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	<description>Rheinland-Pfalz e. V.</description>
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		<title>Das Bauamt kommt ins Wohnzimmer: Das virtuelle Beratungsbüro in Troisdorf</title>
		<link>https://ea-rlp.de/das-bauamt-kommt-ins-wohnzimmer-das-virtuelle-beratungsbuero-in-troisdorf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sören Damnitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Landleben digital]]></category>
		<category><![CDATA[Digital-Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[Troisdorf (Nordrhein-Westfalen) – Lange Wartezeiten vor dem Bauamt und mühsame Anfahrtswege gehören für Bauherren in Troisdorf der Vergangenheit an. Seit Anfang 2025 können Bauherren, Architekten&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Troisdorf (Nordrhein-Westfalen) – Lange Wartezeiten vor dem Bauamt und mühsame Anfahrtswege gehören für Bauherren in Troisdorf der Vergangenheit an. Seit Anfang 2025 können Bauherren, Architekten und Interessierte ihre Anliegen rund um das Thema Bauen bequem von zu Hause oder dem Büro aus klären. Das „Virtuelle Beratungsbüro“ ermöglicht mit wenigen Klicks eine persönliche Beratung zum Bauprojekt, inklusive der Möglichkeit Pläne und Geodaten gemeinsam zu betrachten. Das spart Zeit, reduziert den CO2-Ausstoß und verbessert durch eine strukturierte Vorab-Prüfung den Genehmigungsprozess.</p>



<span id="more-20917"></span>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="400" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/43-digital-newsletter-blanko.png" alt class="wp-image-20918" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/43-digital-newsletter-blanko.png 600w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/43-digital-newsletter-blanko-400x267.png 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px"></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Fachberatung im geschützten digitalen Raum</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Baurecht ist komplex. Neben der Landesbauordnung, die Aspekte wie Brandschutz, Statik und Abstände zu Nachbargebäuden regelt, gibt es auch noch die kommunalen Bebauungspläne. Diese legen fest, was wo wie genau gebaut werden darf. Die Vorgaben reichen von der Anzahl der Stockwerke des neuen Eigenheims im Neubaugebiet bis zur Farbe der Ziegel im historischen Stadtkern. Je nach Ort und Gebiet müssen ganz unterschiedliche Vorgaben beachtet werden. Bevor man den Bauantrag stellt, ist es daher sinnvoll mit den zuständigen Behörden das geplante Projekt zu besprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt Troisdorf bietet hierfür bereits seit längerer Zeit wöchentliche Beratungstermine an. Die Termine dienen dazu, Unklarheiten zu den örtlichen Verhältnissen auszuräumen. So können bereits in der Planungsphase unnötige Kosten durch Fehlplanungen vermieden und Verzögerungen im behördlichen Verfahren vorgebeugt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Einführung des digitalen Bauantrags in Nordrhein-Westfalen entstand jedoch ein Medienbruch: Das formale Antragsverfahren konnten Bauherren von zu Hause aus bequem digital erledigen. Für die vorgeschaltete Beratung mussten sie aber zur Verwaltung ins Rathaus. Das „Virtuelle Beratungsbüro“ löst diesen Bruch auf. Bauherren und Architekten tauschen sich nun per Videokonferenz digital mit dem Bauamt aus – datensicher und bequem vom Sofa aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beschreibung des Projektes</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel der Stadt Troisdorf war es einen zeitgemäßen und niedrigschwelligen Zugang zu den Beratungsleistungen im Baubereich zu ermöglichen. Das Projekt wurde nicht als reine IT-Maßnahme, sondern als interdisziplinäre Modernisierung der Bauverwaltung angegangen. Unter der Federführung des Amtes für Bauaufsicht arbeiteten die zentrale IT-Abteilung und die Stabsstelle Digitalisierung eng zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umsetzung erfolgte in einem agilen Prozess, der mit einer detaillierten Bedarfsanalyse begann. Datenschutz stand dabei an oberster Stelle. Schließlich sollten sensible Angelegenheiten zu Bauprojekten besprochen sowie Planungsunterlagen gemeinsam betrachtet werden. Es wurde eine Software-Lösung gewählt, die auf sicheren Servern läuft und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung garantiert. Parallel zur Auswahl der Software-Lösung wurden die Arbeitsplätze der Sachbearbeitenden gezielt mit hochwertigen Webcams und Headsets aufgerüstet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Akzeptanz innerhalb der Verwaltung sicherzustellen, band die Projektleitung die Mitarbeitenden frühzeitig in den Prozess ein. Schulungen im Umgang mit der Software sorgten für die notwendige Sicherheit im digitalen Kundenkontakt. Nach der internen Testphase folgte der offizielle Roll-out, der durch gezieltes Marketing ergänzt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für weniger technikaffine Bürgerinnen und Bürger gibt es weiter das Beratungsangebot auch in Präsenz.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert es?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zugang zum virtuellen Beratungsbüro ist bewusst niederschwellig gestaltet und erfordert keinerlei technische Vorkenntnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das virtuelle Beratungsbüro benötigt man keine besondere App oder Software. Es genügt der normale Internetbrowser. Das Ganze funktioniert auf jedem handelsüblichen Endgerät mit Kamera und Mikrofon wie PC, Laptop, Tablet oder Smartphone.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Prozess beginnt mit der Online-Terminbuchung über die Webseite der Stadt Troisdorf. Ein interaktiver Kalender zeigt verfügbare Zeitfenster an, die direkt reserviert werden können. Erste Entwürfe oder Fragenkataloge können Bauherren vorab per Mail an die Bauberatung übermitteln. So kann die Sachbearbeitung den Termin optimal vorbereiten und bereits vor Gesprächsbeginn die digitale Bauakte sichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Buchung versendet das System automatisch eine Bestätigungs-E-Mail mit einem personalisierten Zugangslink. Zum vereinbarten Zeitpunkt öffnet sich der virtuelle Raum direkt im Webbrowser. Über die Bildschirmfreigabe (Screen-Sharing) kann die Sachbearbeitung dann auch Fachanwendungen wie das Geoinformationssystem (GIS) oder Bebauungspläne einblenden. So sehen alle Beteiligten zeitgleich dieselben Details und können komplexe baurechtliche Fragen direkt am digitalen Plan erörtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Technisch kommt eine Lösung auf gesicherten Servern mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Einsatz. So ist die Vertraulichkeit der besprochenen Planungsdaten gewährleistet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was hat sich durch das Projekt geändert?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den Wegfall von Anfahrtswegen und die Vermeidung der Parkplatzsuche ergibt sich ein deutlicher Zeitgewinn. Früher dauerten die Beratungen inklusive Anreise und Wartezeiten oft mehrere Stunden. Heute reicht vielfach ein Zeitfenster von 30 bis 60 Minuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die digitale Terminbuchung ist auch die Arbeitsorganisation für die Verwaltungsmitarbeitenden einfacher. Diese können ihren Arbeitstag um die festen Beratungstermine herumplanen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Qualität der Fachgespräche hat sich durch die strukturierte Vorbereitung verbessert. Da Entwürfe oft vorab digital eingereicht werden, kann sich die Sachbearbeitung gezielter auf die Termine einstellen. Die gemeinsame Visualisierung von Bebauungsplänen und Geodaten am Bildschirm minimiert zudem Missverständnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Effizienz leistet das Projekt einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Barrierefreiheit. Jeder vermiedene Weg zum Rathaus spart CO2 ein. Gleichzeitig kann das virtuelle Angebot auch von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen problemlos genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Stadt Troisdorf stärkt das Angebot zudem das Profil als moderne und agile Kommune.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So wurde es gemacht</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ziel</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zielsetzung war, einen zeitgemäßen und flexiblen Zugang zu Beratungsleistungen zu bieten, unabhängig vom Standort der Bürgerschaft. Durch eine digitale Lösung sollte die Effizienz der Verwaltungsprozesse gesteigert werden und die Wartezeit der Bürgerinnen und Bürger im Rathaus entfallen. So sollte zudem die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger sowie der Verwaltungsmitarbeitenden nachhaltig gesteigert werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorgehen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst bildete die Stadt ein interdisziplinäres Team aus dem Amt für Bauaufsicht, der zentralen IT-Abteilung und der Stabsstelle Digitalisierung. Die Verantwortlichen analysierten zunächst in einem agilen Prozess die die notwendigen Funktionen für die Planbesprechung und die Anforderungen an den Datenschutz. Die Wahl fiel auf eine Software-Lösung mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf gesicherten Servern. Danach erfolgte die technische Aufrüstung der Arbeitsplätze mit hochwertigen Webcams und Headsets. Parallel dazu wurden die Mitarbeitenden darin geschult, wie die Beratung mit der neuen Technik zukünftig ablaufen würden. Nach einer internen Testphase wurde das System offiziell eingeführt und über die städtische Webseite beworben. Die analoge Beratung blieb dabei als ergänzendes Angebot erhalten, um weniger technikaffinen Menschen weiterhin eine Beratung anzubieten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufwand</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der finanzielle Investitionsbedarf war verhältnismäßig gering, da auf bestehende digitale Infrastruktur der Stadt aufgesetzt werden konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kosten fielen für die Anschaffung von hochwertigen Webcams und Headsets für die Beratungsarbeitsplätze an. Hinzu kommen regelmäßige Lizenzgebühren für die Bereitstellung der Videokonferenz-Plattform. Der personelle Aufwand umfasste die interdisziplinäre Bedarfsanalyse, die Konfiguration der Software sowie die Schulung der Mitarbeitenden durch die IT-Abteilung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verantwortliche</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Federführung für das Projekt lag beim Amt für Bauaufsicht in enger Abstimmung mit der zentralen IT-Abteilung und der Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Troisdorf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die IT-Abteilung kümmerte sich um den technischen Hintergrund und bietet den Support der Software-Infrastruktur. Die Beratungen selbst werden eigenverantwortlich von den Sachbearbeitenden des Bauamtes vorgenommen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erfolgsfaktoren</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein entscheidender Faktor für den Erfolg war die enge, interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Bauaufsicht und IT-Abteilung. Die frühzeitige Einbindung der Mitarbeitenden sorgte für hohe Motivation und Servicebereitschaft. Wichtig ist zudem die einfache Handhabung: Da die Lösung ohne Softwareinstallation direkt im Browser funktioniert, bleibt die Einstiegshürde für Bürger und Architekten sehr gering. Eine robuste technische Infrastruktur verhindert Verbindungsabbrüche.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stolpersteine</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es muss kontinuierlich darauf geachtet werden, auch weniger technikaffine Bürger nicht abzuhängen – die analoge Beratung bleibt daher als Ergänzung erhalten. Ein weiterer Stolperstein war die Beachtung von Datenschutz bei der Besprechung sensibler Planungsdaten sein. Diesem wurde durch die Auswahl einer Software-Lösung mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf gesicherten Servern begegnet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ansprechpartner</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sollten Sie Fragen zum Projekt haben, können Sie sich an folgenden Ansprechpartner wenden:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Troisdorf</strong><br>E‑Mail: <a href="mailto:Stabsstelle-Digitalisierung@troisdorf.de">Stabsstelle-Digitalisierung@troisdorf.de</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für die Redaktion des Digital-Newsletters ist die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. verantwortlich.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p class="wp-block-paragraph">Der „Digital-Newsletter“ wird unterstützt von:</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Teile dieses Artikels wurden auf Basis von Änderungsvorschlägen einer KI-Assistentin überarbeitet, um den Text präziser und lesefreundlicher zu gestalten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Naturkatastrophe 2021: Was sich beim Hochwasserschutz ändern muss</title>
		<link>https://ea-rlp.de/naturkatastrophe-2021-was-sich-beim-hochwasserschutz-aendern-muss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Jöckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Fünf Jahre nach der verheerenden Naturkatastrophe im Ahrtal zeigt eine wissenschaftliche Untersuchung, welche Lehren aus den Todesfällen gezogen werden müssen. Im Mittelpunkt stehen die Aussagekraft&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Fünf Jahre nach der verheerenden Naturkatastrophe im Ahrtal zeigt eine wissenschaftliche Untersuchung, welche Lehren aus den Todesfällen gezogen werden müssen. Im Mittelpunkt stehen die Aussagekraft von Hochwassergefahrenkarten, rechtzeitige Warnungen und Evakuierungen sowie der Schutz besonders gefährdeter Menschen.</p>



<span id="more-20908"></span>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1280" height="853" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/ahrtal-3-quartal-piel-046-smcll-1280x853.jpg" alt="Wiederaufbau im Ahrtal 2026" class="wp-image-20912" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/ahrtal-3-quartal-piel-046-smcll-1280x853.jpg 1280w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/ahrtal-3-quartal-piel-046-smcll-1024x683.jpg 1024w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/ahrtal-3-quartal-piel-046-smcll-400x267.jpg 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/ahrtal-3-quartal-piel-046-smcll-768x512.jpg 768w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/ahrtal-3-quartal-piel-046-smcll-1536x1024.jpg 1536w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/ahrtal-3-quartal-piel-046-smcll.jpg 1800w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Piel-Media</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 gehört zu den schwersten Naturkatastrophen der jüngeren deutschen Geschichte. Ausgelöst durch extreme Niederschläge des Tiefdruckgebiets „Bernd“ kam es insbesondere in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und der belgischen Region Wallonien zu verheerenden Überschwemmungen. Insgesamt starben in diesen drei Regionen 224 Menschen, mehr als die Hälfte davon im Landkreis Ahrweiler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine im September 2026 veröffentlichte wissenschaftliche Studie in der Fachzeitschrift Earth’s Future untersucht die Umstände dieser Todesfälle und leitet daraus Empfehlungen für ein verbessertes Hochwasserrisikomanagement ab. Beteiligt waren Forschende der Universität Potsdam, des Helmholtz-Zentrums für Geoforschung, der University of Louvain und der Johns Hopkins University.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Viele Todesfälle außerhalb ausgewiesener Gefahrenzonen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein besonders bemerkenswertes Ergebnis betrifft die Hochwassergefahrenkarten. Die Forschenden verglichen die Orte, an denen Menschen ums Leben kamen oder gefunden wurden, mit den amtlich ausgewiesenen Gefahrenzonen für extremes Hochwasser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei zeigte sich eine erhebliche Diskrepanz: In Rheinland-Pfalz lagen 75 Prozent dieser Orte außerhalb der entsprechend kartierten Gefahrenzonen, in Nordrhein-Westfalen waren es 50 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse machen deutlich, dass die damals verfügbaren Karten das tatsächliche Ausmaß der möglichen Überflutungen nicht ausreichend abbildeten. Die Forschenden empfehlen deshalb, historische Hochwasserereignisse stärker zu berücksichtigen und auch besonders extreme, bislang nicht erlebte Szenarien in die Gefahrenkartierung einzubeziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Kommunen ergibt sich daraus eine wichtige Konsequenz: Die Ausweisung von Hochwassergefahrenzonen ist eine unverzichtbare Grundlage der Vorsorge, darf aber nicht mit einer vollständigen Darstellung aller denkbaren Gefahren gleichgesetzt werden. Auch außerhalb kartierter Überschwemmungsbereiche können bei außergewöhnlichen Ereignissen lebensbedrohliche Situationen entstehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warnungen müssen konkrete Handlungsanweisungen enthalten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung zeigt außerdem, wie entscheidend das Verhalten der Betroffenen während einer Hochwasserkatastrophe sein kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allein in Nordrhein-Westfalen starben 14 Menschen, als sie in Kellern versuchten, Schäden zu begrenzen, Pumpen zu kontrollieren oder Aufräumarbeiten durchzuführen. In den drei untersuchten Regionen kamen insgesamt 81 Menschen in Erd- oder Obergeschossen ihrer Wohnhäuser ums Leben. Viele wurden offenbar von den Wassermassen überrascht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Todesfälle ereigneten sich im Zusammenhang mit überfluteten oder eingestürzten Brücken sowie weggespülten oder liegen gebliebenen Fahrzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung der Forschenden müssen Warnungen deshalb stärker zwischen Maßnahmen zur Begrenzung von Sachschäden und lebensrettenden Verhaltensweisen unterscheiden.Besonders wichtig ist der richtige Zeitpunkt für eine Evakuierung. Solange eine sichere Flucht noch möglich ist, kann eine frühzeitige Evakuierung Leben retten. Ist das Wasser jedoch bereits eingedrungen und der Weg ins Freie gefährlich geworden, kann es sicherer sein, sich in höhere Stockwerke zu begeben. Warnmeldungen müssen diese Unterschiede klar vermitteln und konkrete, situationsgerechte Handlungsanweisungen enthalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ältere und besonders gefährdete Menschen besser schützen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der Studie liegt auf dem Schutz besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen über 60 Jahre waren unter den Todesopfern mit einem Anteil von 72 Prozent deutlich überrepräsentiert. In Rheinland-Pfalz starben zudem zwölf Menschen in einem überfluteten Wohnheim für Erwachsene mit geistiger Beeinträchtigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschenden sehen darin deutliche Hinweise auf Defizite bei der Vorsorge und Evakuierung besonders schutzbedürftiger Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die kommunale Katastrophenschutzplanung bedeutet dies, Einrichtungen wie Pflegeheime, betreute Wohnformen und andere Einrichtungen für Menschen mit Unterstützungsbedarf besonders zu berücksichtigen. Dabei geht es nicht nur um die rechtzeitige Warnung, sondern auch um geeignete Evakuierungswege, Transportmöglichkeiten, Betreuung und die Abstimmung zwischen Einrichtungen, Einsatzkräften und zuständigen Behörden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Konsequenzen für die kommunale Praxis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse der Untersuchung sind weit über das Ahrtal hinaus von Bedeutung. Sie verdeutlichen, dass wirksamer Hochwasser- und Katastrophenschutz verschiedene Aufgaben miteinander verbinden muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Städte, Gemeinden und Landkreise lassen sich insbesondere folgende Handlungsfelder ableiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gefahren realistisch einschätzen: Neben den amtlichen Hochwassergefahrenkarten sollten auch historische Ereignisse und außergewöhnliche Überflutungsszenarien in örtlichen Vorsorge- und Notfallplanungen berücksichtigt werden.</li>



<li>Warnkommunikation verbessern: Warnungen müssen verständlich, rechtzeitig und mit eindeutigen Handlungsempfehlungen verbunden sein. Die Bevölkerung sollte bereits vor einem Ereignis wissen, welche Verhaltensweisen bei Hochwasser lebensgefährlich sein können.</li>



<li>Evakuierungen vorbereiten: Evakuierungsentscheidungen müssen frühzeitig getroffen und organisatorisch vorbereitet werden. Dabei sind die Grenzen einer sicheren Evakuierung ebenso zu berücksichtigen wie mögliche Schutzmöglichkeiten innerhalb von Gebäuden.</li>



<li>Besonders gefährdete Menschen berücksichtigen: Für ältere Menschen, Personen mit Mobilitätseinschränkungen und Bewohnerinnen und Bewohner betreuter Einrichtungen sind geeignete Schutz- und Evakuierungskonzepte erforderlich.</li>



<li>Zusammenarbeit stärken: Kommunen, Katastrophenschutzbehörden, Einsatzkräfte und Betreiber gefährdeter Einrichtungen müssen ihre Planungen aufeinander abstimmen und regelmäßig überprüfen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschenden sprechen sich darüber hinaus für eine Weiterentwicklung der europäischen Hochwasserrisikomanagementrichtlinie aus, damit besonders extreme Szenarien bei der Gefahrenkartierung, im Risikomanagement und in der Kommunikation stärker berücksichtigt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aus der Katastrophe lernen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung macht deutlich, dass technische Schutzmaßnahmen und amtliche Gefahrenkarten allein nicht ausreichen, um Menschen vor den Folgen extremer Hochwasserereignisse zu schützen. Ebenso entscheidend sind eine realistische Risikoeinschätzung, funktionierende Warn- und Evakuierungsabläufe sowie die Vorbereitung der Bevölkerung auf außergewöhnliche Gefahrenlagen. Für die Kommunen in Rheinland-Pfalz bleibt die Ahrflut von 2021 damit nicht nur ein Ereignis, dessen Folgen bis heute bewältigt werden müssen. Sie ist zugleich Anlass, bestehende Schutzkonzepte kritisch zu überprüfen und die Vorsorge für künftige Extremereignisse weiterzuentwickeln.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://idw-online.de/de/news876880" target="_blank" rel="noopener">Zur Vorstellung der Studie beim Informationsdienst Wissenschaft</a></li>



<li><a href="https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2026EF008695" target="_blank" rel="noopener">Zur wissenschaftlichen Originalpublikation in „Earth’s Future“ (Englisch)</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Demografischer Wandel: Regionen stehen vor unterschiedlichen Herausforderungen</title>
		<link>https://ea-rlp.de/demografischer-wandel-regionen-stehen-vor-unterschiedlichen-herausforderungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Jöckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2026 12:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ea-rlp.de/?p=20900</guid>

