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Crowdfunding-Plattform Ideenwald: Geschäftsideen von der Gemeinschaft finanzieren lassen

Meh­re­re Grün­der­bü­ros in Rhein­land-Pfalz und im Saar­land haben eine Crowd­fun­ding-Platt­form ein­ge­rich­tet. Die­se soll es regio­na­len Unter­neh­mens­grün­de­rin­nen und ‑grün­dern ermög­li­chen, ihre Ideen zu finan­zie­ren und zu ver­wirk­li­chen.

Anlass und Zielsetzung

Ein Unver­packt-Laden möch­te einen Lie­fer­ser­vice ein­rich­ten und sucht dafür noch Inves­to­ren. Im Pfäl­zer­wald möch­te ein Hof eine Klär­an­la­ge auf Pflan­zen­ba­sis bau­en, benö­tigt aber eine Anschub­fi­nan­zie­rung. Für ein inte­gra­ti­ves Thea­ter­pro­jekt in Bad Sobern­heim wird finan­zi­el­le Unter­stüt­zung gesucht. Es schlum­mern vie­le sol­cher Ideen im länd­li­chen Raum. Die erfolg­rei­che Umset­zung hängt jedoch immer von der Finan­zie­rung ab. Es ist nicht leicht, Inves­to­ren für solch „klei­ne“ Ideen zu fin­den. Doch was pas­siert, wenn man eine gro­ße Zahl an Unter­stüt­zern gewin­nen kann? Die Platt­form IDEENWALD macht sich die soge­nann­te Crowd zunut­ze.

Über die Finan­zie­rungs­hil­fe hin­aus funk­tio­niert eine Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne auch wie eine Bewäh­rungs­pro­be: Wenn die Idee so viel Anklang fin­det, dass sie ihr Finan­zie­rungs­ziel erreicht, wis­sen die Pro­jekt­star­ter, dass ihre Idee über­zeu­gend ist und Anklang fin­det. Und nicht zuletzt kommt die Umset­zung einer (kom­mer­zi­el­len) Idee der kom­mu­na­len Wirt­schaft zugu­te.

Vorgehensweise

Initi­iert wur­de das IDEEN­WALD-Crowd­fun­ding vom Grün­dungs­bü­ro Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät und Hoch­schu­le Kai­sers­lau­tern, um Stu­die­ren­den, Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern der Hoch­schu­len die Ver­wirk­li­chung ihrer Ideen zu ermög­li­chen. Gemein­sam mit wei­te­ren Grün­dungs­bü­ros aus Rhein­land-Pfalz und dem Saar­land wur­de eine regio­na­le Platt­form ein­ge­rich­tet. Genutzt wird dafür Start­next, die größ­te Crowd­fun­ding-Platt­form im deutsch­spra­chi­gen Raum.

Work­shops, die vom Grün­der­bü­ro Kai­sers­lau­tern in Koblenz, Kai­sers­lau­tern, Saar­brü­cken, Trier und Mainz ange­bo­ten wer­den, berei­ten Inter­es­sier­te auf eige­ne Kam­pa­gnen vor. Pro­jekt­star­ter kön­nen sich mit ihrer Idee direkt an die Macher wen­den (kontakt@​ideenwald-​crowdfunding.​de).

Auf der Platt­form wird die aus­ge­reif­te Idee mit Fotos oder Vide­os und einem Pro­jekt­steck­brief vor­ge­stellt. Dazu gehö­ren kur­ze Anga­ben zu Inhalt, Ziel, Ziel­grup­pe und Initia­to­ren der Idee. Wich­tig ist auch die Erläu­te­rung, was mit dem gespen­de­ten Geld genau pas­siert.

Über­zeug­te Unter­stüt­zer kön­nen dann einen Geld­be­trag ange­ben, den sie spen­den möch­ten. Der Betrag kann aber auch gegen „Dan­ke­schöns“ ein­ge­löst wer­den. Als Dan­ke­schön wird aller­lei ange­bo­ten. Das kön­nen je nach Pro­jekt zum Bei­spiel Käse, eine geführ­te Wild­kräu­ter­wan­de­rung, ein Koch­kurs, Paten­schaf­ten oder bedruck­te Stoff­beu­tel sein. Pro­jekt­un­ter­stüt­zer kön­nen ihren Bei­trag per Last­schrift, Kre­dit­kar­te, Vor­kas­se oder Sofort­über­wei­sung zah­len. Wird das Finan­zie­rungs­ziel nicht erreicht, erhal­ten sie ihr Geld zurück.

Ergebnisse

Bis Ende Novem­ber 2018 wur­den Pro­jek­te auf der IDEEN­WALD-Platt­form mit 255.000 Euro unter­stützt. Die Platt­form umfasst rund 2000 Fans, wel­che die Ideen­kam­pa­gnen pushen kön­nen, und es gibt mehr als 4100 Unter­stüt­ze­rin­nen und Unter­stüt­zer, die bereits gespen­det haben. Die Crowd ist also groß und somit auch das Poten­zi­al für neue Pro­jek­te, die eige­ne Ziel­grup­pe zu errei­chen. Rund 80 Pro­jek­te ver­such­ten bis dato ihr Glück mit der Crowd.