Heiße Tage, Tropennächte und längere Hitzeperioden nehmen auch in Rheinland-Pfalz spürbar zu. Städte, Gemeinden und Landkreise stehen damit vor der Aufgabe, Bevölkerung, Infrastruktur und Verwaltung frühzeitig auf extreme Wärmebelastungen vorzubereiten. Hitzeaktionspläne sind dabei ein zentrales Instrument kommunaler Klimaanpassung und Gesundheitsvorsorge.

Eine neue Veröffentlichung des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) zeigt, wie Kommunen Hitzeaktionspläne erfolgreich entwickeln und in die Praxis umsetzen können. Die Publikation bündelt Erfahrungen aus dem Projekt „Plan°C“, das gemeinsam mit den Städten Düsseldorf und Karlsruhe umgesetzt wurde.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Handlungsempfehlungen für Kommunen: Wie lassen sich Zuständigkeiten innerhalb der Verwaltung organisieren? Welche Maßnahmen schützen besonders gefährdete Gruppen? Wie gelingt eine gute Kommunikation bei Hitzewarnungen? Und wie können langfristige städtebauliche Anpassungen sinnvoll ergänzt werden?
Darüber hinaus enthält die Publikation eine Auswertung der bis Ende 2024 veröffentlichten deutschen Hitzeaktionspläne sowie interessante Einblicke in die langjährige Praxis Frankreichs als europäischem Vorreiter der Hitzevorsorge.
Besonders hilfreich für kommunale Akteurinnen und Akteure ist ein praxisorientierter Jahreskalender, der die Schritte von Vorbereitung, Saisonplanung, Akutmaßnahmen bis zur Nachbereitung übersichtlich darstellt.
Die Veröffentlichung bietet Städten, Gemeinden und Landkreisen wertvolle Impulse, um eigene Strategien zur Hitzevorsorge weiterzuentwickeln und den Schutz der Bevölkerung nachhaltig zu stärken.