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	<title>Digital-Newsletter - Entwicklungsagentur</title>
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	<description>Rheinland-Pfalz e. V.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 30 Mar 2026 07:29:12 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Digital-Newsletter - Entwicklungsagentur</title>
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		<title>Wenn das Schaukelpferd hinkt – Wie in Nieder-Olm schon die Kindergartenkinder reparieren lernen</title>
		<link>https://ea-rlp.de/wenn-das-schaukelpferd-hinkt-wie-in-nieder-olm-schon-die-kindergartenkinder-reparieren-lernen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sören Damnitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital-Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Verbandsgemeinde Nieder-Olm (Rheinhessen) – Wie vermittelt man den Spaß am Reparieren? Wie kann man Kindern schon früh nachhaltigen Konsum vermitteln? Wie kann man Fingerfertigkeit und&#8230;]]></description>
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<p>Verbandsgemeinde Nieder-Olm (Rheinhessen) – Wie vermittelt man den Spaß am Reparieren? Wie kann man Kindern schon früh nachhaltigen Konsum vermitteln? Wie kann man Fingerfertigkeit und Selbstwirksamkeit fördern? In der Verbandsgemeinde Nieder-Olm besuchen die Freiwilligen des Repaircafés regelmäßig Kindergärten und reparieren gemeinsam mit den Kindern kaputtes Spielzeug und Alltagsgegenstände. Das Projekt ist so erfolgreich, dass daraus ein Leitfaden zur Nachahmung entstanden ist.</p>



<span id="more-19390"></span>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="400" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/36-digital-newsletter.jpg" alt class="wp-image-19391" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/36-digital-newsletter.jpg 600w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/36-digital-newsletter-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px"></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Repaircafés – Reparieren statt neu kaufen</h3>



<p>Repaircafés oder Reparaturcafés sind ehrenamtliche Initiativen zur Instandsetzung defekter Alltagsgegenstände. Bürgerinnen und Bürger bringen kaputte Geräte, Kleidung oder Spielzeug mit. Fachkundige Freiwillige unterstützen sie bei der Reparatur. Dieses Angebot ist in der Regel kostenlos. Im Mittelpunkt steht der nachhaltige Umgang mit Ressourcen. Reparieren schont die Umwelt und vermeidet Abfall. Gleichzeitig sparen die Teilnehmenden Geld für Neuanschaffungen. Die Initiativen stärken zudem den sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde und über Generationen hinweg.</p>



<p>Die Formate dieser Initiativen variieren stark. Einige bieten feste Sprechstunden in Werkstätten oder „Makerspaces“ an. Andere organisieren „wandernde“ Termine in verschiedenen Ortsteilen. In Rheinland-Pfalz gibt es mittlerweile über 80 dieser Gemeinschaften.</p>



<p>Im Oktober 2025 veröffentlichte die Entwicklungsagentur eine Broschüre über rheinland-pfälzische Makerspace-Initiativen und Repaircafés: <a href="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/10/Makerspaces-und-Repaircafes-in-RLP.pdf">Makerspaces und Repaircafés in Rheinland-Pfalz – Gestalten, Reparieren, Verwirklichen.</a></p>



<p>Seit Herbst 2022 organisiert das Verbraucherschutzministerium gemeinsam mit dem Klimaschutzministerium den „<a href="https://mffki.rlp.de/themen/verbraucherschutz/nachhaltiger-konsum-1/neu/reparatur/runder-tisch-reparatur-rheinland-pfalz">Runden Tisch Reparatur Rheinland-Pfalz</a>“. Dieser hat zum Ziel, das Thema Recht auf Reparatur landesweit zu stärken und Akteure zu vernetzen.</p>



<p>In der Verbandsgemeinde Nieder-Olm in Rheinhessen gibt es mit dem dortigen Repaircafé eine solche Initiative. Und dort werden schon die Jüngsten an das Thema Nachhaltigkeit herangeführt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beschreibung des Projektes</h2>



<p>Das Repaircafé in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm ist ein regionaler Vorreiter. Der dortige Seniorenbeirat rief die Initiative bereits im Jahr 2015 ins Leben. Heute engagieren sich dort rund 30 Freiwillige an wechselnden Orten in der Verbandsgemeinde.</p>



<p>Jeden Monat findet in einer der acht Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde ein Repaircafé statt. Mit Hilfe der Freiwilligen konnten so schon über 4.000 Nähmaschinen, CD-Spieler, Stoffteddys und viele andere Gegenstände repariert werden.</p>



<p>Der dortige Seniorenbeirat gründete die Initiative mit dem Ziel, Müll zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und handwerkliches Wissen zu bewahren. Um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit bereits im frühen Kindesalter zu verankern, suchten die Ehrenamtlichen die Kooperation mit den örtlichen Kindertagesstätten.</p>



<p>Die erste Aktion startete bereits im Oktober 2015 in der Kita „Haus der kleinen Künstler“ in Nieder-Olm. Hier reparierten erfahrene Handwerker gemeinsam mit den Kindern kaputtes Spielzeug wie Autos, Puppen oder kleine CD-Player. Die Erzieherinnen und Erzieher integrierten den Besuch des Reparatur-Teams in den pädagogischen Alltag der Einrichtung. Sie bereiteten die Kinder gezielt auf das Thema vor und reflektierten die Erlebnisse anschließend.</p>



<p>Aufgrund der positiven Resonanz bei Kindern, Eltern und dem pädagogischen Personal entwickelte sich aus dem Pilotversuch die feste Veranstaltungsreihe „Repair Café trifft Kita“. Inzwischen fand das Projekt über 30-mal in der Verbandsgemeinde statt. Die langjährige Erfahrung der Beteiligten mündete schließlich in einem detaillierten Leitfaden. Dieser dient nun als praxisnahe Vorlage, um das Konzept auch in anderen Kommunen und Kindertagesstätten erfolgreich umzusetzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert es?</h3>



<p>Der Erfolg der Aktion beruht auf einer engen Abstimmung zwischen dem Team des Repaircafés und der jeweiligen Kindertagesstätte. Am Anfang steht ein gemeinsames Vorbereitungsgespräch. Eine spezielle Mindmap aus dem Leitfaden dient dabei als Orientierungshilfe. Hier klären die Beteiligten alle organisatorischen Fragen: Vom passenden Termin, den Räumlichkeiten bis zur pädagogischen Einbettung in den Kita-Alltag.</p>



<p>Die Erzieherinnen und Erzieher informieren die Eltern vorab per Elternbrief über die geplante Aktion. Ein zentraler Punkt ist die Vorabfrage zu den defekten Gegenständen: Die Eltern tragen beispielsweise in einer Liste ein, welchen defekten Gegenstand ihr Kind zur Reparatur mitbringt. Diese Information ist für die Ehrenamtlichen entscheidend. So bringen sie bereits am Einsatztag das passende Werkzeug sowie notwendige Kleinteile wie Batterien, Schrauben oder speziellen Klebstoff mit.</p>



<p>Am Aktionstag selbst steht das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund. Das Team besteht meist aus vier bis sechs ehrenamtlichen Reparatur-Experten. Pro Fachkraft nehmen maximal ein bis drei Kinder an der Reparatur teil. Die Kinder sind dabei keine bloßen Zuschauer: Die Kinder diskutieren mögliche Reparaturmaßnahmen mit den ehrenamtlich Aktiven des Repaircafés oder führen einfache Arbeitsschritte selbst durch. Die Kita stellt hierfür die nötige Schutzausrüstung wie Kittel und, falls notwendig, auch Schutzbrillen bereit.</p>



<p>Nach der aktiven Phase folgt die Nachbereitung. Das Kita-Team reflektiert das Erlebte gemeinsam mit den Kindern, zum Beispiel im Morgenkreis. Auch das Reparatur-Team und die Kita-Leitung tauschen sich im Nachgang aus, um zukünftige Termine weiter zu optimieren. Das gesamte Angebot ist für die Kinder und die Kindertagesstätten vollkommen kostenfrei.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="992" height="925" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/repaircafe01.jpg" alt class="wp-image-19392" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/repaircafe01.jpg 992w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/repaircafe01-400x373.jpg 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/repaircafe01-768x716.jpg 768w" sizes="(max-width: 992px) 100vw, 992px"></figure>



<p class="has-small-font-size"><em>Bei „Repair Café trifft Kita“ sind die Kinder nicht nur passive Zuschauer. Sie überlegen zusammen mit den Ehrenamtlichen, wie die defekten Gegenstände repariert werden können. Und helfen anschließend auch bei der Reparatur. So erleben sie Selbstwirksamkeit und üben Geduld, Ausdauer und die Fähigkeit zur Problemlösung.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Was hat sich durch das Projekt geändert?</h3>



<p>Aus einer Pilotaktion ist ein festes Angebot für die gesamte Verbandsgemeinde geworden. In der Verbandsgemeinde fand das Projekt bereits über 30-mal statt. Die Kommune profitiert heute von einem lebendigen Mehrgenerationenprojekt: Senioren geben ihr handwerkliches Wissen direkt an die Jüngsten weiter. Das stärkt den sozialen Zusammenhalt und fördert den Austausch zwischen den Altersgruppen.</p>



<p>Für die pädagogische Arbeit in den Kitas bietet das Projekt neue Impulse. Die Kinder gewinnen wichtige Alltagskompetenzen. Sie lernen den sicheren Umgang mit Werkzeugen und verbessern spielerisch ihre Feinmotorik. Besonders wertvoll ist die Erfahrung der Selbstwirksamkeit: Die Kinder erleben, dass sie Dinge durch eigenes Handeln bewahren können. Das fördert die Geduld, Ausdauer und die Fähigkeit zur Problemlösung.</p>



<p>Auch die ökologische Bilanz ist positiv. Mit einer Erfolgsquote von über 70 Prozent rettet die Initiative hunderte Spielzeuge vor dem Müll. Das spart Ressourcen und vermittelt schon den Kleinsten einen bewussten Umgang mit Konsumgütern.</p>



