Fünf Jahre nach der Naturkatastrophe im Ahrtal ist das Thema Hochwasser- und Starkregenvorsorge aktueller denn je. Die Ereignisse im Juli 2021 haben eindrucksvoll gezeigt, wie schnell extreme Wetterlagen auch vermeintlich sichere Orte treffen können. Gleichzeitig nimmt mit dem Klimawandel die Wahrscheinlichkeit intensiver Starkregenereignisse zu. Umso wichtiger ist es, Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Ein Themenpaket des Südwestrundfunks (SWR) macht die Risiken anschaulich sichtbar. Herzstück des Angebots sind interaktive Karten, mit denen Nutzerinnen und Nutzer für viele Orte in Rheinland-Pfalz prüfen können, ob Gebäude durch Flusshochwasser oder Starkregen gefährdet sein könnten. Ergänzt werden die Karten durch Hintergrundinformationen zur Entstehung von Hochwasser und Starkregen sowie Hinweise, wie sich Eigentümerinnen und Eigentümer und Kommunen besser auf solche Ereignisse vorbereiten können.
Bewusstsein für Eigenvorsorge
Gerade für Städte und Gemeinden bieten die Karten einen niedrigschwelligen Einstieg in die Kommunikation von Naturgefahren. Sie können dazu beitragen, Bürgerinnen und Bürger für lokale Risiken zu sensibilisieren und das Bewusstsein für Eigenvorsorge sowie kommunale Klimaanpassung zu stärken. Auch für die Vorbereitung von Informationsveranstaltungen oder die Einbindung in bestehende Klimaanpassungs- und Hochwasserschutzkonzepte sind die Inhalte geeignet.
Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchte, findet darüber hinaus zahlreiche kostenfreie Fachinformationen. Empfehlenswert ist die Broschüre „Informationen für die Bevölkerung zu Hochwasser und Starkregen“, die eine Vielzahl qualitätsgesicherter Informationsquellen, Leitfäden und Praxishilfen bündelt. Ergänzend stellt das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie eine bundesweite Hinweiskarte Starkregengefahren bereit, die potenzielle Überflutungsbereiche auf Basis einheitlicher Datengrundlagen visualisiert und damit eine Ergänzung zu den regionalen Kartenangeboten darstellt.