Rheinland-Pfalz will die Mobilfunkversorgung in schwer zugänglichen Regionen wie Pfälzer Wald, Hunsrück und Westerwald verbessern, weil Telefonate zum Beispiel beim Spaziergang im Wald oft an schlechter Verbindung scheitern.

Digitalisierungsministerin Dörte Schall sagte, „die Lücken sind da, wo die Landschaft am schönsten ist“. Damit Mobilfunkmasten leichter gebaut werden können, treffen sich Mobilfunkunternehmen und örtliche Energieversorger. Die Anbindung an das Stromnetz kostet viel Zeit und Geld. Der Naturschutzbund (NABU) betont, dass Naturschutz und digitale Versorgung grundsätzlich vereinbar sind, aber sensible Bereiche wie Brutplätze seltener Arten wegen Rodungen, Baustellenflächen und Zuwegungen gemieden werden müssen und in Schutzgebieten eine Artenschutzprüfung nötig ist. Schall kündigte eine weitere Mobilfunkmesswoche an, bei der Bürgerinnen und Bürger Smartphones und eine App der Bundesnetzagentur nutzen, um die Versorgung anonymisiert zu messen. Netzbetreiber haben im Mobilfunkpakt bis Ende 2027 rund 2.100 Standortmaßnahmen wie Neubauten oder Upgrades von 2G auf 4G oder 5G zugesagt.