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Hitzewelle zeigt Handlungsbedarf: Vorsorge wird eine kommunale Schlüsselaufgabe

Illustration Hitzewelle

Deutsch­land erlebt der­zeit eine anhal­ten­de Hit­ze­wel­le mit Tem­pe­ra­tu­ren bis zu 40 Grad Cel­si­us. Für vie­le Men­schen bedeu­tet dies eine erheb­li­che Belas­tung – ins­be­son­de­re für älte­re Men­schen, Kin­der, Schwan­ge­re und Per­so­nen mit Vor­er­kran­kun­gen. Gleich­zei­tig ste­hen Städ­te und Gemein­den vor der Her­aus­for­de­rung, ihre Bevöl­ke­rung wirk­sam vor den Fol­gen extre­mer Hit­ze zu schützen.

Illustration Hitzewelle
Foto: Ste­fan Schwei­ho­fer auf Pixabay

Wie drin­gend kom­mu­na­les Han­deln ist, zeigt der aktu­el­le Hit­ze-Check 2026 der Deut­schen Umwelt­hil­fe (DUH): Dem­nach sind zwi­schen 2018 und 2025 in deut­schen Städ­ten fast eine Mil­li­on Bäu­me ver­lo­ren gegan­gen. Damit ver­schwin­den wich­ti­ge natür­li­che Schat­ten­spen­der und Kühl­flä­chen gera­de dort, wo der soge­nann­te Wär­me­insel­ef­fekt die Tem­pe­ra­tu­ren beson­ders stark anstei­gen lässt.

Eigene Strategien entwickeln

Auch Rhein­land-Pfalz ist von den Fol­gen des Kli­ma­wan­dels betrof­fen. Der Hit­ze­ak­ti­ons­plan des Lan­des weist dar­auf hin, dass sich die Jah­res­mit­tel­tem­pe­ra­tur seit Ende des 19. Jahr­hun­derts bereits um rund 1,8 Grad Cel­si­us erhöht hat. Gleich­zei­tig neh­men Hit­ze­wel­len und Tro­pen­näch­te zu – ins­be­son­de­re in dicht bebau­ten Sied­lungs­räu­men. Ziel des Hit­ze­ak­ti­ons­plans ist es des­halb, die mensch­li­che Gesund­heit durch kurz‑, mit­tel- und lang­fris­ti­ge Maß­nah­men bes­ser zu schüt­zen und Kom­mu­nen bei der Ent­wick­lung eige­ner Stra­te­gien zu unterstützen.

Orientierungshilfe für Kommunen

Der Hit­ze­ak­ti­ons­plan Rhein­land-Pfalz ver­steht sich aus­drück­lich als Ori­en­tie­rungs­hil­fe für Städ­te, Gemein­den und Land­krei­se. Zu den emp­foh­le­nen Maß­nah­men gehö­ren unter ande­rem die Ein­rich­tung kom­mu­na­ler Koor­di­nie­rungs­struk­tu­ren, die Nut­zung von Hit­ze­warn­sys­te­men, geziel­te Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te für die Bevöl­ke­rung sowie die Berück­sich­ti­gung von Kli­ma­an­pas­sungs­zie­len in der Stadt- und Bau­leit­pla­nung. Beson­ders her­vor­ge­ho­ben wer­den der Erhalt und die Ent­wick­lung von Stadt­grün, die Siche­rung von Kalt­luft­schnei­sen und die Ver­bes­se­rung der Auf­ent­halts­qua­li­tät im öffent­li­chen Raum.

Längst keine Zukunftsaufgabe mehr

Die aktu­el­le Wet­ter­la­ge macht deut­lich: Hit­ze­schutz ist längst kei­ne Zukunfts­auf­ga­be mehr, son­dern eine kom­mu­na­le Kern­auf­ga­be der Gegen­wart. Der Hit­ze­ak­ti­ons­plan Rhein­land-Pfalz bie­tet hier­für eine wert­vol­le Grund­la­ge und zahl­rei­che Anre­gun­gen für die Praxis.

Down­load: „Hit­ze-Akti­ons­plan für Rhein­land-Pfalz“ (PDF, 56 Sei­ten, 0,6 MB)

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