprechender Organisation Aufgaben übernehmen, die den Dorfzentren verlorengegangen sind. Sie geben Raum für den Austausch zwischen den Bürgerinnen und Bürger und kleine Veranstaltungen. Sie können Café, Tante Emma Laden, Tourismus-Information und Post zugleich sein.

Leerstand

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Der Leerstand von Gebäuden ist ein Thema der Kommunalpolitik. Er entsteht meist aus privaten Entscheidungen, die von der öffentlichen Hand kaum beeinflusst werden können. Kleine Unternehmen, die über Jahrzehnte die Innenstadt prägen, werden geschlossen, weil sich kein Nachfolger findet oder die Immobilie inzwischen ungeeignet ist. Dennoch erwarten Bürger, dass sich “die Politik” kümmert.

Dorf inmitten von Natur

Unsere 100 kleinsten Dörfer

Dörfer mit dem Ehrenamt im Herzen

Rheinland-Pfalz hat über 2.000 Gemeinden – davon haben 140 weniger als 100 Einwohner. Die zwei kleinsten Gemeinden haben lediglich elf Einwohner. Jede Gemeinde, unabhängig von ihrer Größe, verfügt über ein eigenes kommunalpolitisches Parlament, das aus Bürgermeister und Gemeinderat besteht. Das Herz dieses geschlossenen Systems stellt das Ehrenamt dar.

Gesellschaftsstrukturelle Umbrüche, wie etwa der demografische Wandel, können das System ins Wanken bringen und stellen seine Funktionalität in Frage. Mit Blick auf die zukünftige Bevölkerungsentwicklung in Rheinland-Pfalz stellt sich die Frage, ob gerade die kleinsten Dörfer auf Dauer lebensfähig bleiben.

Zukunftsfähigkeit durch Ehrenamt und Nachbarschaftshilfe

Doch die Einwohnerzahl allein bestimmt nicht über die Zukunftsfähigkeit einer Gemeinde. Unsere 100 kleinsten Dörfer scheinen ein besonders gutes Lernfeld im Umgang mit den Herausforderungen des demografischen Wandels zu bieten. Der enge Kontakt und die intensive Einbindung der Bewohner fördern das Ehrenamt und die Nachbarschaftshilfe. Das Gemeindeleben wird durch Kooperationen mit benachbarten Gemeinden in unterschiedlichen Bereichen unterstützt und bereichert.

Um der Frage nachzugehen, wie die kleinsten Dörfer in Rheinland-Pfalz auf die Herausforderungen des demografischen Wandels reagieren und herauszufinden, was wir von ihnen in Zeiten des demografischen Wandels lernen können, hat die Entwicklungsagentur eine Studie in Auftrag gegeben. Sie beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie Kleinstgemeinden als Lebens- und Wohnort funktionieren und ihre kommunalen Aufgaben bewältigen. Die Studie und das Projekt sind abgeschlossen.

Die Ergebnisse der Studie “Unsere 100 kleinsten Dörfer” können Sie hier herunterladen.