Das Wärmeplanungsgesetz (WPG) verpflichtet Kommunen zur strategischen Planung, um die nationalen Klimaziele zu erreichen.

Alle Städte und Gemeinden müssen demnach umfangreiche Daten erheben, bewerten und Akteuren in Verwaltung, Politik und Wirtschaft zur Verfügung stellen. Dabei geht es um Gebäude, Heizungsanlagen, Netze, regenerative Energieträger und die Nutzung von Abwärme. Helfen können dabei urbane digitale Zwillinge (UDZ). Das sind digitale Modelle von Gebäuden und Versorgungsnetzen. Sie unterstützen durch Echtzeitdaten und Simulationen die kommunale Wärmewende. Die Publikation „Urbane Digitale Zwillinge in der Wärmeplanung“ des Bundesinstituts für Bau‑, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beschreibt Potenziale und Rahmenbedingungen. Großstädte müssen bis Juni 2026 einen Wärmeplan vorlegen, kleinere Städte und Gemeinden bis 2028. Beispiele für den Einsatz von UDZ finden sich in Rheinland-Pfalz unter anderem in Speyer, Trier, Pirmasens und Mainz.