					<description><![CDATA[Neue Studie des Berlin-Instituts zeigt regionale Unterschiede bis 2045 – Rheinland-Pfalz altert deutlich, auch wenn die Bevölkerungszahl vergleichsweise stabil bleibt. Deutschland steht vor einer neuen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Neue Studie des Berlin-Instituts zeigt regionale Unterschiede bis 2045 – Rheinland-Pfalz altert deutlich, auch wenn die Bevölkerungszahl vergleichsweise stabil bleibt. Deutschland steht vor einer neuen Phase des demografischen Wandels. Nach Jahren des Bevölkerungswachstums dürfte die Einwohnerzahl künftig wieder sinken. Gleichzeitig nimmt der Anteil älterer Menschen zu, während weniger Menschen im Erwerbsalter zur Verfügung stehen.</p>



<span id="more-20900"></span>



<figure class="wp-block-image size-medium"><a href="https://www.berlin-institut.org/studien-analysen/detail/die-demografische-lage-der-nation-1" target="_blank" rel=" noopener"><img decoding="async" width="682" height="779" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/demografischelage.jpg" alt="Cover: Demografische Lage der Nation" class="wp-image-20902" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/demografischelage.jpg 682w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/demografischelage-350x400.jpg 350w" sizes="(max-width: 682px) 100vw, 682px"></a><figcaption class="wp-element-caption">Illustration: Berlininstitut</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wie unterschiedlich sich diese Entwicklungen regional auswirken, untersucht die im Oktober 2026 veröffentlichte Studie „Die demografische Lage der Nation – Wie zukunftsfähig Deutschlands Regionen in Zeiten des Strukturwandels sind“ des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung und der Wüstenrot Stiftung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung umfasst alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands. Neben einer regionalen Bevölkerungsprognose bis 2045 bewertet ein Index anhand von 26 Indikatoren die demografischen, wirtschaftlichen, bildungsbezogenen und sozialen Rahmenbedingungen der Regionen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Deutschland wird älter – regionale Unterschiede nehmen zu</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Prognose des Berlin-Instituts dürfte die Bevölkerung Deutschlands von rund 83,5 Millionen Menschen Ende 2025 auf etwa 81,8 Millionen im Jahr 2045 zurückgehen. Besonders deutlich verändert sich die Altersstruktur: Die Zahl der über 67-Jährigen könnte um rund 14,5 Prozent steigen, während die Bevölkerung im Erwerbsalter zwischen 20 und 67 Jahren um etwa 4,7 Prozent abnimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter diesen bundesweiten Durchschnittswerten verbergen sich erhebliche regionale Unterschiede. Während wirtschaftsstarke Großstadtregionen und ihr Umland teilweise weiter wachsen, müssen sich viele ländliche und strukturschwächere Regionen auf Bevölkerungsverluste einstellen. Allerdings verlaufen die Unterschiede keineswegs ausschließlich entlang der Grenzen zwischen Ost und West oder Stadt und Land.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rheinland-Pfalz: Weniger Erwerbstätige, mehr ältere Menschen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für Rheinland-Pfalz prognostiziert die Studie bis 2045 einen vergleichsweise moderaten Bevölkerungsrückgang um 2,4 Prozent – von rund 4,13 auf 4,03 Millionen Menschen. Deutlich stärker fällt die Veränderung der Altersstruktur aus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Zahl der Menschen über 67 Jahren steigt voraussichtlich um rund 17 Prozent.</li>



<li>Die Bevölkerung unter 20 Jahren nimmt um etwa zehn Prozent ab.</li>



<li>Die Zahl der Menschen im Erwerbsalter zwischen 20 und 67 Jahren sinkt um rund sechs Prozent.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Auch innerhalb des Landes sind die Entwicklungen unterschiedlich. Während insbesondere Mainz und Ludwigshafen am Rhein laut Prognose noch Bevölkerungszuwächse verzeichnen könnten, zeichnen sich in Teilen des Südens und Nordwestens Rückgänge ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im sogenannten BI-Index Zukunftsfähigkeit belegt Rheinland-Pfalz unter den Bundesländern insgesamt Rang sechs. Bei den demografischen Rahmenbedingungen erreicht das Land sogar Rang fünf, während es in der wirtschaftlichen Bewertung lediglich auf Rang zwölf liegt. Diese Unterschiede verdeutlichen, dass die Zukunftsperspektiven einer Region von zahlreichen Faktoren abhängen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Unterschiedliche Prognosen für Rheinland-Pfalz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Vergleich mit den Berechnungen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz zeigt allerdings, dass Bevölkerungsvorausberechnungen nicht zwangsläufig zu denselben Ergebnissen kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während das Berlin-Institut bis 2045 einen moderaten Bevölkerungsrückgang erwartet, geht die sechste regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz aus dem Jahr 2022 in ihrer mittleren Variante zunächst noch von einem Anstieg auf rund 4,17 Millionen Einwohner bis 2040 aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unterschiedlichen Ergebnisse erklären sich unter anderem durch abweichende Basisjahre, Prognosezeiträume und Annahmen, insbesondere zur künftigen Zuwanderung. Ein unmittelbarer Vergleich der Bevölkerungszahlen ist deshalb nur eingeschränkt möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In zwei wesentlichen Punkten stimmen die Untersuchungen jedoch überein: Die Bevölkerung altert deutlich, und die regionalen Unterschiede innerhalb von Rheinland-Pfalz stellen die Kommunen vor unterschiedliche Herausforderungen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was bedeutet das für die Kommunen?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für Städte, Gemeinden und Landkreise ist weniger die Entwicklung der Einwohnerzahl allein entscheidend als vielmehr die Veränderung der Bevölkerungsstruktur. Daraus ergeben sich vielfältige Aufgaben für die kommunale Entwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer alternden Bevölkerung steigen beispielsweise die Anforderungen an Gesundheitsversorgung, Pflege, barrierefreies Wohnen und wohnortnahe Dienstleistungen. Gleichzeitig verändern sich die Bedarfe bei Kindertagesstätten, Schulen und anderen Einrichtungen der sozialen Infrastruktur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter verschärft zudem den Fachkräftemangel – nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in kommunalen Verwaltungen und Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Besonders in dünn besiedelten ländlichen Regionen stellt sich die Frage, wie wichtige Angebote trotz sinkender Nutzerzahlen, größerer Entfernungen und begrenzter finanzieller sowie personeller Ressourcen dauerhaft aufrechterhalten werden können. Interkommunale Zusammenarbeit, flexible Mobilitätsangebote und neue Formen der Versorgung können dabei an Bedeutung gewinnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Prognosen als Orientierung, nicht als endgültiges Urteil</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie des Berlin-Instituts bietet eine umfangreiche Datengrundlage, um regionale Entwicklungen zu vergleichen und mögliche Herausforderungen frühzeitig zu erkennen. Allerdings sollten insbesondere die Bewertungen des Zukunftsfähigkeitsindex differenziert betrachtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rangfolge ergibt sich aus einer bestimmten Auswahl und Gewichtung von Indikatoren. Sie beschreibt damit vor allem die gegenwärtigen strukturellen Voraussetzungen der Regionen, nicht aber zwangsläufig deren tatsächliche Entwicklungsmöglichkeiten. Auch die Bevölkerungsprognosen hängen von Annahmen ab, die sich im Zeitverlauf verändern können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die kommunale Praxis kommt es deshalb darauf an, die überregionalen Erkenntnisse mit kleinräumigen Daten, örtlichen Erfahrungen und konkreten Entwicklungsperspektiven zu verbinden. Der demografische Wandel lässt sich nicht aufhalten, seine Folgen lassen sich jedoch gestalten. Entscheidend ist, dass Kommunen frühzeitig auf veränderte Bedarfe reagieren und tragfähige Lösungen entwickeln, die zu ihren jeweiligen Voraussetzungen passen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.berlin-institut.org/studien-analysen/detail/die-demografische-lage-der-nation-1" target="_blank" rel="noopener">Download: Die demografische Lage der Nation (PDF, 116 Seiten, 9 MB)</a></li>



<li><a href="https://www.demografischelage.de/" target="_blank" rel="noopener">Interaktives Online-Angebot mit regionalen Daten für alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte</a></li>



<li><a href="https://www.berlin-institut.org/presse/detail/default-331931ebbeb97213a68a48eb32f9b9d6" target="_blank" rel="noopener">Berlin-Institut: Pressemitteilung zur neuen Studie vom 6. Oktober 2026</a></li>



<li><a href="https://www.statistik.rlp.de/themen/landwirtschaft/news/nachrichtendetailseite/bevoelkerungsvorausberechnung-einwohnerzahl-koennte-durch-zuwanderung-bis-2040-auf-417-millionen-steigen" target="_blank" rel="noopener">Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Sechste regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Video 8: Sondervermögen hilft VG Otterbach-Otterberg bei der Aufholjagd</title>
		<link>https://ea-rlp.de/video-8-sondervermoegen-hilft-vg-otterbach-otterberg-bei-der-aufholjagd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Jöckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2026 03:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Sondervermögen für Kommunen]]></category>
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					<description><![CDATA[Zusätzliche Investitionsmittel treffen in vielen Kommunen auf einen erheblichen Nachholbedarf bei Pflichtaufgaben. Wie die Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg damit umgeht, erläutert Bürgermeister Harald Westrich in der achten&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Investitionsmittel treffen in vielen Kommunen auf einen erheblichen Nachholbedarf bei Pflichtaufgaben. Wie die Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg damit umgeht, erläutert Bürgermeister Harald Westrich in der achten Folge der EA-Video-Reihe „Sondervermögen für Kommunen“.</p>