<p>Das Projekt steigert zudem die Sichtbarkeit des ehrenamtlichen Engagements. Regelmäßige Berichterstattungen in der Lokalpresse sorgen für ein positives Image der beteiligten Kitas und der Gemeinde.</p>



<p>Dank des neu entwickelten Leitfadens ist das Konzept nun eine geprüfte Blaupause. Andere Kommunen können das Modell ohne hohen Planungsaufwand übernehmen und so Nachhaltigkeit direkt in ihre Bildungsarbeit integrieren. Die aktuellste Version des Leitfadens kann auf der <a href="https://mffki.rlp.de/themen/verbraucherschutz/nachhaltiger-konsum-1/neu/reparatur/runder-tisch-reparatur-rheinland-pfalz">Homepage des Ministeriums</a> heruntergeladen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So wurde es gemacht</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ziel</h3>



<p>Das Projekt verfolgt das Ziel, das Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung bereits in der frühen Kindheit fest zu verankern. Kinder sollen spielerisch lernen, dass defekte Gegenstände wertvoll sind und sich eine Reparatur gegenüber dem Neukauf lohnt. Damit wirkt das Vorhaben der modernen Wegwerfmentalität entgegen.</p>



<p>Ein weiteres zentrales Ziel ist die Förderung der kindlichen Selbstwirksamkeit. Durch die aktive Mitarbeit erfahren die Kinder, dass sie Probleme eigenständig lösen können. Dies stärkt ihr Selbstvertrauen, ihre Feinmotorik und ihr technisches Verständnis.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorgehen</h3>



<p>Die Umsetzung beginnt mit einem strukturierten Vorbereitungsgespräch zwischen dem Team des Repaircafés und der Kita-Leitung. Als zentrales Werkzeug dient dabei eine Mindmap, mit der die Beteiligten den organisatorischen Rahmen festlegen. Sie klären die räumlichen Gegebenheiten, den zeitlichen Ablauf und die Zuständigkeiten für die Öffentlichkeitsarbeit.</p>



<p>Ein entscheidender Schritt ist die Information der Eltern durch einen Elternbrief. Um den Materialbedarf zu planen, fragt die Kita hierbei auch ab, welche defekten Gegenstände die Kinder mitbringen werden. So wissen die ehrenamtlichen Experten genau, ob sie speziellen Kleber für Holz, Metall oder Kunststoff sowie Batterien, Ersatzkabel, Nähzeug oder andere spezielle Teile mitbringen müssen. Die Kita sorgt parallel für die pädagogische Vorbereitung. Die Räumlichkeiten werden auch mit entsprechender Schutzausrüstung wie Kittel, Einmalhandschuhe und Schutzbrillen vorbereitet.</p>



<p>Am Aktionstag selbst achten die Verantwortlichen besonders auf den zeitlichen Ablauf. Dabei wird insbesondere auf die Aufmerksamkeitsdauer geachtet. Die ehrenamtlichen Reparateure folgen dabei klaren Verhaltensregeln: Sie erklären ihre Arbeit kindgerecht und „auf Augenhöhe“, setzen aber auch deutliche Grenzen beim Umgang mit gefährlichem Werkzeug. Ein fester Ansprechpartner der Kita bleibt während der gesamten Zeit im Raum, um die Interaktion zwischen den Generationen zu moderieren.</p>



<p>Im Nachgang erfolgt eine Reflexion mit den Kindern und das Feiern der erfolgreichen Reparaturen. Außerdem tauschen sich Reparatur-Team und Kita-Personal aus, um zukünftige Veranstaltungen zu optimieren.</p>



<p>Eine detaillierte Anleitung gibt es im <a href="https://mffki.rlp.de/themen/verbraucherschutz/nachhaltiger-konsum-1/neu/reparatur/runder-tisch-reparatur-rheinland-pfalz">Leitfaden des „Runden Tisches Reparatur“.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufwand</h3>



<p>Das Projekt zeichnet sich durch einen minimalen finanziellen Bedarf aus. Weder für die Kindertagesstätten noch für die Eltern fallen Teilnahmegebühren an. Die ehrenamtlichen Experten bringen ihre eigenen Werkzeuge zu den Terminen mit. Notwendige Kleinteile wie Batterien, Schrauben, Nähzeug oder spezielle Klebstoffe stellt das Repaircafé bereit.</p>



<p>Der zeitliche Aufwand für die pädagogischen Fachkräfte bleibt überschaubar. Er beschränkt sich im Wesentlichen auf das Vorbereitungsgespräch sowie das Versenden der Elternbriefe und das Aushängen der Listen. Am Aktionstag begleiten die Erzieherinnen und Erzieher die Veranstaltung im Rahmen ihrer regulären Arbeitszeit.</p>



<p>Auf Seiten der Ehrenamtlichen engagieren sich pro Termin meist vier bis sechs Personen. Dazu kommen die Vorbereitungsarbeiten.</p>



<p>Die Nutzung des Leitfadens reduziert zudem die Planungszeit für solche Veranstaltungen, da er eine klare Ablaufanleitung und Formulierungshilfen enthält.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verantwortliche</h3>



<p>Das Projekt beruht auf einer engen Zusammenarbeit zwischen dem ehrenamtlichen Repaircafé und dem Team der jeweiligen Kindertagesstätte. Die fachliche Verantwortung liegt beim Repaircafé. Diese Experten bringen ihr handwerkliches Wissen ein und stellen das erforderliche Werkzeug sowie Kleinteile und Materialien zur Verfügung.</p>



<p>Die Leitung der jeweiligen Kita übernimmt die organisatorische Verantwortung vor Ort und legt den zeitlichen Rahmen für die Aktionstage fest. Zu den Aufgaben gehört auch die Kommunikation mit den Eltern.</p>



<p>Das pädagogische Fachpersonal ist für die direkte Betreuung der Kinder verantwortlich und moderiert die Interaktion mit den ehrenamtlichen Handwerkern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erfolgsfaktoren</h3>



<p>Der Erfolg des Projekts beruht maßgeblich auf einer strukturierten Vorbereitung. Die Nutzung einer Mindmap klärt alle organisatorischen Details bereits im Vorfeld. Ein wesentlicher Faktor ist die frühzeitige Abfrage der defekten Gegenstände. So bringen die Experten bereits am Aktionstag die passenden Werkzeuge und Ersatzteile mit.</p>



<p>Ein weiterer entscheidender Punkt ist der Betreuungsschlüssel. Maximal drei Kinder arbeiten pro Fachkraft. Das hält die Situation überschaubar und sicher. Die Kinder sind dabei keine passiven Zuschauer. Sie erleben Selbstwirksamkeit, indem sie bei der Reparatur mitreden und auch selbst tätig werden.</p>



<p>Das Zusammentreffen von erfahrenen Senioren und neugierigen, offenen Kindern schafft eine besondere soziale Dynamik. Die gegenseitige Wertschätzung motiviert die Ehrenamtlichen und begeistert die Kinder gleichermaßen. Die pädagogische Einbettung spielt dabei ebenfalls eine wichtige Rolle.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stolpersteine</h3>



<p>Ein häufiger Stolperstein ist die Unruhe im Raum. Zu viele Kinder gleichzeitig sorgen für einen hohen Lärmpegel und stören die Konzentration aller Beteiligten. Das kann aber durch räumliche Trennung oder zeitliche Planung leicht geregelt werden.</p>



<p>Auch die Sicherheit im Umgang mit Werkzeug erfordert Aufmerksamkeit. Spitze, scharfe Gegenstände oder Klebstoffe bergen Verletzungsgefahren für Kinder. Hier hilft eine konsequente pädagogische Vorbereitung. Die Erzieher weisen die Kinder vorab ein und vermitteln klare Verhaltensregeln.</p>



<p>Ein weiterer Stolperstein ist die mögliche Enttäuschung, wenn sich ein Spielzeug nicht mehr reparieren lässt. Dies fangen die Erzieher und Reparateure durch eine einfühlsame, empathische Begleitung und Erklärungen auf Augenhöhe auf.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ansprechpartner</h3>



<p>Sollten Sie Fragen zum Projekt haben, können Sie sich an folgende Ansprechpartner wenden:</p>



<p><strong>Repaircafé Nieder-Olm</strong><br>Jürgen Klute<br>Tel: 0171–2212218<br>E‑Mail: juergen.klute@t‑online.de<br>Web: <a href="http://www.repaircafe-vg-nieder-olm.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.repaircafe-vg-nieder-olm.de</a></p>



<p><strong>Runder Tisch Reparatur</strong><br>E‑Mail: <a href="mailto:Reparatur@mffki.rlp.de">Reparatur@mffki.rlp.de</a><br>Web: <a href="https://mffki.rlp.de/themen/verbraucherschutz/nachhaltiger-konsum-1/neu/reparatur/runder-tisch-reparatur-rheinland-pfalz">https://mffki.rlp.de/themen/verbraucherschutz/nachhaltiger-konsum‑1/neu/reparatur/runder-tisch-reparatur-rheinland-pfalz</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p><strong>Für die Redaktion des Digital-Newsletters ist die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. verantwortlich.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p>Der „Digital-Newsletter“ wird unterstützt von:</p>



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<p>Teile dieses Artikels wurden auf Basis von Änderungsvorschlägen einer KI-Assistentin überarbeitet, um den Text präziser und lesefreundlicher zu gestalten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kultur-Tickets per Mausklick: Wie Andernach die Verwaltung entlastet</title>
		<link>https://ea-rlp.de/kultur-tickets-per-mausklick-wie-andernach-die-verwaltung-entlastet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sören Damnitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Landleben digital]]></category>
		<category><![CDATA[Digital-Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Landkreis Mayen-Koblenz: Andernach digitalisiert den Ticketverkauf für Kulturveranstaltungen seit über 12 Jahren erfolgreich. Über ein Online-System mit grafischer Sitzplatzwahl buchen Bürgerinnen und Bürger ihre Plätze&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Landkreis Mayen-Koblenz: Andernach digitalisiert den Ticketverkauf für Kulturveranstaltungen seit über 12 Jahren erfolgreich. Über ein Online-System mit grafischer Sitzplatzwahl buchen Bürgerinnen und Bürger ihre Plätze rund um die Uhr direkt am Bildschirm. Dies entlastet die Verwaltung spürbar, da manuelle Aufgaben wie der Druck und Postversand entfallen. Das Projekt zeigt, wie digitale Lösungen den Bürgerservice verbessern und interne Prozesse effizienter gestalten.</p>



