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Zweites Projekttreffen von Heritage Pro in Bilbao: Weiterer Schritt zum interdisziplinären Ausbildungsprogramm

Heri­ta­ge Pro ist eine drei­jäh­ri­ge Erasmus+-Initiative von sechs euro­päi­schen Part­nern aus Deutsch­land, Spa­ni­en, Öster­reich, Schwe­den und Bel­gi­en. Ziel ist, ein inter­dis­zi­pli­nä­res und mehr­spra­chi­ges Schu­lungs­pro­gramm zur nach­hal­ti­gen Bewirt­schaf­tung und Erhal­tung des kul­tu­rel­len Erbes in Euro­pa.

Das Gug­gen­heim-Muse­um in Bil­bao. (Bild­nach­weis: S. Kol­hey, Ent­wick­lungs­agen­tur)

Am 18. und 19. März 2019 tra­fen sich die Pro­jekt­part­ner in Bil­bao zum zwei­ten Pro­jekt­tref­fen nach dem Kick-off-Mee­ting im Okto­ber 2018 in Mainz. Unter der Lei­tung von Vic­to­ria Ate­ca Ame­stoy und Ana Isa­bel Velas­co, die den spa­ni­schen Ver­band der Mana­ger für das kul­tu­rel­le Erbe ver­tre­ten (Aso­cia­ción Españo­la de Ges­to­res de Patri­mo­nio Cul­tu­ral), dis­ku­tier­ten die Part­ner zwei Tage lang über orga­ni­sa­to­ri­sche Fra­gen und arbei­te­ten an der Ent­wick­lung eines mehr­spra­chi­gen Aus­bil­dungs­pro­gramms für Beschäf­tig­te im Bereich des kul­tu­rel­len Erbes. Die ursprüng­lich von der schwe­di­schen Fir­ma RESTRADE ent­wor­fe­nen Trai­nings­mo­du­le wer­den im August die­ses Jah­res für einen ers­ten Test­lauf bereit sein. Die end­gül­ti­ge Ver­si­on der Modu­le wird für den Okto­ber 2019 erwar­tet.

Inhalt­lich steht nun fest, dass das Pro­gramm aus fünf Modu­len mit ver­schie­de­nen The­men­schwer­punk­ten bestehen wird. Teil­neh­mer des Schu­lungs­pro­gramms wer­den in The­men wie Team­ar­beit & Kon­flikt­lö­sung, Denk­mal­pfle­ge als Geschäfts­feld, Kom­mu­ni­ka­ti­on, Beteiligung/Einbindung von Frei­wil­li­gen, Bür­gern usw. sowie all­ge­mei­nen Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen der Denk­mal­pfle­ge geschult. Über­ge­ord­ne­tes Ziel hier­bei ist, das inter­dis­zi­pli­nä­re Ver­ständ­nis ver­schie­de­ner Berufs­grup­pen zu ver­bes­sern, um gleich­zei­tig das wirt­schaft­li­che und sozia­le Poten­ti­al des kul­tu­rel­len Erbes best­mög­lich aus­zu­schöp­fen.


Das Pro­jekt­team mit dem Gug­gen­heim-Muse­um im Hin­ter­grund (v.l.n.r.): Chris­ter Gustafs­son (RESTRADE), Clai­re Gibaud-Labal­te (ENCATC), Sascha Kol­hey (EA), Diet­mar Wie­gand (IPRE), Vic­to­ria Ate­ca (AEGPC), Susan­ne Gill (EA), Karin Drda-Kühn (Kul­tur und Arbeit e.V.), Jer­mi­na Sta­no­jev (RESTRADE), Isa­bel Ver­det Peris (ENCATC).
(Bild­nach­weis: Heri­ta­ge Pro)

Dar­über hin­aus konn­ten die Part­ner am Mon­tag, 18. März, von den Erfah­run­gen wich­ti­ger Akteu­re ler­nen, wel­che bereits Pro­gram­me zur lebens­lan­gen Bil­dung im Bereich des Kul­tur­er­bes im bas­ki­schen und spa­ni­schen Kon­text durch­ge­führt haben. Car­los Rome­ro Mora­gas prä­sen­tier­te die lang­jäh­ri­ge Erfah­rung des Anda­lu­si­schen Insti­tuts für his­to­ri­sches Erbe (Insti­tu­to Anda­luz de Patri­mo­nio His­tó­r­i­co), wäh­rend Aint­za­ne Egui­li­or die Arbeit der Regio­nal­re­gie­rung des Bas­ken­lands (Diput­a­ción Foral de Bizka­ia) mit Akti­vi­tä­ten wie zum Bei­spiel den Euro­päi­schen Tagen des Kul­tur­er­bes vor­stell­te. Ein wei­te­rer Höhe­punkt des Tages war ein Rund­gang durch Bil­bao, geführt von Itzi­ar Mar­ti­ja aus vom Muse­um für Gips­for­me­rei in Bil­bao (Museo de Repro­duc­cio­nes de Bil­bao). Auf die­ser Tour konn­ten die Part­ner die zen­tra­le Rol­le der Archi­tek­tur und der Kunst für die rasan­te Ent­wick­lung Bil­ba­os in den ver­gan­gen Jahr­zehn­ten erle­ben und ver­ste­hen.

Neben der Ent­wick­lung der mehr­spra­chi­gen Trai­nings­mo­du­le sol­len im Pro­jekt zudem mehr­spra­chi­ge Leit­li­ni­en für Kul­tur­er­be­ma­na­ger ent­wi­ckelt und ein Trai­nings­la­ger für zukünf­ti­ge Kul­tur­er­be­man­ger und jun­ge Hand­wer­ker aus Euro­pa ver­an­stal­tet wer­den. Die voll­stän­di­gen Ergeb­nis­se von Heri­ta­ge Pro wer­den ab 2021 per Open Access zugäng­lich sein.

Um stets auf dem Lau­fen­den zu blei­ben, besu­chen Sie die Pro­jekt­home­page unter www​.heri​ta​ge​-pro​.eu oder abon­nie­ren Sie unse­ren News­let­ter unter https://​heri​ta​ge​-pro​.eu/​a​b​o​u​t​/​n​e​w​s​l​e​t​t​er/.

Sie kön­nen den Fort­gang des Pro­jekts auch auf Face­book, auf Insta­gram oder über den Twit­ter Hash­tag #heritage_pro ver­fol­gen.

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