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Rheinland-Pfalz vernetzt Land und Leute: Fünf Jahre „Digitale Dörfer“

(Illustration: Digitale Dörfer)

2015 startete in Rheinland-Pfalz das Projekt „Digitale Dörfer“: Aus 18 Bewerbungen gingen drei Verbandsgemeinden hervor, in denen Chancen einer digitalen Plattform getestet wurden. Heute nehmen bundesweit mehr als 30 Gemeinden teil.

Als erste „Digitale Dörfer“ gingen seinerzeit Betzdorf-Gebhardshain, Eisenberg und Göllheim an den Start. Diese Verbandsgemeinden entwickelten in Bürgerworkshops Ideen für praktikable Lösungen für alltägliche Probleme vor allem in der Landbevölkerung – gemeinsam mit den Experten des Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) in Kaiserslautern und in Kooperation mit der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz und dem rheinland-pfälzischen Innenministerium. Fraunhofer IESE entwickelte daraufhin benutzerfreundliche Apps.

Ziel war, die Digitalisierung abseits großer Städte zu nutzen: im Ländlichen. In der ersten Projektphase von 2015 bis 2016 ging es vor allem um die digitale Unterstützung der Nahversorgung. In der zweiten Projektphase von 2017 bis heute lag der Fokus der teilnehmenden Gemeinden im Bereich Kommunikation. Neben den „DorfNews“ als lokales Onlineportal kam der „DorfFunk“ als Kommunikationszentrale der Region hinzu. Die „LösBar“ ist schließlich als Bindeglied für einen direkteren Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung gedacht.

Nach und nach nutzen bundesweit immer mehr Gemeinden die Vorteile dieser digitalen Plattform. „Rheinland-Pfalz vernetzt Land und Leute“, sagte Staatssekretärin Nicole Steingaß bei einer Ergebnispräsentation nach fünf Projektjahren „Digitale Dörfer“ in Göllheim. „Das stellen die Digitalen Dörfer unter Beweis, in denen viele motivierte Bürgerinnen und Bürger mitgeholfen haben, passgenaue digitale Lösungen für die Bedürfnisse vor Ort zu entwickeln. Solche Projekte stärken den ländlichen Raum und beleben die Dörfer.“ Göllheim, Eisenberg/Pfalz und Betzdorf-Gebhardshain erhielten Zuwendungsbescheide in Höhe von je 120.000 Euro für die Jahre 2020 und 2021.

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