<span id="more-19231"></span>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/35-digital-newsletter.jpg" alt class="wp-image-19233" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/35-digital-newsletter.jpg 600w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/35-digital-newsletter-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px"></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>SaaS und White-Label: Moderne Software ohne großen IT-Aufwand</strong></h3>



<p>In vielen Kommunen bedeutet Ticketverkauf noch immer Handarbeit: Papiertickets müssen zu den Vorverkaufsstellen gebracht werden, Tickets können nur zu den Öffnungszeiten gekauft werden und irgendwo muss festgehalten werden, wo wie viele Tickets an welcher Verkaufsstelle verkauft wurden. Die Stadt Andernach hat diesen Prozess bereits vor über 12 Jahren grundlegend digitalisiert. Das Ziel war ein System, das sowohl online als auch am Verkaufsschalter funktioniert, ohne dass Plätze doppelt vergeben werden.</p>



<p>Dafür nutzt die Stadt eine sogenannte „Software as a Service“-Lösung (SaaS). Das bedeutet: Die Software wird nicht auf den städtischen Servern installiert, sondern von einem spezialisierten Dienstleister über das Internet bereitgestellt. Die Stadt spart dadurch hohen Aufwand für die Wartung der IT-Infrastruktur. Für die Bürgerinnen und Bürger bleibt die Technik im Hintergrund unsichtbar. Durch das „White-Label“-Prinzip wird die Darstellung der Veranstaltungen nahtlos in das Design der städtischen Webseite eingebunden. Erst wenn es um die konkrete Buchung geht, wird auf die Webseite des Dienstleisters verlinkt. So ist für die Nutzer klar, dass sie sich im offiziellen Ticketshop der Stadt bewegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beschreibung des Projektes</h2>



<p>Andernach verfolgte ein klares Ziel: Der Kauf einer Eintrittskarte sollte so einfach werden wie der Einkauf in einem Online-Warenhaus. In der Vergangenheit war der Weg zum Ticket oft mühsam. Wer ein Werbeplakat sah, musste für den Kauf das Kulturamt anrufen oder persönlich während der Dienstzeiten erscheinen. Diese Hürden wollte die Stadt abbauen. Sie suchte nach einer Lösung, die modernen Bürgerservice mit effizienter Verwaltungsarbeit verbindet.</p>



<p>Das neue System musste flexibel genug sein, um unterschiedliche Spielstätten wie die Mittelrheinhalle oder den Schlossgarten abzubilden. Zudem galt es, soziale Aspekte wie Ermäßigungen direkt im Buchungsprozess zu berücksichtigen. Anstatt eine eigene Software mit hohem Wartungsaufwand zu entwickeln, entschied sich die Stadt für die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Partner.</p>



<p>Ein entscheidender Schritt war die Integration der Veranstaltungsinfos in die städtische Internetseite per „White-Labeling“. So blieb das gewohnte Online-Erscheinungsbild der Stadt erhalten.</p>



<p>Ein wichtiger Meilenstein war die Neuaufstellung des Vor-Ort-Verkaufs vor rund zwei Jahren. Die Stadt verlagerte den physischen Kartenverkauf in die Tourist-Information der Tochtergesellschaft Andernach.net. Dadurch profitieren die Bürgerinnen und Bürger von deutlich kundenfreundlicheren Öffnungszeiten, auch an Samstagen. Im Hintergrund sorgt die vernetzte Technik dafür, dass alle Verkäufe – egal ob online oder am Tresen – in Echtzeit synchronisiert werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert es?</h3>



<p>Der Ticketkauf in Andernach funktioniert für die Bürgerinnen und Bürger so intuitiv wie bei großen kommerziellen Portalen. Interessierte rufen die städtische Webseite <a href="https://www.andernach-kultur.de/">andernach-kultur.de</a> auf und erhalten einen Überblick über die Veranstaltungen. Per Link kommt man dann direkt zum Ticket-Shop für die jeweilige Veranstaltung beim Dienstleister ticket regional. Oder die Bürgerinnen und Bürger nutzen direkt die Webseite <a href="https://www.ticket-regional.de/">ticket-regional.de</a> und suchen dort nach Veranstaltungen in Andernach. Dort wählen sie die gewünschte Veranstaltung aus und erhalten Zugriff auf den interaktiven Saalplan.</p>



<p>Dieser digitale Plan ist das Herzstück des Systems: Er zeigt die Bestuhlung der jeweiligen Spielstätte grafisch an. Freie Plätze sind farbig markiert, während bereits verkaufte Sitze ausgegraut erscheinen. Bewegt man den Mauszeiger über einen Platz, erscheinen sofort Informationen zum Preis und zu möglichen Sichteinschränkungen. Mit einem Klick landet der Wunschplatz im digitalen Warenkorb.</p>



<p>Die Bezahlung erfolgt sicher über gängige Online-Dienste wie PayPal oder per Kreditkarte. Unmittelbar nach dem Kauf erhalten die Käuferinnen und Käufer ihre Eintrittskarten per E‑Mail als PDF-Dokument oder direkt auf das Smartphone für die digitale Geldbörse (Wallet).</p>



<p>Im Hintergrund arbeitet eine zentrale Datenbank, die alle Verkaufskanäle miteinander vernetzt. Das System synchronisiert die Buchungen in Echtzeit: Sobald ein Ticket online verkauft wird, steht dieser Platz auch am physischen Verkaufsschalter in der Tourist-Information nicht mehr zur Verfügung. Das verhindert Überbuchungen.</p>



<p>Am Tag der Veranstaltung kommt wieder digitale Technik zum Einsatz. Das Personal scannt die QR-Codes auf den digitalen oder ausgedruckten Tickets mit kompakten Handscannern. Das System prüft die Gültigkeit in Sekundenbruchteilen, was Wartezeiten am Eingang minimiert.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1102" height="816" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/saalplan-andernach-2.png" alt class="wp-image-19234" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/saalplan-andernach-2.png 1102w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/saalplan-andernach-2-400x296.png 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/saalplan-andernach-2-1024x758.png 1024w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/03/saalplan-andernach-2-768x569.png 768w" sizes="(max-width: 1102px) 100vw, 1102px"></figure>



<p class="has-small-font-size"><em>Blick in den Saalplan der Mittelrheinhalle auf ticket-regional.de: Gelbe Sitzpläne sind noch verfügbar, graue wurden bereits reserviert. Per Klick kann man Tickets für die Wunschsitzplätze erwerben – komplett digital.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Was hat sich durch das Projekt geändert?</h3>



<p>Die Arbeitsabläufe im Andernacher Kulturamt haben sich durch das digitale System grundlegend gewandelt. Manuelle Tätigkeiten wie das Drucken, Kuvertieren und der zeitaufwendige Postversand von Eintrittskarten gehören der Vergangenheit an. Das entlastet das Personal spürbar von Routineaufgaben und schafft Kapazitäten für die inhaltliche Arbeit. Einlasskontrollen an den Veranstaltungsorten verlaufen durch den Einsatz von Handscannern deutlich schneller und reibungsloser.</p>



<p>Gleichzeitig hat sich die Erreichbarkeit für die Bürgerinnen und Bürger massiv verbessert. Der Ticketkauf ist nun völlig unabhängig von Dienstzeiten rund um die Uhr möglich. Auch der physische Verkauf vor Ort wurde optimiert: Durch die Abwicklung über die Tourist-Information der Tochtergesellschaft Andernach.net sind Karten nun auch nach 16 Uhr und an Samstagen erhältlich. Damit erreicht die Stadt auch Menschen, die ihre Freizeit spontan planen oder keine Online-Zahlungsmittel nutzen.</p>



<p>Zudem bietet das System eine neue Flexibilität: Auch externe Veranstalter können ihre Events über die städtische Plattform vertreiben. Das senkt die Einstiegshürden für lokale Kulturschaffende und fördert die kulturelle Vielfalt im gesamten Stadtgebiet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So wurde es gemacht</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ziel</h3>



<p>Das Projekt verfolgte drei wesentliche Ziele: Erstens sollte der Zugang zu Kulturveranstaltungen für alle Bürgerinnen und Bürger barrierefrei und komfortabel sein. Durch die 24-Stunden-Verfügbarkeit stieg die Servicequalität der Stadt deutlich. Zweitens stand die Effizienz in der Verwaltung im Fokus. Automatisierte Prozesse ersetzten zeitintensive manuelle Aufgaben wie den Druck, das Kuvertieren und den Postversand von Tickets. Drittens sollte ein professioneller digitaler Auftritt das kulturelle Profil der Stadt schärfen und die Attraktivität des Standorts für Einheimische und Gäste erhöhen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorgehen</h3>



<p>Die Umsetzung begann mit einer umfassenden Bestandsaufnahme. Dabei ermittelte die Verwaltung die Anforderungen für die verschiedenen Spielstätten und legte die Bestuhlungspläne sowie Preiskategorien fest. Nach einer Markterkundung entschied sich die Stadt gegen eine Eigenentwicklung und für die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Dienstleister.</p>



<p>Anschließend folgte die technische Einrichtung. Fachleute digitalisierten die analogen Sitzpläne und banden das Buchungssystem in die städtische Internetseite ein. So blieb das gewohnte Design der Stadt erhalten. Vor dem eigentlichen Start prüften die Verantwortlichen alle Funktionen in einer Testphase. Parallel dazu erhielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schulungen im Umgang mit der Software und der Hardware für die Einlasskontrolle.</p>



<p>Den Live-Gang begleitete die Stadt mit gezielter Pressearbeit und Informationen im Amtsblatt. In einem weiteren Schritt wurde zudem der physische Kartenverkauf neu organisiert und in die Räumlichkeiten der Tourist-Information verlagert, um den Bürgerinnen und Bürgern bessere Öffnungszeiten zu bieten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufwand</h3>