<span id="more-20878"></span>



<iframe loading="lazy" width="560" height="315" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/8aoMtYVGG20?si=4t_vTKNg6Mnyv5vW" consent-required="18044" consent-by="services" consent-id="18045" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/8aoMtYVGG20?si=4t_vTKNg6Mnyv5vW&amp;autoplay=1"></iframe><br>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Verbandsgemeinde steht dabei weniger die Finanzierung völlig neuer Projekte im Vordergrund. Vielmehr sollen die zusätzlichen Mittel helfen, notwendige Investitionen zu bewältigen, die sich über Jahre aufgestaut haben. Westrich spricht von einer „Aufholjagd“ bei kommunaler Infrastruktur – von Feuerwehrgerätehäusern über Schulen und Kindertagesstätten bis zu Straßen und Brücken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Feuerwehrgerätehäuser als Schwerpunkt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den eigenen Investitionen der Verbandsgemeinde liegt ein deutlicher Schwerpunkt auf den Feuerwehrgerätehäusern. Hier besteht nach Einschätzung Westrichs konkreter Handlungsbedarf, um die Pflichtaufgaben der Kommune dauerhaft erfüllen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Sondervermögen eröffnet dabei auch die Möglichkeit, bestehende Förderungen zu ergänzen. Wo reguläre Förderprogramme nur einen Teil der Kosten übernehmen, können zusätzliche Mittel helfen, den verbleibenden kommunalen Anteil zu finanzieren. Gerade für finanzschwache Kommunen kann dies entscheidend dafür sein, notwendige Investitionen tatsächlich umzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Westrich macht zugleich deutlich, dass die Verbandsgemeinde nicht alle Aufgaben aus dem Sondervermögen finanzieren will. Für andere Bereiche sollen weiterhin die jeweils vorhandenen Förderprogramme genutzt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">300.000 Euro für jede Ortsgemeinde</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Drittel der der Verbandsgemeinde zur Verfügung stehenden Mittel werden für Aufgaben der VG verwendet, ein Drittel wird an die Ortsgemeinden weitergegeben. Dabei hat sich die Verbandsgemeinde für ein besonderes Modell entschieden: Jede Ortsgemeinde erhält unabhängig von ihrer Einwohnerzahl pauschal 300.000 Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Westrich begründet diese Entscheidung mit dem Solidaritätsgedanken innerhalb der Verbandsgemeinde. Gerade kleinere Ortsgemeinden verfügten häufig über geringere finanzielle Möglichkeiten. Durch den einheitlichen Betrag erhalten auch sie zusätzlichen Spielraum für notwendige Investitionen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Geld allein löst nicht alle Probleme</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der größten Herausforderungen bei der Umsetzung sieht Westrich allerdings nicht bei den verfügbaren Investitionsmitteln. Auf die Frage nach dem entscheidenden Engpass antwortet er knapp: „Personal.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Fördermöglichkeiten und Investitionsprogramme müssen in den Verwaltungen bearbeitet, Projekte geplant, Förderanträge gestellt und Baumaßnahmen begleitet werden. Dafür stehen jedoch nur begrenzte personelle Kapazitäten zur Verfügung. Mehr Geld führe deshalb nicht automatisch dazu, dass Kommunen kurzfristig entsprechend mehr Projekte umsetzen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Beispiel Otterbach-Otterberg zeigt damit eine Seite des Sondervermögens, die viele Kommunen kennen dürften: Die zusätzlichen Mittel schaffen neue Möglichkeiten – treffen aber gleichzeitig auf einen erheblichen Bestand notwendiger Investitionen und begrenzte Kapazitäten für deren Umsetzung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Video-Reihe wird fortgesetzt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Video-Reihe wird fortgesetzt Mit den bisherigen Gesprächen bietet die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz unterschiedliche Perspektiven auf die Umsetzung des Rheinland-Pfalz-Plans. In den kommenden Monaten wird die Video-Reihe um weitere Interviews, Praxisbeispiele und Fachgespräche ergänzt und begleitet so die Umsetzung des Sondervermögens in den Kommunen kontinuierlich weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://ea-rlp.de/sondervermoegen-kommunen/">» Projektseite „Sondervermögen für Kommunen“</a></strong><br><a href="https://ea-rlp.de/sondervermoegen-fuer-kommunen-inhaltsverzeichnis/"><strong>» Inhaltsverzeichnis zum Thema</strong></a><br><a href="https://ea-rlp.de/sondervermoegen-fuer-kommunen-videos/"><strong>» Video-Reihe zum Thema</strong></a><br><a href="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/00-20260622-Kaiserslautern-Kreis-Regionales-Umsetzungskonzept-mit-VGs.pdf" target="_blank" rel="noopener">» Download: Regionales Umsetzungskonzept des Landkreises Kaiserslautern (PDF, 34 Seiten, 5,1 MB)</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rechtsextreme Immobiliennutzung: Wie Kommunen frühzeitig handeln können</title>
		<link>https://ea-rlp.de/rechtsextreme-immobiliennutzung-wie-kommunen-fruehzeitig-handeln-koennen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Jöckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ea-rlp.de/?p=20868</guid>

					<description><![CDATA[Gaststätten, Veranstaltungsräume oder leerstehende Gebäude können zu wichtigen Stützpunkten rechtsextremer Gruppierungen werden. Mit solchen Immobilien versuchen sie, sich dauerhaft vor Ort zu etablieren und Einfluss&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Gaststätten, Veranstaltungsräume oder leerstehende Gebäude können zu wichtigen Stützpunkten rechtsextremer Gruppierungen werden. Mit solchen Immobilien versuchen sie, sich dauerhaft vor Ort zu etablieren und Einfluss auf das gesellschaftliche Leben zu gewinnen. Eine neue Broschüre der Heinrich-Böll-Stiftungen Rheinland-Pfalz und Thüringen zeigt, welche Strategien dahinterstehen und wie Kommunalverwaltungen, Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft darauf reagieren können.</p>



<span id="more-20868"></span>



<figure class="wp-block-image size-medium"><a href="https://www.boell-rlp.de/fileadmin/dokumente/PDFs/Heinrich-Boell-Stiftung-Rheinland-Pfalz_Belagerungszustaende-UEeber_extrem_rechte_Immobilien_Digital.pdf" target="_blank" rel=" noopener"><img decoding="async" width="605" height="858" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/belagerungszustaende.jpg" alt="Cover der Broschüre Belagerungszustände" class="wp-image-20870" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/belagerungszustaende.jpg 605w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/belagerungszustaende-282x400.jpg 282w" sizes="(max-width: 605px) 100vw, 605px"></a><figcaption class="wp-element-caption">Illustration: Heinrich-Böll-Stiftung</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Immobilien als Ausgangspunkt rechtsextremer Einflussnahme</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Rechtsextreme Gruppierungen nutzen Immobilien nicht nur für interne Treffen, Schulungen oder Veranstaltungen. Sie dienen auch dazu, Netzwerke aufzubauen, neue Anhänger zu gewinnen und gesellschaftliche Akzeptanz zu schaffen. Besonders problematisch wird dies, wenn solche Einrichtungen zunehmend das öffentliche Leben in einer Gemeinde oder einem Stadtteil prägen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 2026 veröffentlichte Broschüre „Belagerungszustände – Über extrem rechte Immobilien“ beschreibt, wie rechtsextreme Akteure versuchen, durch den Erwerb oder die Nutzung von Gebäuden langfristig Einfluss auf ihr Umfeld auszuüben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei werden unterschiedliche Strategien verfolgt: Einerseits können Einschüchterung, Bedrohungen und die demonstrative Besetzung öffentlicher Räume dazu dienen, Menschen auszugrenzen. Andererseits versuchen rechtsextreme Gruppierungen, sich durch vermeintlich unpolitische Angebote, Vereinsarbeit oder die Übernahme sozialer Treffpunkte in der örtlichen Gemeinschaft zu verankern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade in ländlichen Regionen, in denen Gaststätten schließen oder Begegnungsorte fehlen, können solche Angebote auf Resonanz stoßen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Auch Rheinland-Pfalz ist betroffen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Broschüre nennt konkrete Beispiele aus Rheinland-Pfalz. Dazu gehört die sogenannte „Fassfabrik“ in Hachenburg, die ab 2019 als Treffpunkt unterschiedlicher rechtsextremer Gruppierungen genutzt wurde. Ende 2024 wurde die Immobilie aufgegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Beispiel ist das ehemalige „Zentrum Rheinhessen“ in Mainz, das zwischen 2022 und Frühjahr 2024 unter anderem Büros von AfD-Abgeordneten beherbergte und für Veranstaltungen genutzt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung der Herausgeber verfolgen rechtsextreme Akteure zunehmend das Ziel, solche lokalen Zentren systematisch aufzubauen. Die Broschüre verweist dazu auch auf ein Strategiepapier der rheinland-pfälzischen AfD vom März 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beispiele verdeutlichen, dass es sich nicht allein um ein Problem einzelner Regionen handelt. Auch Kommunen in Rheinland-Pfalz können mit entsprechenden Entwicklungen konfrontiert werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Welche Handlungsmöglichkeiten haben Kommunen?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt der Veröffentlichung liegt auf den Möglichkeiten kommunaler Verwaltungen und politischer Entscheidungsträger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Broschüre empfiehlt insbesondere, frühzeitig tätig zu werden, sobald Hinweise auf eine geplante rechtsextreme Nutzung von Immobilien vorliegen. Zu den beschriebenen Handlungsansätzen gehören:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Leerstehende Immobilien im Blick behalten: Besonders Gebäude, die sich für Veranstaltungen, Gastronomie oder andere gemeinschaftliche Nutzungen eignen, können für rechtsextreme Gruppierungen interessant sein.</li>



<li>Kommunale Immobilienverkäufe sorgfältig prüfen: Nutzungskonzepte und geeignete vertragliche Regelungen können helfen, unerwünschte Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtlich zulässige Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen.</li>



<li>Baurechtliche und ordnungsrechtliche Vorgaben beachten: Bei Veranstaltungen und Gebäudenutzung können unter anderem Genehmigungen, Brandschutz, Lärmschutz und baurechtliche Anforderungen relevant werden.</li>



<li>Sicherheitsbehörden frühzeitig einbeziehen: Bei konkreten Verdachtsmomenten empfiehlt die Broschüre die Zusammenarbeit mit den zuständigen Sicherheitsbehörden.</li>



<li>Demokratische Netzwerke stärken: Kommunalpolitik, Verwaltung, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger können gemeinsam dazu beitragen, rechtsextremer Einflussnahme entgegenzuwirken.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei gilt: Kommunale Maßnahmen müssen stets auf einer tragfähigen gesetzlichen Grundlage beruhen. Politische Einstellungen allein rechtfertigen beispielsweise weder die Untersagung einer rechtmäßigen Veranstaltung noch Eingriffe in private Eigentumsrechte. Entscheidend sind die konkreten rechtlichen Voraussetzungen des jeweiligen Einzelfalls.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Prävention beginnt im örtlichen Zusammenleben</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Broschüre macht deutlich, dass der Umgang mit rechtsextrem genutzten Immobilien nicht allein eine Frage des Ordnungs- oder Baurechts ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine wichtige Rolle spielt auch die gesellschaftliche Situation vor Ort. Wo Begegnungsstätten fehlen, Vereine Nachwuchs suchen oder öffentliche Einrichtungen schließen, können rechtsextreme Akteure versuchen, diese Lücken zu besetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Kommunen ergibt sich daraus eine weitergehende Aufgabe: Bestehende demokratische Strukturen, Vereine und Begegnungsmöglichkeiten zu stärken, kann dazu beitragen, solchen Entwicklungen vorzubeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herausgeber empfehlen außerdem eine enge Zusammenarbeit zwischen demokratischen Kräften in der Kommunalpolitik und der Zivilgesellschaft. Frühzeitige Information, fachliche Beratung und eine abgestimmte Vorgehensweise können helfen, Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und Konflikte nicht eskalieren zu lassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Praxisorientierte Broschüre mit Checkliste</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die achtseitige Veröffentlichung richtet sich ausdrücklich an kommunale Verwaltungen, kommunalpolitisch Verantwortliche, zivilgesellschaftlich Engagierte und Medienvertretende.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie enthält neben einer Darstellung rechtsextremer Immobilienstrategien konkrete Empfehlungen für die verschiedenen Akteursgruppen. Eine abschließende Analyse-Checkliste unterstützt dabei, die Eigentums- und Nutzungsverhältnisse einer Immobilie, ihre Bedeutung für rechtsextreme Netzwerke und mögliche erste Handlungsschritte systematisch zu betrachten. Ergänzend verweist die Publikation auf eine ausführlichere Handreichung mehrerer Landesinnenministerien, die rechtliche Grundlagen und Fallbeispiele zum Umgang mit rechtsextremistisch genutzten Immobilien behandelt.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.boell-rlp.de/fileadmin/dokumente/PDFs/Heinrich-Boell-Stiftung-Rheinland-Pfalz_Belagerungszustaende-UEeber_extrem_rechte_Immobilien_Digital.pdf" target="_blank" rel="noopener"><strong>Download: Belagerungszustände – Über extrem rechte Immobilien (PDF, 8 Seiten, 0,3 MB)</strong></a></li>



<li><a href="https://innen.thueringen.de/fileadmin/Innenministerium/Pressemitteilungen/Medien_fuer_PM_2024/Rechtsextremistisch_genutzte_Immobilien.pdf" target="_blank" rel="noopener"><strong>Download: Rechtsextremistisch genutzte Immobilien in Ostdeutschland (PDF, 64 Seiten, 2,7 MB)</strong></a>&nbsp;</li>



<li><a href="https://demokratiezentrum.rlp.de/beratung/mobile-beratung-gegen-rechtsextremismus-in-rheinland-pfalz" target="_blank" rel="noopener"><strong>Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz</strong></a>&nbsp;</li>



<li><strong><a href="https://www.boell-rlp.de/belagerungszustaende">Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz: Themenseite mit weiteren Materialien und Kontakten</a><br></strong></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Friedhöfe im Wandel: Neue Perspektiven für ungenutzte Flächen</title>
		<link>https://ea-rlp.de/friedhoefe-im-wandel-neue-perspektiven-fuer-ungenutzte-flaechen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Jöckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 07:41:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie können Kommunen ihre Friedhöfe zukunftsfähig gestalten? Der Wandel der Bestattungskultur führt vielerorts dazu, dass immer mehr Grabflächen nicht mehr benötigt werden. Gleichzeitig bleiben die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wie können Kommunen ihre Friedhöfe zukunftsfähig gestalten? Der Wandel der Bestattungskultur führt vielerorts dazu, dass immer mehr Grabflächen nicht mehr benötigt werden. Gleichzeitig bleiben die Kosten für Pflege, Unterhaltung und den Erhalt historischer Anlagen bestehen. Eine neue Handreichung zeigt, wie sich diese Herausforderungen mit neuen Nutzungsmöglichkeiten verbinden lassen – und welche Chancen Friedhöfe für Klimaanpassung, Artenvielfalt und das gesellschaftliche Miteinander bieten.</p>



<span id="more-20862"></span>



<figure class="wp-block-image size-medium"><a href="https://www.oekom.de/buch/handreichung-zum-umgang-mit-friedhofsfreiflaechen-9783987265624" target="_blank" rel=" noopener"><img decoding="async" width="714" height="1024" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/friedhofsfreiflaechen.jpg" alt="Cover: Handreichung zum Umgang mit Friedhofs-Freiflächen" class="wp-image-20864" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/friedhofsfreiflaechen.jpg 714w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/friedhofsfreiflaechen-279x400.jpg 279w" sizes="(max-width: 714px) 100vw, 714px"></a><figcaption class="wp-element-caption">Illustration: oekom GmbH</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Vom Bestattungsort zum vielseitigen Grünraum</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Friedhöfe sind weit mehr als Orte der Bestattung und des Gedenkens. Sie sind häufig wertvolle Grünflächen, Lebensräume für Tiere und Pflanzen, Zeugnisse der Ortsgeschichte und Orte der Ruhe und Begegnung. Gerade angesichts des Klimawandels gewinnen ihre Funktionen für das lokale Klima und die biologische Vielfalt an Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an Friedhöfe. Durch neue Bestattungsformen und gesellschaftliche Entwicklungen werden vielerorts weniger traditionelle Grabflächen benötigt. Für die Friedhofsträger entstehen dadurch Herausforderungen: Die Einnahmen aus Bestattungsgebühren können zurückgehen, während große Flächen weiterhin gepflegt und unterhalten werden müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 2026 erschienene „Handreichung zum Umgang mit Friedhofsfreiflächen“ zeigt, wie solche Flächen sinnvoll weiterentwickelt werden können. Sie wurde von Lara Schink für den Verband der Annenfriedhöfe Dresden erarbeitet und basiert unter anderem auf Erkenntnissen des Modellprojekts „Vom Parkfriedhof zum Friedhofspark“. Das Projekt war Teil des vom Bundesinstitut für Bau‑, Stadt- und Raumforschung (BBSR) betreuten Forschungsvorhabens „Green Urban Labs II“.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Chancen für Klimaanpassung, Artenvielfalt und Begegnung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Publikation stellt zahlreiche Möglichkeiten vor, wie Friedhofsfreiflächen neue Funktionen übernehmen können, ohne ihren besonderen Charakter zu verlieren. Dazu gehören beispielsweise:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Klimaanpassung: Bäume, Grünflächen und unversiegelte Böden können zur Kühlung beitragen und das lokale Klima verbessern.</li>



<li>Biodiversität: Naturnahe Wiesen, heimische Gehölze und angepasste Pflegekonzepte schaffen Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere.</li>



<li>Naherholung und Begegnung: Behutsam gestaltete Aufenthaltsbereiche können Friedhöfe als Orte der Ruhe und des sozialen Austauschs stärken.</li>



<li>Kultur und Geschichte: Historische Grabstätten, Denkmäler und gestalterische Elemente können erhalten und für die Vermittlung der Ortsgeschichte genutzt werden.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Entscheidend ist dabei, die Würde des Friedhofs als Bestattungs- und Erinnerungsort zu respektieren. Nicht jede Nutzung eignet sich für jede Fläche. Die Handreichung empfiehlt deshalb, örtliche Besonderheiten und die Bedürfnisse der Bevölkerung frühzeitig zu berücksichtigen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Besonders interessant für Kommunen in Rheinland-Pfalz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für Rheinland-Pfalz bietet die Handreichung wertvolle Anregungen. Gerade in kleineren Städten und Ortsgemeinden gehören Friedhöfe zu den wichtigen Einrichtungen der örtlichen Daseinsvorsorge. Ihre Unterhaltung bindet kommunale Mittel und personelle Ressourcen. Zugleich sind sie häufig identitätsstiftende Orte mit einer langen Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die kommunale Praxis stellt sich deshalb die Frage, wie Friedhofsflächen künftig gestaltet und finanziert werden können. Dabei geht es nicht zwangsläufig um eine grundlegende Umgestaltung. Schon kleinere Maßnahmen, etwa eine naturnähere Pflege, zusätzliche Baumpflanzungen oder die behutsame Aufwertung von Aufenthaltsbereichen, können einen Mehrwert schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant ist auch die Frage der Finanzierung. Die Handreichung unterscheidet zwischen der eigentlichen Bestattungsfunktion und weiteren öffentlichen Leistungen eines Friedhofs, etwa für Grünversorgung, Klimaschutz oder Naherholung. Sie zeigt Ansätze auf, wie solche zusätzlichen Funktionen finanziert und Verantwortlichkeiten zwischen Kommunen und anderen Friedhofsträgern geregelt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade dort, wo kommunale und kirchliche Träger zusammenwirken, können Kooperationen neue Möglichkeiten eröffnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Praxisbeispiele und konkrete Handlungsempfehlungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die umfangreiche Publikation verbindet Forschungsergebnisse mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis. Neben ökologischen und gestalterischen Fragen behandelt sie auch organisatorische und finanzielle Aspekte der Friedhofsentwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein eigenes Kapitel widmet sich der Zusammenarbeit zwischen Friedhofsträgern, Kommunalverwaltungen, Vereinen, Bildungseinrichtungen und Bürgerschaft. Eine abschließende To-do-Liste unterstützt dabei, die Weiterentwicklung von Friedhofsfreiflächen systematisch anzugehen. Die zentrale Botschaft: Frei werdende Friedhofsflächen müssen nicht zwangsläufig zu einer Belastung werden. Mit vorausschauender Planung können sie neue Qualitäten für Mensch, Natur und Kommune entfalten – ohne ihre Bedeutung als Orte der Erinnerung zu verlieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.oekom.de/buch/handreichung-zum-umgang-mit-friedhofsfreiflaechen-9783987265624" target="_blank" rel="noopener">Download: Umgang mit Friedhofsfreiflächen (PDF, 242 Seiten, 37 MB)</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Video 7: VG Annweiler – Von der Wärmeplanung zur konkreten Investition</title>
		<link>https://ea-rlp.de/video-7-vg-annweiler-von-der-waermeplanung-zur-konkreten-investition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Jöckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 03:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Sondervermögen für Kommunen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ea-rlp.de/?p=20847</guid>

					<description><![CDATA[Wie können bereits vorhandene kommunale Planungen mit den zusätzlichen Möglichkeiten des Sondervermögens weiterentwickelt werden? In der siebten Folge der EA-Video-Reihe „Sondervermögen für Kommunen“ berichten Christian&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wie können bereits vorhandene kommunale Planungen mit den zusätzlichen Möglichkeiten des Sondervermögens weiterentwickelt werden? In der siebten Folge der EA-Video-Reihe „Sondervermögen für Kommunen“ berichten Christian Burkhart, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels, und Klimaschutzmanager Lars Masanek über die kommunale Wärmeplanung und die nächsten Schritte auf dem Weg zu konkreten Investitionen.</p>



<span id="more-20847"></span>



<iframe loading="lazy" width="560" height="315" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/rfEUk6_Qltc?si=amEIAr6Cta1nTb2Z" consent-required="18044" consent-by="services" consent-id="18045" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/rfEUk6_Qltc?si=amEIAr6Cta1nTb2Z&amp;autoplay=1"></iframe><br>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verbandsgemeinde hatte sich bereits vor dem Sondervermögen intensiv mit ihrer künftigen Wärmeversorgung beschäftigt. Ein konkreter Anlass ist das Rathaus in Annweiler: Die dortige Heizungsanlage ist mehr als 30 Jahre alt und muss ersetzt werden. Parallel dazu hat die Verbandsgemeinde eine kommunale Wärmeplanung mit der <a href="https://www.climateconnection.de/" target="_blank" rel="noopener">EWR Climate Connection GmbH</a> erarbeitet. Dieses Wissen fließt nun in die Überlegungen zur künftigen Versorgung des Verwaltungsgebäudes ein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sondervermögen eröffnet zusätzlichen Spielraum</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Durch das Sondervermögen haben sich die finanziellen Möglichkeiten der Verbandsgemeinde erweitert. Bereits geplante Projekte könnten dadurch neu oder größer gedacht und weitere Vorhaben angestoßen werden, erläutert Klimaschutzmanager Lars Masanek im Interview.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei zeigt das Beispiel Annweiler zugleich, dass zusätzliche finanzielle Möglichkeiten eine sorgfältige Prüfung der einzelnen Varianten nicht ersetzen. Eine zunächst untersuchte Lösung aus einer Hybridheizung in Verbindung mit Geothermie erwies sich nach einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung auch unter Einbeziehung des Sondervermögens als nicht wirtschaftlich darstellbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Bürgermeister Christian Burkhart ist dies jedoch kein Endpunkt. Vielmehr eröffne der größere finanzielle Spielraum die Möglichkeit, andere und umfassendere Lösungen zu untersuchen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine gemeinsame Wärmeversorgung für mehrere Gebäude</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret prüft die Verbandsgemeinde nun, ob eine zentrale Heizlösung entstehen könnte, die mehrere benachbarte Gebäude versorgt. Über ein Nahwärmenetz könnten perspektivisch das Gebäude der Verbandsgemeindeverwaltung, das angrenzende Gebäude der Stadtwerke und ein weiteres Gebäude gemeinsam mit Wärme versorgt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wird aus der ursprünglich notwendigen Erneuerung einer einzelnen Heizungsanlage möglicherweise ein größes Projekt. Das Beispiel zeigt, wie bestehende Investitionsbedarfe, Erkenntnisse aus der kommunalen Wärmeplanung und neue Finanzierungsmöglichkeiten miteinander verbunden werden können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bevölkerung frühzeitig einbinden</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Wärmeplanung war für die Verbandsgemeinde auch die Beteiligung der Bevölkerung. Nach Angaben von Masanek kamen zur Abschlussveranstaltung mehr als 60 Interessierte. Das Interesse an Fragen der künftigen Wärmeversorgung und an erneuerbaren Energien sei weiterhin groß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Burkhart sieht darin eine wichtige Erfahrung aus dem bisherigen Prozess. Beteiligungsworkshops hätten gezeigt, wie wichtig es sei, die Menschen frühzeitig einzubeziehen. Gleichzeitig möchte die Verbandsgemeinde bei ihren eigenen Gebäuden mit gutem Beispiel vorangehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits seit mehreren Jahren werden kommunale Gebäude nach und nach mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Die Erfahrungen aus der Wärmeplanung und der energetischen Weiterentwicklung älterer Gebäude sollen künftig ebenfalls genutzt werden, um praktische Lösungen aufzuzeigen. „Es ist möglich, wenn man sich damit beschäftigt und wenn man innovative Lösungen dann auch irgendwie umsetzt“, fasst Burkhart die bisherigen Erfahrungen zusammen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Video-Reihe wird fortgesetzt </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den bisherigen Gesprächen bietet die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz unterschiedliche Perspektiven auf die Umsetzung des Rheinland-Pfalz-Plans. In den kommenden Monaten wird die Video-Reihe um weitere Interviews, Praxisbeispiele und Fachgespräche ergänzt und begleitet so die Umsetzung des Sondervermögens in den Kommunen kontinuierlich weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://ea-rlp.de/sondervermoegen-kommunen/">» Projektseite „Sondervermögen für Kommunen“</a></strong><br><a href="https://ea-rlp.de/sondervermoegen-fuer-kommunen-inhaltsverzeichnis/"><strong>» Inhaltsverzeichnis zum Thema</strong></a><br><a href="https://ea-rlp.de/sondervermoegen-fuer-kommunen-videos/"><strong>» Video-Reihe zum Thema</strong></a><br><a href="https://www.vg-annweiler.de/buergerservice/klimaschutz-und-klimaanpassung/kommunale-waermeplanung/" target="_blank" rel="noopener">» Weitere Informationen bei der VG Annweiler am Trifels</a><br><a href="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/20250129-Waermeplan_VG-Annweiler-am-Trifels.pdf" target="_blank" rel="noopener">» Download: Kommunale Wärmeplanung der VG Annweiler am Trifels (PDF, 113 Seiten, 9,5 MB)</a><br></p>
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			</item>
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		<title>Mietenreport 2026: Bezahlbarer Wohnraum wird zunehmend zur sozialen Herausforderung</title>
		<link>https://ea-rlp.de/mietenreport-2026-bezahlbarer-wohnraum-wird-zunehmend-zur-sozialen-herausforderung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Jöckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ea-rlp.de/?p=20836</guid>

					<description><![CDATA[Steigende Wohnkosten, fehlender bezahlbarer Wohnraum und geringe finanzielle Reserven vieler Haushalte: Der neue „Mietenreport 2026“ des Deutschen Mieterbundes zeichnet ein angespanntes Bild des deutschen Mietwohnungsmarktes.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Steigende Wohnkosten, fehlender bezahlbarer Wohnraum und geringe finanzielle Reserven vieler Haushalte: Der neue „Mietenreport 2026“ des Deutschen Mieterbundes zeichnet ein angespanntes Bild des deutschen Mietwohnungsmarktes. Der Bericht verbindet eine repräsentative Befragung von Mieterinnen und Mietern mit amtlichen Statistiken und aktuellen wissenschaftlichen Studien.</p>



<span id="more-20836"></span>



<figure class="wp-block-image size-medium"><a href="https://mieterbund.de/themen-und-positionen/studien/mietenreport-2026-2/" target="_blank" rel=" noopener"><img decoding="async" width="720" height="989" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/mietenreport2026.jpg" alt="Cover: Mietenreport 2026" class="wp-image-20839" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/mietenreport2026.jpg 720w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/10/mietenreport2026-291x400.jpg 291w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px"></a><figcaption class="wp-element-caption">Illustration: Deutscher Mieterbund</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse zeigen, wie stark die Wohnkosten inzwischen in den Alltag vieler Menschen hineinwirken. 58 Prozent der befragten Mieterinnen und Mieter berichten, dass ihre Wohnkosten innerhalb der vergangenen zwölf Monate gestiegen sind. 29 Prozent sorgen sich, ihre Miete künftig nicht mehr bezahlen zu können. Jede zweite befragte Person befürchtet zudem, im Bedarfsfall keine bezahlbare Ersatzwohnung zu finden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hohe Wohnkosten schränken finanziellen Spielraum ein</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Steigende Wohnkosten haben nach den Ergebnissen des Reports Folgen weit über das Wohnen hinaus. Betroffene Haushalte sparen beispielsweise bei Rücklagen und Altersvorsorge, Freizeit, notwendigen Anschaffungen oder Lebensmitteln. Mehr als jede vierte befragte Person könnte bei einem deutlichen Einkommensverlust die eigene Wohnung höchstens noch drei Monate finanzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hoch ist die Belastung bei Menschen mit niedrigen Einkommen. 2025 mussten 11,2 Prozent der Bevölkerung mehr als 40 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für das Wohnen aufbringen. Bei armutsbetroffenen Haushalten lag dieser Anteil bei 35 Prozent. Gleichzeitig reicht die hohe Wohnkostenbelastung nach Einschätzung des Reports zunehmend auch in mittlere Einkommensgruppen hinein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bezahlbares Wohnen als kommunale Aufgabe</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung ist auch für Städte, Gemeinden und Landkreise relevant. Wo bezahlbarer Wohnraum knapp wird, berührt dies nicht nur die Wohnungspolitik, sondern auch Stadt- und Ortsentwicklung, soziale Infrastruktur und die kommunale Daseinsvorsorge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt die Frage, ob vorhandener Wohnraum zu den tatsächlichen Bedarfen passt. Der Report beschreibt beispielsweise einen „Lock-in-Effekt“: Hohe Neuvertragsmieten können dazu führen, dass Familien in eigentlich zu kleinen Wohnungen und ältere Menschen in zu großen Wohnungen verbleiben, weil ein Wohnungswechsel finanziell unattraktiv oder nicht möglich ist. Dadurch sinkt die Mobilität auf dem Wohnungsmarkt zusätzlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel gewinnt diese Frage an Bedeutung. Zwar liegt die Mietquote der über 65-Jährigen unter dem Durchschnitt, ihre absolute Zahl wächst jedoch. Damit steigt laut Report zugleich der Bedarf an bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Kommunen geht es deshalb nicht allein um die Zahl neuer Wohnungen. Ebenso wichtig sind die Verfügbarkeit unterschiedlicher Wohnungsgrößen, bezahlbare Angebote, altersgerechter Wohnraum und Möglichkeiten, den vorhandenen Wohnungsbestand besser an sich verändernde Bedarfe anzupassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wohnungs- und Sozialpolitik hängen eng zusammen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Deutsche Mieterbund stellt den Mietenreport unter die These „Die Wohnungskrise wird zur Sozialstaatskrise“. Wohngeld und Leistungen für Unterkunft und Heizung sichern demnach für Millionen Menschen den Verbleib in ihrer Wohnung. Gleichzeitig verweist der Bericht auf den weiterhin bestehenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum und insbesondere an Sozialwohnungen. Damit liefert der Mietenreport nicht nur eine Bestandsaufnahme der Situation von Mieterinnen und Mietern. Er macht zugleich deutlich, wie eng Fragen des Wohnens inzwischen mit sozialer Sicherung, demografischer Entwicklung sowie Stadt- und Regionalentwicklung verbunden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://mieterbund.de/themen-und-positionen/studien/mietenreport-2026-2/" target="_blank" rel="noopener">Download: Mietenreport 2026 (PDF, 40 Seiten, 8,4 MB)</a></p>
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		<title>Sondervermögen – Video 6: Koblenz setzt auf sichtbare Investitionen in die Stadt</title>
		<link>https://ea-rlp.de/sondervermoegen-video-6-koblenz-setzt-auf-sichtbare-investitionen-in-die-stadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Jöckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2026 03:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sondervermögen für Kommunen]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie kann eine kreisfreie Stadt die zusätzlichen Mittel aus dem Rheinland-Pfalz-Plan nutzen? In der sechsten Folge der EA-Video-Reihe „Sondervermögen für Kommunen“ spricht David Langner, Oberbürgermeister&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wie kann eine kreisfreie Stadt die zusätzlichen Mittel aus dem Rheinland-Pfalz-Plan nutzen? In der sechsten Folge der EA-Video-Reihe „Sondervermögen für Kommunen“ spricht David Langner, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz und stellvertretender Vorsitzender des Städtetags Rheinland-Pfalz, über die Investitionsschwerpunkte der Stadt, die Einbindung des Stadtrats und die Herausforderungen bei der Umsetzung.</p>



<span id="more-20820"></span>



<iframe loading="lazy" width="560" height="315" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/ljY42hdiv54?si=XOxgKrNeB2GXJrWN" consent-required="18044" consent-by="services" consent-id="18045" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/ljY42hdiv54?si=XOxgKrNeB2GXJrWN&amp;autoplay=1"></iframe><br>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 89 Millionen Euro stehen Koblenz aus dem Regionalbudget zur Verfügung. Bei der Auswahl der Projekte sei ihm wichtig gewesen, den Stadtrat eng einzubeziehen, erläutert Langner im Gespräch. Die Verwaltung habe zunächst Vorschläge erarbeitet, die anschließend im Stadtrat diskutiert, verändert und durch eigene Projekte ergänzt wurden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Von Schulen bis zur Innenstadtentwicklung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die zusätzlichen Mittel sollen in Koblenz in ganz unterschiedlichen Bereichen sichtbar werden. Langner nennt unter anderem Investitionen in Schulen und Schulhöfe, Sportstätten, Straßen sowie die Reaktivierung von Immobilien in der Altstadt. Auch in einzelnen Stadtteilen sollen neue Begegnungsmöglichkeiten entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Innenstadtentwicklung und dem Klimaschutz. Im Zusammenhang mit der BUGA 2029 plant die Stadt beispielsweise zusätzliche Bäume und Verschattung sowie eine Wasserspiegelfläche. Fünf Millionen Euro aus dem Regionalbudget seien für entsprechende BUGA-Projekte vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist ja ein Vermögen, was der Bund aufgelegt hat, damit die Menschen merken: Es bewegt sich etwas in diesem Land“, sagt Langner. Deshalb sei es wichtig, Projekte auszuwählen, deren Wirkung für die Bürgerinnen und Bürger direkt wahrnehmbar werde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Besondere Möglichkeiten einer Großstadt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als Oberbürgermeister und stellvertretender Vorsitzender des Städtetags Rheinland-Pfalz richtet Langner den Blick auch auf die Situation der kreisfreien Städte. Anders als Landkreise müssen sie ihr Regionalbudget nicht auf weitere kommunale Ebenen verteilen. Koblenz könne deshalb über das gesamte Budget selbst entscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bündeln sich in einer kreisfreien Stadt zahlreiche Aufgaben – von Schulen über Kultur und Sport bis zur Stadtentwicklung. Das Sondervermögen eröffnet damit Möglichkeiten, auch Vorhaben umzusetzen, für die bislang keine passenden Fördermöglichkeiten bestanden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Langner wünscht sich weniger Bürokratie</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliches Geld allein garantiert allerdings noch keine schnelle Umsetzung. Planung, Genehmigungsverfahren und die Verfügbarkeit von Bauunternehmen bleiben wichtige Faktoren. Langner verbindet mit dem Sondervermögen deshalb auch die Erwartung einer stärkeren Entbürokratisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Interview schildert er dies am Beispiel des Koblenzer Weindorfs. Für dessen Sanierung gebe es bislang Schwierigkeiten bei der Förderfähigkeit, obwohl die denkmalgeschützte Anlage erhalten werden müsse und ein prägender Ort der Stadt sei. Langner plädiert dafür, bei solchen Projekten praktikable Lösungen zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einigen Jahren sollen die Investitionen im Stadtbild deutlich erkennbar sein. Langner hofft insbesondere auf sichtbare Veränderungen in der Innenstadt: „Ich hoffe sehr, dass die Menschen dann begeistert sind und sagen: Da ist das Geld auch gut hingeflossen.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Video-Reihe wird fortgesetzt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den bisherigen Gesprächen bietet die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz unterschiedliche Perspektiven auf die Umsetzung des Rheinland-Pfalz-Plans. In den kommenden Monaten wird die Video-Reihe um weitere Interviews, Praxisbeispiele und Fachgespräche ergänzt und begleitet so die Umsetzung des Sondervermögens in den Kommunen kontinuierlich weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://ea-rlp.de/sondervermoegen-kommunen/">» Projektseite „Sondervermögen für Kommunen“</a></strong><br><a href="https://ea-rlp.de/sondervermoegen-fuer-kommunen-inhaltsverzeichnis/"><strong>» Inhaltsverzeichnis zum Thema</strong></a><br><a href="https://ea-rlp.de/sondervermoegen-fuer-kommunen-videos/"><strong>» Video-Reihe zum Thema</strong></a><br><a href="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/07/20250625-Regionales_Umsetzungskonzept_Koblenz.pdf" target="_blank" rel="noopener">» Download: Regionales Umsetzungskonzept der Stadt Koblenz (PDF, 22 Seiten, 9 MB)</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Bendorf: Kita-Organisation dank Digitalisierung für Verwaltung und Eltern einfacher machen</title>
		<link>https://ea-rlp.de/bendorf-kita-organisation-dank-digitalisierung-fuer-verwaltung-und-eltern-einfacher-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sören Damnitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Landleben digital]]></category>
		<category><![CDATA[Digital-Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbetreuung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ea-rlp.de/?p=20800</guid>

					<description><![CDATA[Bendorf (Kreis Mayen-Koblenz) – Die Stadt Bendorf am Rhein digitalisiert ihre Kita-Landschaft konsequent. Seit 2025 bündelt die Kommune die Anmeldung für Eltern und das interne&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bendorf (Kreis Mayen-Koblenz) – Die Stadt Bendorf am Rhein digitalisiert ihre Kita-Landschaft konsequent. Seit 2025 bündelt die Kommune die Anmeldung für Eltern und das interne Management aller neun Einrichtungen auf einer zentralen Plattform. Das System integriert sowohl kommunale als auch kirchliche Kitas. Die Stadtverwaltung gewinnt valide Planungsdaten, Eltern können von zu Hause aus ihre Kinder anmelden und die Kita-Leitungen benötigen durch automatisierte Abläufe deutlich weniger Zeit für die Verwaltung.</p>



<span id="more-20800"></span>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/09/42-digital-newsletter.png" alt class="wp-image-20801" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/09/42-digital-newsletter.png 600w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/09/42-digital-newsletter-400x267.png 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px"></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Digitale Kita-Anmeldung bereits seit 2022</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bendorfer Stadtgebiet liegen insgesamt neun Kitas. Vier davon sind in kommunaler Trägerschaft, eine wird von der evangelischen Kirche betrieben und vier weitere von der katholischen. Jede davon hat unterschiedliche pädagogische Konzepte und Öffnungszeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Eltern bedeutete diese Vielfalt lange Zeit neben vielen Wahlmöglichkeiten auch einen hohen Rechercheaufwand. Anmeldungen mussten bei jeder Kita einzeln eingereicht werden, was zu massiven Mehrfachanmeldungen und unübersichtlichen Wartelisten führte. Die Stadtverwaltung und die Träger glichen diese Listen regelmäßig händisch ab, um freie Plätze vergeben zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits seit 2022 nutzte die Stadt daher mit „Little Bird“ ein Online-Portal für die Kita-Anmeldung. Eltern konnten sich seitdem über die neun Kitas im Bendorfer Stadtgebiet und ihre unterschiedlichen Konzepte informieren. Eltern konnten sich dann mit einem Formular direkt für mehrere Kitas anmelden. Auf Seiten der Kitas mussten nicht mehr mehrere Anmelde- und Wartelisten parallel gepflegt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig wurde in den kommunalen Kitas für das interne Kita-Management, also z.B. für die Dokumentation und die Lerntagebücher der betreuten Kinder, die digitale Plattform „Kitaplus“ eingeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2025 erfolgte dann der Zusammenschluss beider Systeme: Heute deckt die Plattform den gesamten Prozess zentral ab – von der ersten Online-Anfrage der Eltern über die pädagogische Dokumentation bis hin zur statistischen Auswertung für die Verwaltung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beschreibung des Projektes</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt Bendorf verfolgt das Ziel, Verwaltungsprozesse durch Digitalisierung konsequent effizienter zu gestalten. Bei der Arbeit mit der internen Management-Plattform zeigten sich schnell die Vorteile der Digitalisierung: Das Führen von Lerntagebüchern, die Dokumentation oder auch die Abrechnung konnten schneller und einfacher erledigt werden. Auch die digitale Kita-Anmeldung über „<a href="https://www.little-bird.de/">Littlebird</a>“ stieß bei den Eltern auf positive Resonanz und vereinfachte die Pflege der Anmelde- und Wartelisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher entstand schon früh der Wunsch, beide Systeme zu kombinieren, um Systembrüche zu vermeiden. Das war zunächst nicht möglich: Für das interne Kita-Management wurde bereits „<a href="https://kitaplus.de/">Kitaplus</a>“ verwendet. Die Software bot jedoch noch nicht die nötigen Funktionen für ein umfassendes System zur Darstellung der Kitas sowie zur Anmeldung. „Little Bird“ auf der anderen Seite bot anfangs nicht den nötigen Umfang für die interne Organisation. Gleichzeitig verwendeten die freien Träger andere Managementsysteme als die Kommune.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem der Softwareentwickler von „Kitaplus“ die Plattform um die notwendigen Funktionen für die Eltern-Anmeldung erweitert hatte, starteten die Beteiligten die Umsetzung. In mehreren Abstimmungsrunden klärten die Träger rechtliche und organisatorische Fragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Baustein der Umsetzung war die Qualifizierung des Personals. Die Stadtverwaltung organisierte Schulungen für die Kita-Mitarbeitenden und unterstützte sie dabei, ihre Einrichtungen im neuen Online-Portal ansprechend zu präsentieren. Den komplexesten Teil des Projekts bildete die Datenmigration: Um Fehler bei den bestehenden Warte- und Anmeldelisten auszuschließen, kontrollierten die Verantwortlichen die Datensätze mehrfach und überführten sie teils händisch in das neue System.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Projektsteuerung lag in den Händen eines Tandems aus der Kita-Verantwortlichen und dem Digitalkoordinator der Stadt. Diese Struktur sicherte die Verzahnung von pädagogischer Fachexpertise und IT-technischem Know-how.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert es?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Plattform „<a href="https://bendorf.anmeldeportal.kitaplus.de/">Kitaplus</a>“ fungiert als zentrale digitale Schnittstelle und bündelt alle relevanten Daten für Eltern, pädagogische Fachkräfte und die Stadtverwaltung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eltern finden auf einem öffentlichen Portal Informationen zu allen neun Kitas im Stadtgebiet. Durch eine Filterfunktion können Eltern gezielte Einrichtungen nach Trägerart, dem Alter der betreuten Kinder oder den gewünschten Betreuungszeiten finden. Eine interaktive Karte erleichtert die räumliche Orientierung. Jede Kita präsentiert sich zudem mit einem detaillierten Profil, das Auskunft über das pädagogische Konzept, das Verpflegungsangebot und die verfügbaren Betreuungsmodelle liefert.<br>Für die Anmeldung ihrer Kinder erstellen Eltern zunächst ein Benutzerkonto und können dann ihre Kinder für mehrere Wunschkitas voranmelden. Nachrichten über die Platzvergabe erhalten sie papierlos über das Portal. Der eigentliche Vertragsschluss erfolgt weiterhin persönlich vor Ort in der jeweiligen Einrichtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Fachkräfte in den Kitas bietet die Software umfangreiche Werkzeuge für die tägliche Arbeit: Im pädagogischen Bereich umfasst dies digitale Gruppen- und Lerntagebücher zur Dokumentation der Kindesentwicklung. Im organisatorischen Bereich unterstützt das System bei der Dienst- und Urlaubsplanung sowie bei der automatisierten Abrechnung von Verpflegungspauschalen. Da alle Träger im Stadtgebiet das gleiche System nutzen, erkennt die Software automatisch Mehrfachanmeldungen. Der händische Abgleich von Wartelisten zwischen den verschiedenen Einrichtungen entfällt somit komplett.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadtverwaltung nutzt das Portal schließlich zur strategischen Übersicht und Planung. Über ein Dashboard lassen sich tagesaktuelle Statistiken, Planzahlen und Monatsmeldungen abrufen und so der Bedarf fundiert planen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da das System die externe Anmeldung und die interne Verwaltung in einer Lösung vereint, gehören fehleranfällige Schnittstellen zwischen verschiedenen Programmen der Vergangenheit an.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1015" height="888" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/09/kita-portraet.png" alt class="wp-image-20803" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/09/kita-portraet.png 1015w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/09/kita-portraet-400x350.png 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/09/kita-portraet-768x672.png 768w" sizes="(max-width: 1015px) 100vw, 1015px"></figure>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Jede Kita wird auf dem <a href="https://bendorf.anmeldeportal.kitaplus.de/">Portal</a> mit einem ausführlichen Porträt vorgestellt. So finden interessierte Eltern alle nötigen Infos zu Betreuungsformen, pädagogischem Konzept, Verpflegungsangeboten und noch viel mehr.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was hat sich durch das Projekt geändert?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Eltern haben einen besseren Überblick über die <a href="https://bendorf.anmeldeportal.kitaplus.de/#kita-finden">unterschiedlichen Betreuungsangebote</a> in der Stadt und können ihre Kinder niedrigschwellig bei ihren Wunschkitas anmelden, ganz einfach vom heimischen Computer aus. Nachrichten über die Vergabe von Plätzen erhalten sie direkt über das Portal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Kita-Leitungen fallen durch das digitale Verfahren Stapel von Anmeldebögen, das händische Pflegen von Wartelisten sowie die Kontrolle nach Mehrfachanmeldungen weg. Die Vergabe von Plätzen kann viel schneller erfolgen. Da die Software Mehrfachanmeldungen automatisch erkennt, reduziert sich der Abstimmungsaufwand zwischen den Leitungen der neun Einrichtungen erheblich. Die Platzvergabe erfolgt dadurch effizienter.<br>Gleichzeitig können administrative Arbeiten wie das Führen von Gruppentagebüchern oder die Personalplanung effizienter digital geleistet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadtverwaltung profitiert von einer präzisen Datenbasis und übersichtlichen Statistiken. Schnittstellenprobleme zwischen verschiedenen Software-Lösungen gehören der Vergangenheit an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So wurde es gemacht</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ziel</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt Bendorf suchte eine einheitliche digitale Lösung für alle neun Kindertagesstätten im Stadtgebiet. Ziel war es, Systembrüche zwischen der Online-Anmeldung und der internen Verwaltung zu schließen. Das System sollte die Kitas sowohl attraktiv nach außen darstellen, für Eltern komfortabel und niedrigschwellig nutzbar sein und für die Kita-Mitarbeitenden sowie die Stadtverwaltung die administrative Arbeit möglichst vereinfachen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorgehen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst wurde 2022 aufgrund der Lage auf dem Software-Markt auf zwei unterschiedliche Systeme intern und extern gesetzt: Für die interne Organisation der kommunalen Kitas wurde bereits früh mit „Kitaplus“ gearbeitet. Leider fehlte dieser Software damals die nötige Funktion, um Eltern die digitale Anmeldung zu ermöglichen. Zudem verwendeten die unterschiedlichen Träger unterschiedliche Verwaltungsprogramme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Kita-Anmeldung wurde daher zunächst die Plattform „<a href="https://www.little-bird.de/">Little Bird</a>“ verwendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem der Entwickler von „<a href="https://kitaplus.de/">Kitaplus</a>“ das System um ein Anmelde-Modul erweitert hatte, fiel die Entscheidung für eine einheitliche Gesamtlösung. Ziel war es, Schnittstellenprobleme und den doppelten Pflegeaufwand dauerhaft zu beenden. Die Stadtverwaltung suchte daraufhin den Dialog mit der evangelischen und katholischen Kirche. In gemeinsamen Abstimmungsrunden klärten die Träger rechtliche Fragen sowie die besonderen Anforderungen an den kirchlichen Datenschutz.<br>Durch die positiven Erfahrungen mit der gemeinsamen Lösung zur <a href="https://bendorf.anmeldeportal.kitaplus.de/">Kita-Anmeldung</a> herrschte früh eine generelle Bereitschaft, das Thema gemeinsam anzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Umsetzungsphase organisierte die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleister Schulungen für das Kita-Personal. Die Mitarbeitenden lernten den Umgang mit der neuen Software und erhielten Unterstützung bei der redaktionellen Gestaltung der Profile für das Online-Portal. Den Abschluss bildete die Migration der vorhandenen Daten. Da die Anmelde- und Wartelisten fehlerfrei übernommen werden mussten, kontrollierten die Projektverantwortlichen die Übertragung mehrfach händisch. 2025 erfolgte schließlich die vollständige Umstellung auf das integrierte System.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufwand</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kosten für die Einrichtung des einheitlichen Portals für die neun Kindertagesstätten belaufen sich auf rund 5.000 Euro. Hinzu kommen jährliche Gebühren für das Hosting der Plattform sowie für das Analysemodul zur statistischen Auswertung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den finanziellen Mitteln erforderte das Projekt personelle Kapazitäten in der Stadtverwaltung und in den Einrichtungen. Neben den Abstimmungsgesprächen und Schulungen entfiel der größte zeitliche Aufwand auf die Migration der Bestandsdaten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verantwortliche</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Projektsteuerung waren der Digitalkoordinator sowie die Verantwortliche für die Kitas in der Stadtverwaltung verantwortlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kita-Verantwortliche koordinierte die Kommunikation mit den neun Einrichtungen, überwachte die händische Datenmigration und unterstützte die Kitas bei der inhaltlichen Gestaltung ihrer Online-Profile.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Digitalkoordinator verantwortete die technischen Rahmenbedingungen, den Datenschutz sowie die Kontrolle des IT-Dienstleisters. Er fungierte zudem als zentraler Ansprechpartner für die Datenschutzbeauftragten der kirchlichen Träger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die technische Implementierung des Systems und den laufenden Support übernahm der externe IT-Dienstleister. Die städtische IT-Abteilung begleitete den Prozess und stellt den technischen Zugriff für die Kita-Leitungen sicher.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erfolgsfaktoren</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig war die frühzeitige Einbindung der kirchlichen Träger, um rechtliche und organisatorische Fragen zum Datenschutz vorab zu klären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Förderlich war zudem die hohe digitale Bereitschaft in den Einrichtungen: Da viele Kitas bereits Management-Software nutzten, kam der Impuls für ein einheitliches System direkt aus der Praxis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Faktor war die klare Kommunikationsstruktur. Die Kita-Leitungen erhielten durch gezielte Schulungen die nötige Sicherheit im Umgang mit der neuen Technik. In der Verwaltung hatten sie eine einheitliche Ansprechpartnerin für die inhaltliche Umstellung. Die Fragen der anderen Träger zur Technik und zum Datenschutz wurden vom Digitalkoordinator übernommen, so dass auch hier ein einheitlicher Ansprechpartner vorhanden war.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stolpersteine</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alle Kita-Leitungen waren anfänglich mit dem neuen System einverstanden. Die Stadtverwaltung räumte diese Bedenken durch eine transparente Kommunikation aus, bei welcher der konkrete Nutzen für die tägliche Arbeit im Vordergrund stand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Koordination mit den freien Trägern erwies sich aufgrund unterschiedlicher organisatorischer und datenschutzrechtlicher Anforderungen als komplex. Hier halfen frühzeitige Gespräche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine technische Hürde bildete die Migration der Bestandsdaten aus dem alten System. Da die Warte- und Anmeldelisten fehlerfrei übernommen werden mussten, war eine zeitintensive händische Kontrolle der Datensätze notwendig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ansprechpartner</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sollten Sie Fragen zum Projekt haben, können Sie sich an folgenden Ansprechpartner wenden:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stadtverwaltung Bendorf</strong><br>Digitalkoordination<br>Jörg Peter<br>Tel: 02622 703–113<br>E‑Mail: <a href="mailto:joerg.peter@bendorf.de">joerg.peter@bendorf.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stadtverwaltung Bendorf</strong><br>Kindertagesstätten<br>Michaela Höfer<br>Tel: 02622 703–160<br>E‑Mail: <a href="mailto:michaela.hoefer@bendorf.de">michaela.hoefer@bendorf.de</a></p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für die Redaktion des Digital-Newsletters ist die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. verantwortlich.</strong></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Teile dieses Artikels wurden auf Basis von Änderungsvorschlägen einer KI-Assistentin überarbeitet, um den Text präziser und lesefreundlicher zu gestalten.</p>
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