Wie können Kommunen die Nahversorgung langfristig sichern und gleichzeitig regionale Wirtschaftskreisläufe stärken? Mit dieser Frage beschäftigt sich die neue Ergebnispublikation des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Die Veröffentlichung bündelt Erkenntnisse aus bundesweiten Modellprojekten des Programms „BULEplus“ und zeigt praxisnah, wie innovative Konzepte die Lebensqualität in ländlichen Räumen verbessern können.

Untersucht wurden insgesamt 21 Projekte aus den Bereichen regionale Wertschöpfung und ländliche Nahversorgung. Die Ansätze reichen von hybriden Dorfläden und digitalen Vermarktungsplattformen über Regionalmarken bis hin zu neuen Logistiklösungen wie Lieferdiensten oder dem Einsatz von Drohnen. Ziel aller Projekte war es, regionale Lieferbeziehungen zu stärken, lokale Akteure besser zu vernetzen und die Versorgung der Bevölkerung vor Ort nachhaltig zu sichern.
Funktionierende Netzwerke
Die Auswertung macht deutlich: Erfolgreiche Nahversorgungskonzepte entstehen dort, wo Kommunen, Unternehmen, Vereine und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam handeln. Besonders wichtig sind funktionierende Netzwerke, eine realistische Projektplanung sowie eine frühzeitige Strategie zur langfristigen Verstetigung der Angebote. Die Publikation liefert hierzu konkrete Empfehlungen für die kommunale Praxis – von Beteiligungsprozessen über Finanzierung und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle.
Für Kommunen in Rheinland-Pfalz bietet die Veröffentlichung Impulse, um eigene Projekte zur Daseinsvorsorge und Regionalentwicklung weiterzudenken. Denn attraktive Ortskerne, wohnortnahe Versorgung und regionale Wertschöpfung sind entscheidende Faktoren für lebenswerte ländliche Räume und gleichwertige Lebensverhältnisse.