<p>Der größte Aufwand fiel zu Beginn des Projektes an. Die Verwaltung musste ausreichend Personalkapazität für die Planung und die Koordination mit dem Dienstleister einplanen. Ein zeitintensiver Arbeitsschritt war das exakte Anlegen der digitalen Saalpläne für die verschiedenen Spielstätten.</p>



<p>Die einmaligen Hardwarekosten waren vergleichsweise gering. Die Stadt benötigte lediglich Ticketdrucker für die Vorverkaufsstellen und Handscanner für die Einlasskontrollen vor Ort. Da es sich um eine externe Software-Lösung (SaaS) handelt, entfielen hohe Investitionen in eine eigene IT-Infrastruktur oder deren Wartung.</p>



<p>Die laufenden Kosten sind für die Kommune gut kalkulierbar. In der Regel fällt eine Systemgebühr pro verkauftem Ticket an. Diese Gebühr wird in der Praxis oft als Komfortzuschlag direkt von den Käuferinnen und Käufern getragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verantwortliche</h3>



<p>Die Gesamtverantwortung für das Projekt lag beim Kulturamt der Stadt Andernach. Kulturamtsleiterin Charlotte Everling koordinierte die inhaltliche Ausgestaltung, wie etwa die Definition von Preiskategorien und Ermäßigungen, sowie die Zusammenarbeit mit den Partnern.</p>



<p>Für die technische Bereitstellung und den Support der Plattform ist der externe Dienstleister Ticket Regional zuständig. Er stellt die Software zur Verfügung und sorgt für den reibungslosen Betrieb der zentralen Datenbank. Den physischen Verkauf vor Ort übernimmt die städtische Tochtergesellschaft Andernach.net GmbH. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Tourist-Information nutzen das System für den Kartenverkauf am Schalter und stehen den Bürgerinnen und Bürgern als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erfolgsfaktoren</h3>



<p>Ein entscheidender Faktor für die hohe Akzeptanz ist die einfache Handhabung. Die grafische Saalplanbuchung ist für die Nutzerinnen und Nutzer selbsterklärend und bietet den gewohnten Komfort moderner Online-Shops.</p>



<p>Wichtig für den Erfolg in der Kommune ist zudem der hybride Ansatz. Da das System den Online-Shop und den Verkauf vor Ort in Echtzeit synchronisiert, wird niemand ausgegrenzt. Wer seine Karten lieber persönlich kauft, kann dies weiterhin tun – durch die Einbindung der Tourist-Information sogar zu deutlich besseren Öffnungszeiten als früher.</p>



<p>Zudem zahlte sich die Entscheidung aus, auf einen etablierten Dienstleister zu setzen. Die Nutzung professioneller Standards verringert das Risiko für technische Fehler und spart der Verwaltung die aufwendige Eigenentwicklung einer Software. Die langjährige Erfahrung von über 12 Jahren zeigt zudem, dass das System stabil läuft und kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst werden kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stolpersteine</h3>



<p>Ein kritisches Thema bei der Einführung sind die Systemgebühren für Online-Tickets. Bürgerinnen und Bürger hinterfragen oft, warum ein digitales Ticket zusätzliche Kosten verursacht. Hier hilft eine transparente Kommunikation: Die Stadt erklärt offen, dass es sich um einen Komfortaufschlag für die 24-Stunden-Verfügbarkeit handelt.</p>



<p>Eine weitere Herausforderung ist die „Stammplatz-Psychologie“. Besonders langjährige Abonnentinnen und Abonnenten fürchten bei der Umstellung auf ein freies Online-System den Verlust ihrer gewohnten Plätze. Andernach löste dies durch die Einräumung von Vorkaufsrechten. So behalten treue Gäste ihre bevorzugten Sitze, während das System gleichzeitig für neue Käufer geöffnet wird. Auf technischer Ebene erfordern kurzfristige Änderungen am Saalplan – etwa durch den Wegfall von Stuhlreihen – mehr Aufwand als bei analogen Listen. Solche Anpassungen müssen im digitalen System exakt eingepflegt werden, um Fehlbuchungen zu vermeiden. Eine sorgfältige Planung im Vorfeld und eine enge Abstimmung mit dem IT-Dienstleister sind hier entscheidend, um flexibel auf Änderungen reagieren zu können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ansprechpartner</h3>



<p>Sollten Sie Fragen zum Projekt haben, können Sie sich an folgende Ansprechpartner wenden:</p>



<p>Kulturamtsleiterin – Partnerstädte, Förderungen &amp; Projekte<br>Charlotte Everling<br>Email: <a href="mailto:charlotte.everling@andernach.de">charlotte.everling@andernach.de</a></p>



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<p><strong>Für die Redaktion des Digital-Newsletters ist die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. verantwortlich.</strong></p>



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<p>Teile dieses Artikels wurden auf Basis von Änderungsvorschlägen einer KI-Assistentin überarbeitet, um den Text präziser und lesefreundlicher zu gestalten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nachbarschaftshilfe im Westerwald: Hilfe finden per Hotline, Online-Karte und App</title>
		<link>https://ea-rlp.de/nachbarschaftshilfe-im-westerwald-hilfe-finden-per-hotline-online-karte-und-app/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sören Damnitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Landleben digital]]></category>
		<category><![CDATA[Digital-Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbarschaftshilfe]]></category>
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					<description><![CDATA[Westerwald – Der Verein Wäller Helfen e.V. bringt Menschen zusammen, die Unterstützung brauchen, und Menschen, die helfen wollen. Dafür nutzt der Verein mehrere Wege: eine&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Westerwald – Der Verein <a href="https://www.waellerhelfen.de/">Wäller Helfen e.V.</a> bringt Menschen zusammen, die Unterstützung brauchen, und Menschen, die helfen wollen. Dafür nutzt der Verein mehrere Wege: eine kostenlose Hotline (0800 923 55 37), eine digitale Hilfskarte auf der Webseite, Facebook-Gruppen und eine App. Entstanden in der Corona-Pandemie, arbeitet der Verein heute als feste Anlaufstelle für Alltagshilfen und weitere soziale Projekte.</p>



<span id="more-18969"></span>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/34-digital-newsletter.jpg" alt class="wp-image-18970" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/34-digital-newsletter.jpg 600w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/34-digital-newsletter-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px"></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Pandemie als Auslöser: Wenn gewohnte Netzwerke wegbrechen</strong></h3>



<p>Der eigentliche Anlass für das Projekt war der Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020. Mit dem ersten Lockdown veränderte sich die Versorgungslage im ländlichen Raum schlagartig. Durch Kontaktbeschränkungen, Quarantäne-Anordnungen und die notwendige Isolation von Risikogruppen brachen die gewohnten Unterstützungsnetzwerke plötzlich weg. Kinder oder Enkel, die oft nicht im selben Ort wohnen, konnten die Versorgung ihrer Angehörigen nicht mehr wie gewohnt sicherstellen. Auch nachbarschaftliche Netzwerke funktionierten nicht mehr ohne weiteres.</p>



<p>Gleichzeitig zeigte sich eine Lücke in der Daseinsvorsorge: Staatliche oder kommunale Stellen konnten die kleinteilige Hilfe im Alltag – wie den Einkauf von Lebensmitteln, den Gang zur Apotheke oder das Ausführen von Haustieren – in dieser Masse und Geschwindigkeit organisatorisch nicht leisten.</p>



<p>Zwar war die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung groß, doch fehlte es an einem sicheren Weg, Helfende und Hilfesuchende zusammenzubringen. Es wurde deutlich, dass eine zentrale, koordinierte Struktur fehlte, die flexibel auf solche Krisen reagieren kann und dabei sowohl digital erreichbar ist als auch jene Menschen nicht vergisst, die isoliert zu Hause sitzen und keinen Zugang zum Internet haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beschreibung des Projektes</h2>



<p>Als Reaktion auf den ersten Lockdown im März 2020 entstand die Idee zu „Wäller Helfen“. Es begann als spontane Initiative, um die Versorgungslücken während der Quarantäne-Maßnahmen und Kontaktbeschränkungen zu schließen. Doch schnell wurde klar: Eine lose Vernetzung reicht bei der hohen Nachfrage und der Größe des Westerwalds nicht aus. Aus der kurzfristigen Krisenintervention wurde daher zügig ein eingetragener Verein mit Sitz in Oberroßbach gegründet, um rechtliche Sicherheit und feste Strukturen zu schaffen.</p>



<p>Die Aufgabe des Vereins wandelte sich mit dem Abklingen der akuten Pandemie-Phasen. Sollte zunächst vor allem die Versorgung von Risikogruppen durch Einkaufshilfen gesichert werden, etablierte sich der Verein bald als generelle Anlaufstelle für die Nöte des Alltags. Heute umfasst das Spektrum weit mehr als reine Nachbarschaftshilfe: Der Verein kümmert sich um Jugend- und Altenhilfe, führt Naturschutzprojekte durch und unterstützt sogar den Katastrophenschutz.</p>



<p>Das Ziel verschob sich damit von der reinen Nothilfe hin zu einer dauerhaften Verbesserung der Lebensbedingungen auf dem Land. Um diese Aufgaben langfristig und nicht nur als „Feuerwehr“ in Krisenzeiten leisten zu können, wurde die Organisation professionalisiert. Der Verein entwickelte Konzepte, um sich über Fundraising und Sponsoring finanziell selbst zu tragen und so eine verlässliche Stütze der regionalen Daseinsvorsorge zu werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert es?</h3>



<p>Das System basiert auf einem hybriden Ansatz, der digitale Technik mit persönlicher Erreichbarkeit verknüpft. Damit wird sichergestellt, dass alle Alters- und Bevölkerungsgruppen Zugang haben.</p>



<p>Für Bürgerinnen und Bürger ohne Internetzugang steht eine kostenfreie Telefonnummer (0800 923 55 37) zur Verfügung. Hier werden Hilfeersuchen persönlich entgegengenommen. Die Mitarbeiter des Vereins fungieren als Schnittstelle und vermitteln die Anfragen manuell an passende Helfer im Netzwerk weiter.</p>



<p>Wer digital vernetzt ist, nutzt die „digitale Hilfskarte“ auf der <a href="https://www.waellerhelfen.de/">Webseite des Vereins</a>. Auf dieser interaktiven Karte können Nutzerinnen und Nutzer georeferenziert sehen, wer in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft Hilfe anbietet oder benötigt. Die Kontaktaufnahme erfolgt dann direkt über die Plattform.</p>



<p>Zusätzlich setzt der Verein auf Schnelligkeit durch mobile Anwendungen. Über die eigene „Wäller Helfen“-App können registrierte Freiwillige per Push-Nachricht auf dem Smartphone alarmiert werden. So erreicht der Verein mit einem Klick hunderte potenzielle Helfer gleichzeitig. Ergänzend werden Facebook-Gruppen genutzt, um beispielsweise Sachspenden unkompliziert zu vermitteln („Zu Verschenken“) oder spezifische Anfragen im Netzwerk zu streuen.</p>



<p>Im Hintergrund ist die Organisation des Vereins ebenfalls digitalisiert. Die Verwaltungsprozesse, wie etwa die Rechnungsstellung bei Sponsoring-Aktionen, laufen weitgehend papierlos ab, um den administrativen Aufwand gering zu halten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1139" height="588" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/waellerhelfen-karte.jpg" alt class="wp-image-18972" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/waellerhelfen-karte.jpg 1139w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/waellerhelfen-karte-400x206.jpg 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/waellerhelfen-karte-1024x529.jpg 1024w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/waellerhelfen-karte-768x396.jpg 768w" sizes="(max-width: 1139px) 100vw, 1139px"></figure>



<p class="has-small-font-size"><em>Auf der Webseite des Vereins „Wäller helfen“ findet man alle Hilfsangebote übersichtlich auf einer Karte. So findet man direkt die richtigen Ansprechpartner in der Nähe. In Schwarz sind dabei Institutionen wie Verbandsgemeinden und Kleiderkammern sowie Gewerbepartner dargestellt. Mit Rot werden einzelne Helfer dargestellt. Und Nachbarschaftshilfen sind grün. Fährt man über eine der Markierungen erhält man weitere Infos wie Kontaktdaten oder Hilfsangebote.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Was hat sich durch das Projekt geändert?</h3>



<p>Die Etablierung des Vereins hat die soziale Infrastruktur im ländlichen Westerwald spürbar gestärkt. Durch die professionelle Organisation und die hohe Anzahl an vernetzten Freiwilligen können nun Aufgaben bewältigt werden, die für einzelne kleine Träger oder die Verwaltung kaum leistbar wären. So war es beispielsweise möglich, die Teilnahme von Sportlern an den Special Olympics logistisch zu unterstützen oder dem Kinderhospizdienst unter die Arme zu greifen. Die Region ist dadurch handlungsfähiger geworden.</p>



<p>Ein wesentlicher Unterschied zu klassischen Initiativen ist die finanzielle Stabilität. Da sich der Verein durch eigene Sponsoring-Kampagnen und Kooperationen mit der lokalen Wirtschaft finanziert, besteht keine alleinige Abhängigkeit von Spenden oder kommunalen Zuschüssen. Dies ermöglicht eine langfristige Planungssicherheit für soziale Angebote.</p>



<p>Zudem ist eine engere Vernetzung zwischen Wirtschaft, Naturschutz und Bevölkerung entstanden. Aktionen wie „Wir forsten auf“ zeigen, wie Fundraising direkt in die Landschaftspflege vor Ort fließen kann. Intern sorgt die konsequente Digitalisierung der Verwaltung – etwa durch papierlose Rechnungen – dafür, dass die Ressourcen effizient in die Hilfeleistung fließen, statt in bürokratischen Abläufen gebunden zu werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So wurde es gemacht</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ziel</h3>



<p>Das primäre Ziel des Projektes war es, die Lebensbedingungen und die Versorgungssicherheit im ländlichen Raum zu verbessern. Es sollte eine zentrale, verlässliche Anlaufstelle für Hilfegesuche aller Art geschaffen werden, um lokale Versorgungslücken zu schließen.</p>



<p>Ein entscheidender Aspekt war dabei die Inklusion: Das Angebot musste so gestaltet sein, dass technisch versierte Bürger ebenso Zugang haben wie Menschen ohne Internetkenntnisse. Niemand sollte aufgrund fehlender digitaler Kompetenz ausgeschlossen werden. Zudem war es das Ziel, eine nachhaltige Struktur aufzubauen, die sich durch eigene Einnahmen finanziell trägt und nicht dauerhaft von externen Zuschüssen abhängig ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorgehen</h3>



<p>Der Start erfolgte aus einer akuten Bedarfslage heraus während der Corona-Pandemie. Um die spontane Hilfsbereitschaft in geordnete Bahnen zu lenken, wurde die Initiative zügig in einen eingetragenen Verein mit fester Satzung überführt. Dies schuf die notwendige rechtliche Sicherheit und Verbindlichkeit.</p>



<p>Bei der technischen Umsetzung entschied man sich bewusst für einen dualen Weg. Einerseits wurde eine digitale Plattform (Hilfskarte und später App) entwickelt, um Technikaffine und junge Menschen schnell zu vernetzen. Andererseits wurde eine kostenlose Telefon-Hotline eingerichtet, um die Barrierefreiheit für ältere Menschen zu gewährleisten.</p>



<p>Parallel zum Aufbau der Hilfsstrukturen wurde ein Finanzierungskonzept entwickelt. Um nicht von Spenden abhängig zu sein, ging der Verein aktiv auf lokale Unternehmen zu. Durch Sponsoring-Partnerschaften wurden eigene Einnahmequellen erschlossen, die den laufenden Betrieb und die sozialen Projekte finanzieren. Zudem wurden Kooperationen mit den umliegenden Verbandsgemeinden geschlossen, um das Angebot in der Fläche bekannt zu machen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufwand</h3>



<p>Der dauerhafte Betrieb des Netzwerkes ist arbeitsintensiv. Zwar muss die Technik für die App und die digitale Hilfskarte regelmäßig gewartet werden, der größte Aufwand liegt jedoch im organisatorischen Bereich. Die Koordination der zahlreichen Helfer sowie die Steuerung der verschiedenen Projekte erfordern viel Zeit durch den Vorstand und die Abteilungsleiter.</p>



<p>Mit wachsender Größe des Vereins zeigte sich, dass die Aufgaben rein ehrenamtlich kaum noch zu bewältigen sind. Mittlerweile ist eine hauptamtliche Vollzeitstelle für die Leitung nötig. Hinzu kommt ein stetiger Aufwand für die Akquise von neuen Ehrenamtlichen, da Fachkräfte und Engagierte im ländlichen Raum aktiv gesucht werden müssen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verantwortliche</h3>



<p>Die Initiative und Gründung gingen von Christian Döring und Björn Flick aus, die den Verein leiten. Sie werden operativ von einem Vorstandsteam unterstützt. Aufgrund des gewachsenen Aufgabenbereichs ist Björn Flick mittlerweile hauptamtlich in Vollzeit für die Koordination des Vereins tätig.</p>



<p>Wichtige Partner bei der Umsetzung sind die lokalen Unternehmen sowie die Verbandsgemeinden in den Landkreisen Westerwald und Neuwied, die als Multiplikatoren und Unterstützer fungieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erfolgsfaktoren</h3>



<p>Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Projekt ist die finanzielle Eigenständigkeit. Da der Verein eigene Sponsoring-Kampagnen entwickelt hat und mit lokalen Unternehmen kooperiert, ist er finanziell stabil und nicht allein auf Spenden oder öffentliche Fördermittel angewiesen. Dies ermöglicht eine verlässliche Planung.</p>



<p>Entscheidend für die Akzeptanz in der Bevölkerung ist zudem die lückenlose Erreichbarkeit. Die Kombination aus modernen digitalen Kanälen und einer klassischen Telefon-Hotline sorgt dafür, dass wirklich jede Altersgruppe Zugang zur Hilfe hat. Niemand wird aufgrund fehlender Technikkompetenz ausgeschlossen.</p>



<p>Wichtig war auch, dass die Hilfe schnell sichtbar wurde. Indem der Verein nicht nur im Kleinen wirkte, sondern auch große, bekannte regionale Projekte unterstützte, konnten die Bürgerinnen und Bürger den direkten Nutzen erkennen. Das stärkte das Vertrauen in die neue Struktur und motivierte weitere Freiwillige zur Teilnahme.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stolpersteine</h3>



<p>Eine zentrale Herausforderung im ländlichen Raum ist die dauerhafte Gewinnung von engagiertem Personal. Es ist oft schwierig, genügend Menschen zu finden, die bereit sind, langfristig Verantwortung im Verein zu übernehmen. Hier zeigte sich, dass reines Ehrenamt bei einem so großen Projekt an seine Grenzen stoßen kann. Der Verein reagierte darauf mit einer Professionalisierung und schuf eine hauptamtliche Stelle, um die Koordination verlässlich zu sichern.</p>



<p>Ein weiteres Hindernis waren die digitalen Hürden in der Bevölkerung. Nicht alle Bürgerinnen und Bürger trauten sich zunächst, Angebote wie die digitale Hilfskarte oder die App zu nutzen. Um diese Skepsis zu überwinden, waren viel Geduld und Aufklärungsarbeit notwendig. Gleichzeitig erwies sich das parallele Angebot der Telefon-Hotline als entscheidender Faktor, um technische Berührungsängste aufzufangen und niemanden auszuschließen, während die digitale Akzeptanz langsam wuchs.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ansprechpartner</h3>



<p>Sollten Sie Fragen zum Projekt haben, können Sie sich an folgende Ansprechpartner wenden:<strong></strong></p>



<p>Wäller Helfen e.V.<br>Björn Flick<br>Tel.: 0800 9235537<br>E‑Mail: info@waellerhelfen.de</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p><strong>Für die Redaktion des Digital-Newsletters ist die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. verantwortlich.</strong></p>



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<p>Teile dieses Artikels wurden auf Basis von Änderungsvorschlägen einer KI-Assistentin überarbeitet, um den Text präziser und lesefreundlicher zu gestalten.</p>
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		<title>Dank Chatbot werden in der Südwestpfalz rund um die Uhr Fragen beantwortet</title>
		<link>https://ea-rlp.de/dank-chatbot-werden-in-der-suedwestpfalz-rund-um-die-uhr-fragen-beantwortet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sören Damnitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital-Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Landleben digital]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Landkreis Südwestpfalz – Wann hat die KFZ-Zulassungsstelle geöffnet und was muss ich zur Autoanmeldung mitbringen? Wo kann ich meinen Elektroschrott entsorgen? Was muss ich als&#8230;]]></description>
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<p>Landkreis Südwestpfalz – Wann hat die KFZ-Zulassungsstelle geöffnet und was muss ich zur Autoanmeldung mitbringen? Wo kann ich meinen Elektroschrott entsorgen? Was muss ich als Gastwirt bezüglich der Hygiene beachten? Die Antworten auf diese und weitere Fragen gibt im Landkreis Südwestpfalz der Chatbot Findus auf der Webseite der Kreisverwaltung: rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.</p>



<span id="more-18983"></span>



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<h3 class="wp-block-heading">Moderne Chatbots: Mehr als nur eine Suchfunktion</h3>



<p>Chatbots gibt es schon länger auf Webseiten. Bis vor wenigen Jahren reagierten sie aber oft nur auf Schlüsselwörter in den Anfragen, wie zum Beispiel „Öffnungszeiten“ oder „Adresse“, und gaben dann eine vorgefertigte Antwort aus. Im Grunde waren sie nur eine interaktive Suchfunktion.</p>



<p>Mit den Durchbrüchen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und dem Aufkommen von großen Sprachmodellen (Large Language Models, LLM) wie ChatGPT änderte sich dies. Chatbots, die mit Millionen von Texten trainiert wurden, können nun deutlich flexibler und zielgerichteter antworten.</p>



<p>Die Herausforderung bei den neuen, „klügeren“ Chatbots ist es, sicherzugehen, dass sie immer korrekte Antworten geben und nicht auf falsche Informationen aus ihren riesigen Trainingsdaten zurückgreifen.</p>



<p>In der Südwestpfalz hat man dafür eine Lösung gefunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beschreibung des Projektes</h2>



<p>In der Verwaltung des <a href="https://www.lksuedwestpfalz.de/">Landkreises Südwestpfalz</a> arbeitet der Chatbot Findus des Unternehmens H24. Der Chatbot nutzt die Technologie von ChatGPT und kann dadurch flexibel und genau antworten. Er wurde aber speziell mit den Daten der Webseite der Kreisverwaltung trainiert. Ihm ist es verboten, für die Beantwortung von Fragen auf sein allgemeines Weltwissen zuzugreifen. So wird sichergestellt, dass er wirklich korrekt antwortet.</p>



<p>Der Chatbot ist flexibel einstellbar. Das zugrunde liegende Sprachmodell kann getauscht werden, falls eine andere Technologie bessere Ergebnisse verspricht. Sein Spezialwissen, also die Trainingsdaten von der Kreisverwaltung, bleiben davon unberührt. </p>



<p>Das Projekt wurde durch den Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) gefördert. Die vorherige Förderrunde hatte der Landkreis Südwestpfalz bereits genutzt, um interne Abläufe zu automatisieren. Für 2024 rückte das Thema Außenkommunikation in den Fokus. Durch einen Chatbot sollen die Menschen im Landkreis einfacher und schneller relevante Daten finden. Gleichzeitig werden die Mitarbeitenden von Routineaufgaben wie Telefonauskünften entlastet. So haben sie mehr Zeit für komplexe Themen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert es?</h3>



<p>Auf der <a href="https://www.lksuedwestpfalz.de/">Webseite</a> des Landkreises begrüßt der Chatbot Findus die Nutzer in Form eines blauen Eichhörnchens. Ein Klick auf das Symbol startet den Chat. Nutzer können dann ihre Anliegen formulieren, Nachfragen stellen oder ihre Anfrage im Gespräch verfeinern. Der Grundsatz lautet: Je genauer die Anfrage, desto besser das Ergebnis.</p>



<p>Für eine möglichst hohe Barrierefreiheit können Nutzer ihre Fragen auch per Mikrofon stellen oder sich die Antworten vorlesen lassen. Der Chatbot kann zudem in Leichter Sprache antworten.</p>



<p>Die Fähigkeit, verschiedene Sprachen zu verstehen, stammt aus dem Training des zugrundeliegenden Sprachmodells. Die Inhalte seiner Antworten schöpft der Chatbot aber ausschließlich aus den Informationen der Kreisverwaltung. Damit ergänzt er das Angebot des Landkreises, der bereits Anträge in verschiedenen Sprachen wie Ukrainisch online zur Verfügung stellt.</p>



<p>Zwei wichtige Einstellungen sichern die Qualität der Antworten: Erstens greift der Chatbot nur auf die freigegebenen Informationen der Kreis-Webseite zu. Zweitens verfügt er nur über ein „Kurzzeitgedächtnis“. Sobald ein Nutzer die Seite verlässt, beginnt ein neuer Chat. Die Informationen aus dem vorherigen Gespräch werden nicht gespeichert. Dies verhindert, dass der Chatbot Informationen „herbeifantasiert“ oder durch lange Dialoge verwirrt wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1056" height="883" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/chatbot-findus.jpg" alt class="wp-image-18986" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/chatbot-findus.jpg 1056w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/chatbot-findus-400x334.jpg 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/chatbot-findus-1024x856.jpg 1024w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/chatbot-findus-768x642.jpg 768w" sizes="(max-width: 1056px) 100vw, 1056px"></figure>



<p class="has-small-font-size"><em>Einblick in einen Chat mit Findus: Hier beantwortet der Chatbot Findus Fragen zum Thema Sperrmüll.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Was hat sich durch das Projekt geändert?</h3>



<p>Der Chatbot wird rege genutzt. Seit seinem Start im August 2025 gingen über 2.000 Chatanfragen ein. Die Themen reichten dabei vom Elterngeld über die Müllentsorgung bis zu Fragen aus dem Bereich Kinder und Jugend.</p>



<p>Die Verwaltung wertet die Anfragen und Antworten im Hintergrund regelmäßig aus. Auf dieser Grundlage verfeinert sie die Trainingsdaten und die Systemanweisungen des Chatbots. Das Ziel ist, die Antworten kontinuierlich zu verbessern und noch präziser zu machen.</p>



<p>Dabei zeigt sich ein wichtiger Nebeneffekt: Die Analyse hilft auch, Fehler auf der Webseite schneller zu entdecken. So fielen bei ersten, internen Tests zum Beispiel veraltete Adressen von Außenstellen auf. Diese konnten dadurch umgehend korrigiert werden.</p>



<p>Die Wissensbasis des Chatbots wird zudem laufend erweitert. Aktuelle Schwerpunkte sind die Bereiche Migration, Integration und Jagdrecht. Zukünftig soll der Chatbot auch Informationen von Service RLP und dem Robert-Koch-Institut einbinden können. Zudem ist geplant, das Design an den Webauftritt des Landkreises anzupassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So wurde es gemacht</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ziel</h3>



<p>Das Projekt verfolgte zwei Hauptziele. Zum einen sollten die Bürgerinnen und Bürger bei einfachen Anfragen schneller eine Antwort erhalten und nicht mehr in Warteschleifen warten müssen. Gleichzeitig sollte verhindert werden, dass sie sich an die falsche Stelle wenden und dadurch Zeit verlieren.</p>



<p>Zum anderen sollten die Mitarbeitenden in der Verwaltung von wiederkehrenden Standardanfragen entlastet werden. Die frei werdenden Ressourcen können so für die Bearbeitung komplexerer Anliegen genutzt werden.</p>



<p>Die Einführung eines Chatbots wurde als passendes Werkzeug für diese Aufgabe identifiziert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorgehen</h3>



<p>Am Anfang stand eine Marktrecherche, um den aktuellen Stand der Technik zu sichten. Anschließend erstellte die Verwaltung eine detaillierte Leistungsbeschreibung für die Ausschreibung. Dabei arbeitete sie auch mit anderen Gesundheitsämtern zusammen, um von deren Erfahrungen zu profitieren.</p>



<p>Wichtige Kriterien für die Auswahl waren der Einsatz eines modernen Sprachmodells (LLM) für verständliche, natürliche Antworten und das Hosting des Systems in Europa, um die Datenschutzvorgaben zu erfüllen. Zudem sollte die Technologie-Plattform offen sein, damit die Verwaltung bei Bedarf auf ein neueres, besseres LLM umsteigen kann.</p>



<p>Den Zuschlag erhielt das Unternehmen H24 mit dem Chatbot Findus. Für die erste Wissensbasis las der Anbieter die Webseite der Kreisverwaltung aus und verwendete die Inhalte als Trainingsdaten. In Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung wurde der Chatbot anschließend in die Systeme der Kreisverwaltung eingebunden.</p>



<p>Vor der Freischaltung lief der Chatbot in einer internen Test-Umgebung. Dabei zeigte sich, dass die Trainingsdaten optimiert werden mussten, da zum Beispiel veraltete Informationen von der Webseite übernommen wurden. Nach der Überarbeitung dieser Punkte startete der Chatbot im August 2024 in einer öffentlichen Beta-Version auf der Webseite des Landkreises.</p>



<p>Auch nach dem Start wird das Projekt kontinuierlich weiterentwickelt. Die Anfragen und Antworten werden laufend ausgewertet, um die Trainingsdaten zu optimieren. Schrittweise werden zudem weitere Themenbereiche hinzugefügt und eine Anbindung an externe Dienste wie Service RLP vorbereitet. Auch eine Anpassung des Designs an den Webauftritt des Kreises ist geplant.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufwand</h3>



<p>Der Personalaufwand für die Einführung war umfassend. Er umfasste die Recherche zu Technik und Zertifikaten, die Erstellung des Leistungsverzeichnisses sowie die Abstimmung mit der IT und den Fachabteilungen. Auch die Erstellung der Beschlussvorlagen für die politischen Gremien gehörte dazu. Insgesamt belief sich der Arbeitsaufwand auf rund 100 Stunden bei den Verantwortlichen.</p>



<p>Der finanzielle Aufwand liegt bei einem mittleren fünfstelligen Betrag, der gefördert wurde. Diese Summe schließt die Dienstleistungen zum Start sowie die Lizenz- und Servicegebühren für 24 Monate ein. Die jährlichen Kosten liegen im niedrigen vierstelligen Bereich.</p>



<p>Zum laufenden Aufwand gehört die regelmäßige Kontrolle des Chatbots. Dabei wird zum einen der Datenschutz sichergestellt, indem geprüft wird, dass der Chatbot keine personenbezogenen Daten verarbeitet. Zum anderen werden die Qualität der Antworten und die Aktualität der Datengrundlage auf der Webseite überwacht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verantwortliche</h3>



<p>Für den technischen Betrieb und die Implementierung des Chatbots ist der Dienstleister H24 verantwortlich. Er arbeitet dabei eng mit der IT-Abteilung der Kreisverwaltung zusammen.</p>



<p>Die Koordination innerhalb der Verwaltung ist aufgeteilt. Da das Projekt aus Mitteln des öffentlichen Gesundheitsdienstes gefördert wurde, war für die Vorarbeiten der Digitalisierungsverantwortliche des Gesundheitsamtes federführend. Der Digitalisierungsbeauftragte des Kreises übernimmt die Abstimmung mit den weiteren Abteilungen der Verwaltung.</p>



<p>Für die sachliche Richtigkeit der Antworten sorgen die jeweiligen Fachabteilungen. Sie kontrollieren die Qualität der Trainingsdaten und stellen so sicher, dass der Chatbot korrekte Informationen liefert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erfolgsfaktoren</h3>



<p>Ein entscheidender Faktor war die breite Beteiligung aller relevanten Akteure. Die Digitalisierungsverantwortlichen, der Datenschutzbeauftragte, die IT-Abteilung und die Öffentlichkeitsarbeit arbeiteten eng zusammen. Durch diese gute Vorbereitung und die Verknüpfung mit bestehenden Digitalisierungsprojekten waren viele Arbeitsschritte bereits bekannt. So ließen sich Aufgaben gut verteilen und schnell erste Erfolge erzielen.</p>



<p>Der wichtigste Faktor für die Qualität des Chatbots ist die Qualität der Daten. Die intensive Testphase vor dem Start war daher entscheidend. Auch die stetige Kontrolle und Überarbeitung der Webseite und damit der Trainingsdaten im laufenden Betrieb sind unerlässlich. Stimmen die Daten, ist ein Chatbot ein Selbstläufer.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stolpersteine</h3>



<p>Die Zusammenarbeit der vielen Akteure war eine Herausforderung. Einige Beteiligte hatten anfangs eine gewisse Scheu, sich auf ein solches KI-Projekt einzulassen. Hier half das bereits weitgehend digitalisierte Gesundheitsamt, das als eine Art interner Leuchtturm fungierte und Bedenken abbauen konnte.</p>



<p>Auch die Sicherstellung der Datenqualität war eine Hürde. Die Testphase war hier entscheidend. In dieser Phase konnten doppelte oder veraltete Daten, wie zum Beispiel bei den Adressen von Außenstellen, frühzeitig gefunden und korrigiert werden. Inzwischen wird der Chatbot sogar intern genutzt, um die Aktualität der Webseite zu kontrollieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ansprechpartner</h3>



<p>Sollten Sie Fragen zum Projekt haben, können Sie sich an folgende Ansprechpartner wenden:</p>



<p>M. Lang<br>Digitalisierungsbeauftragter der Kreisverwaltung Südwestpfalz<br>E‑Mail: <a href="mailto:m.lang@lksuedwestpfalz.de">m.lang@lksuedwestpfalz.de</a></p>



<p>F. Henßler<br>Gesundheitsamt des Landkreises Südwestpfalz<br>E‑Mail: <a href="mailto:f.henssler@lksuedwestpfalz.de">f.henssler@lksuedwestpfalz.de</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p><strong>Für die Redaktion des Digital-Newsletters ist die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. verantwortlich.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p>Der „Digital-Newsletter“ wird unterstützt von:</p>



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<p>Teile dieses Artikels wurden auf Basis von Änderungsvorschlägen einer KI-Assistentin überarbeitet, um den Text präziser und lesefreundlicher zu gestalten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vier Rathäuser, ein Experte: Wie Spezialisierung die Digitalisierung beschleunigt</title>
		<link>https://ea-rlp.de/vier-rathaeuser-ein-experte-wie-spezialisierung-die-digitalisierung-beschleunigt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sören Damnitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jan 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Landleben digital]]></category>
		<category><![CDATA[Digital-Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
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					<description><![CDATA[Zell/Ulmen/Cochem/Kaisersesch (Landkreis Cochem/Zell) – Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und der Fachkräftemangel bringen viele Verwaltungen an ihre Grenzen. Die Verbandsgemeinden Zell, Ulmen, Cochem und Kaisersesch&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Zell/Ulmen/Cochem/Kaisersesch (Landkreis Cochem/Zell) – Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und der Fachkräftemangel bringen viele Verwaltungen an ihre Grenzen. Die Verbandsgemeinden Zell, Ulmen, Cochem und Kaisersesch (IKZ ZUCK) haben einen Ausweg gefunden: Sie teilen sich einen Prozessdesigner. Statt dass jede Verwaltung für sich arbeitet, entwickelt nun ein Spezialist standardisierte Lösungen für alle vier. Das spart Kosten, bündelt Kompetenzen und wurde 2024 mit dem EIFEL Award ausgezeichnet.</p>



<span id="more-18940"></span>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/33-digital-newsletter-2.jpg" alt class="wp-image-18943" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/33-digital-newsletter-2.jpg 600w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2026/01/33-digital-newsletter-2-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px"></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Komplexe Anforderungen treffen auf knappe Stellenpläne</h3>



<p>Die Digitalisierung der Verwaltung wird oft auf die technische Ausstattung reduziert. Doch die eigentliche Herausforderung bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) liegt in den Abläufen. Ein guter Online-Dienst ist mehr als ein PDF-Formular im Internet. Der dahinterliegende Verwaltungsprozess muss neu gedacht, vereinfacht und digital abgebildet werden.</p>



<p>Hier kommen sogenannte Formularmanagementsysteme (FMS) zum Einsatz. Mit dieser Software werden die digitalen Antragsstrecken gebaut, die Bürgerinnen und Bürger später nutzen. Die Bedienung dieser Systeme und das logische Design der Prozesse erfordern jedoch spezielles Fachwissen. Es braucht Experten, die sowohl die rechtlichen Verwaltungsabläufe verstehen als auch die technische „Sprache“ der Software sprechen.</p>



<p>Für kleine und mittlere Kommunen entsteht hier ein Dilemma: Die vorhandenen Sachbearbeiter sind Experten in ihrem Fachrecht, haben aber im Tagesgeschäft keine Zeit, sich tief in das Prozessdesign einzuarbeiten. Gleichzeitig ist die Einstellung eines spezialisierten Prozessdesigners für eine einzelne Verbandsgemeinde oft finanziell nicht darstellbar oder aufgrund des geringen Fallaufkommens nicht ausgelastet. Genau hier setzt die interkommunale Zusammenarbeit an: Sie schafft die kritische Masse, um einen solchen Spezialisten wirtschaftlich sinnvoll zu beschäftigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beschreibung des Projektes</h2>



<p>Der Weg zur gemeinsamen Digitalisierung begann bereits 2016. Die Verbandsgemeinden Zell, Ulmen, Cochem und Kaisersesch suchten den Austausch im Bereich E‑Government. Schnell wurde klar: Allein ist der Berg an Aufgaben kaum zu bewältigen. Deshalb entschieden sich die vier Verwaltungen 2018 für einen pragmatischen Schritt: Sie schufen die Stelle eines gemeinsamen Prozessdesigners.</p>



<p>Die Aufgabe dieser Fachkraft ist klar definiert. Analoge Verwaltungsabläufe werden in digitale Prozesse überführt. Dabei steht die Standardisierung an erster Stelle. Ein Prozess soll nicht viermal unterschiedlich, sondern einmal einheitlich entwickelt werden. So entsteht eine „Blaupause“, die alle Partner nutzen können.</p>



<p>Was als lose Kooperation startete, erhielt im Jahr 2024 einen festen Rahmen. Die Partner unterzeichneten eine sogenannte Zweckvereinbarung für den Bereich „Prozessdesign“. Damit wurde die Zusammenarbeit rechtlich abgesichert und die Finanzierung langfristig geregelt. Organisatorisch wurde eine flexible Lösung gefunden: Der Prozessdesigner ist bei der Verbandsgemeinde Ulmen angestellt, sein Arbeitsplatz befindet sich jedoch zentral in der Verbandsgemeinde Kaisersesch. Von dort aus bedient er alle vier Partner.</p>



<p>Rund 50 Verwaltungsdienstleistungen sollen zentral entwickelt werden. Dazu gehören Klassiker wie die Hundesteuer-Anmeldung, das digitale Fundbüro oder gewerberechtliche Erlaubnisse. Für diesen Ansatz der Ressourcenteilung erhielt der Verbund im November 2024 den EIFEL Award.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert es?</h3>



<p>Das Herzstück der Zusammenarbeit ist das Prinzip der zentralen Spezialisierung. Anstatt dass jede der vier Verbandsgemeinden eigene digitale Lösungen entwickelt, übernimmt dies der gemeinsame Prozessdesigner. Der Ablauf folgt dabei einer klaren Logik: Ein Prozess wird einmal entworfen, einmal programmiert und anschließend von allen vier Verwaltungen genutzt.</p>



<p>Die Arbeit beginnt dabei nicht am Computer, sondern in der Abstimmung. Der Prozessdesigner arbeitet eng mit den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern der jeweiligen Fachbereiche zusammen. Gemeinsam wird geprüft, wie der analoge Arbeitsablauf bisher funktionierte und wie er digital aussehen soll. Oft müssen dabei gewachsene, unterschiedliche Arbeitsweisen der vier Verwaltungen harmonisiert werden. Ziel ist ein einheitlicher Standard-Ablauf.</p>



<p>Ist dieser Standard definiert, setzt der Prozessdesigner ihn technisch um. Da er durch die gemeinsame Finanzierung von anderen Aufgaben freigestellt ist, kann er sich voll auf die Programmierung und das Testen konzentrieren. Das Ergebnis ist eine fertige digitale Anwendung – etwa ein Online-Antrag –, die sofort in allen vier Verbandsgemeinden eingesetzt werden kann. Aus einer Entwicklung entstehen so vier funktionierende Lösungen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was hat sich durch das Projekt geändert?</h3>



<p>Das Projekt hat die Wirtschaftlichkeit der Digitalisierungsvorhaben in den vier Verbandsgemeinden grundlegend verbessert. Durch die Teilung der Personalkosten erhalten die Kommunen Zugriff auf hochspezialisiertes Fachwissen. Für eine einzelne Verwaltung wäre eine solche Expertenstelle oft finanziell kaum darstellbar. Nun können öffentliche Mittel effizienter eingesetzt werden.</p>



<p>Gleichzeitig hat sich die Qualität der digitalen Angebote erhöht. Da der Prozessdesigner nicht durch andere Verwaltungsaufgaben gebunden ist, kann er sich voll auf die Entwicklung nutzerfreundlicher Anwendungen konzentrieren. Die Bürgerinnen und Bürger profitieren von ausgereiften Online-Diensten, die in allen vier Verbandsgemeinden einheitlich funktionieren und rund um die Uhr erreichbar sind.</p>



<p>Der Erfolg des Modells strahlt mittlerweile auch auf andere Bereiche aus. Die etablierte Zusammenarbeit beim Prozessdesign diente als Blaupause für die Gründung einer zentralen Vergabestelle (ZVS-ZUCK). Diese übernimmt nun die rechtssichere Abwicklung von Auftragsvergaben für alle Partner. Das zeigt: Die einmal geschaffenen Strukturen der Kooperation lassen sich erfolgreich auf weitere Verwaltungsaufgaben übertragen. Zudem fördert die enge Abstimmung den Wissensaustausch zwischen den Mitarbeitenden über die Gemeindegrenzen hinweg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So wurde es gemacht</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ziel</h3>



<p>Das Hauptziel war die wirtschaftliche und effiziente Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Die beteiligten Verbandsgemeinden wollten trotz begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen hochwertige digitale Bürgerdienste anbieten. Konkret sollte durch die interkommunale Zusammenarbeit eine spezialisierte Fachstelle für das Prozessdesign finanziert werden. Diese sollte standardisierte digitale Abläufe („Blaupausen“) entwickeln, die von allen Partnern genutzt werden können, um so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Handlungsfähigkeit der Verwaltung zu sichern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorgehen</h3>



<p>Die Umsetzung erfolgte in mehreren Phasen. Den Auftakt bildete ab 2016 ein informeller Austausch über E‑Government-Themen, um gemeinsame Bedarfe zu identifizieren. Daraus entstand 2018 der operative Kern des Projekts: Die vier Verbandsgemeinden schufen die Stelle eines gemeinsamen Prozessdesigners und regelten dessen Finanzierung.</p>



<p>Um die Zusammenarbeit langfristig und rechtssicher zu gestalten, wurde die Kooperation 2024 durch eine Zweckvereinbarung formalisiert. Im praktischen Betrieb folgt das Vorgehen einem festen Muster: Zunächst werden Prozesse priorisiert (z. B. Hundesteuer). Anschließend harmonisiert der Prozessdesigner in Abstimmung mit den Fachabteilungen die Abläufe der vier Verwaltungen. Erst wenn ein einheitlicher Standard definiert ist, erfolgt die technische Programmierung und Einführung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufwand</h3>



<p>Der finanzielle Aufwand besteht primär in den Personalkosten für die hochspezialisierte Fachkraft (Prozessdesigner). Durch die Kostenteilung auf vier Partner bleibt die finanzielle Belastung für die einzelne Kommune jedoch gering.</p>



<p>Der wesentliche organisatorische Aufwand liegt in der Abstimmung. Da vier unabhängige Verwaltungen ihre Arbeitsweisen harmonisieren müssen, entsteht ein Koordinierungsbedarf. Die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter der Fachabteilungen müssen Zeit investieren, um gemeinsam mit dem Prozessdesigner die Abläufe zu analysieren und auf einen einheitlichen Standard zu bringen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verantwortliche</h3>



<p>Träger des Projekts sind die vier Verbandsgemeinden Zell, Ulmen, Cochem und Kaisersesch gemeinsam.</p>



<p>Die organisatorische Umsetzung erfolgt arbeitsteilig: Die Verbandsgemeinde Ulmen fungiert als formaler Arbeitgeber für den Prozessdesigner. Die Verbandsgemeinde Kaisersesch stellt den Dienstsitz und die Büroinfrastruktur zur Verfügung.</p>



<p>Die operative Verantwortung für die Digitalisierung liegt beim Prozessdesigner. Er arbeitet inhaltlich eng mit den Fachabteilungen und Sachbearbeitern aller vier Verwaltungen zusammen, um die fachlichen Anforderungen zu klären.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erfolgsfaktoren</h3>



<p>Ein entscheidender Faktor war der gemeinsame politische Wille. Das über Jahre gewachsene Vertrauen zwischen den vier Bürgermeistern bildete das Fundament für die Zusammenarbeit und die spätere rechtliche Festigung.</p>



<p>Wichtig war zudem die konsequente Spezialisierung der Stelle. Die Fachkraft wird nicht für allgemeine Aufgaben oder IT-Support herangezogen, sondern konzentriert sich ausschließlich auf das Prozessdesign. Nur so können Qualität und Geschwindigkeit gehalten werden.</p>



<p>Auch die Strategie „Standardisierung vor Digitalisierung“ trug maßgeblich zum Erfolg bei. Anstatt zu versuchen, vier unterschiedliche Varianten eines Prozesses digital abzubilden, einigten sich die Partner stets auf eine gemeinsame „Blaupause“. Dies ermöglichte die Skalierung der Lösungen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stolpersteine</h3>



<p>Die größte Herausforderung liegt in den historisch gewachsenen Strukturen. Vier unabhängige Verwaltungen bedeuten oft vier unterschiedliche Wege, einen Vorgang zu bearbeiten. Diese Abläufe zu harmonisieren, ist zeitintensiv und erfordert die Bereitschaft aller Beteiligten, von gewohnten Routinen abzuweichen.</p>



<p>Damit einher geht die Notwendigkeit eines kulturellen Wandels. Standardisierung stößt nicht immer sofort auf Gegenliebe. Es bestand die Gefahr, dass die Vereinheitlichung als Verlust von Eigenständigkeit empfunden wird. Um dem zu begegnen, war es entscheidend, die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter frühzeitig einzubinden. Nur wenn die Standardisierung als Arbeitserleichterung und nicht als Bevormundung verstanden wird, trägt das Team den Weg mit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ansprechpartner</h3>



<p>Sollten Sie Fragen zum Projekt haben, können Sie sich an folgenden Ansprechpartner wenden:</p>



<p>Verbandsgemeinden Zell, Ulmen, Cochem, Kaisersesch (IKZ ZUCK)<br>Mark Klasen (VG Kaisersesch)<br>Tel.: 0 26 53 / 99 96–100<br>E‑Mail: mark.klasen@vg.kaisersesch.de</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p><strong>Für die Redaktion des Digital-Newsletters ist die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. verantwortlich.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p>Der „Digital-Newsletter“ wird unterstützt von:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1280" height="427" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-KA-DD-1280x427.png" alt class="wp-image-14907" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-KA-DD-1280x427.png 1280w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-KA-DD-1024x341.png 1024w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-KA-DD-400x133.png 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-KA-DD-768x256.png 768w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-KA-DD-1536x512.png 1536w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-KA-DD-2048x683.png 2048w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px"></figure>



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<p>Teile dieses Artikels wurden auf Basis von Änderungsvorschlägen einer KI-Assistentin überarbeitet, um den Text präziser und lesefreundlicher zu gestalten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Makerspace Wittlich: Technik und Handwerk für alle Generationen</title>
		<link>https://ea-rlp.de/makerspace-wittlich-technik-und-handwerk-fuer-alle-generationen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sören Damnitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital-Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Landleben digital]]></category>
		<category><![CDATA[Makerspace]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ea-rlp.de/?p=18884</guid>

					<description><![CDATA[Wittlich – Der Makerspace Wittlich ist eine offene Werkstatt im Stadtzentrum. Menschen jeden Alters erhalten hier Zugang zu moderner Technik und Handwerk. Sie können kreativ&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wittlich – Der Makerspace Wittlich ist eine offene Werkstatt im Stadtzentrum. Menschen jeden Alters erhalten hier Zugang zu moderner Technik und Handwerk. Sie können kreativ werden und digitale Fähigkeiten erlernen. Ein breites Bündnis aus städtischen Einrichtungen und Ehrenamtlichen betreibt den Makerspace. Das Projekt fördert die Bildung, stärkt die Gemeinschaft und belebt die Innenstadt.</p>



<span id="more-18884"></span>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/31-digital-newsletter-2.jpg" alt class="wp-image-18897" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/31-digital-newsletter-2.jpg 600w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/31-digital-newsletter-2-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px"></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Makerspaces: Kreative Werkstätten zum Lernen, Tüfteln und Basteln</h3>



<p>Eine Schulklasse lernt gerade den Umgang mit Nähmaschinen. