Im österreichischen Bundesland Kärnten werden künftig 300 freigewordene Stellen von Beamtinnen und Beamten durch Künstliche Intelligenz ersetzt, um Personalkosten zu senken und Verwaltungsverfahren zu beschleunigen.

Die KI-Agenten automatisieren Aufgaben wie die Prüfung von Förderanträgen und arbeiten DSGVO-konform, indem sie auf einer eigenen Infrastruktur namens „KärntenGPT“ basieren. Diese technologische Umstellung nutzt das lokal installierte Modell „Llama“ vom Facebook-Konzern Meta und vermeidet die Verwendung ausländischer Cloud-Dienste, um Datenhoheit zu gewährleisten. Dies fällt in eine Phase, in der etwa 40 Prozent der Belegschaft in den Ruhestand treten. Die Strategie wird unterschiedlich bewertet: Kritiker fürchten einen Verlust des menschlichen Kontakts, Befürworter sehen darin eine notwendige Antwort auf den Fachkräftemangel. Kärnten könnte damit ein Modell für ähnliche Entwicklungen in anderen Regionen werden.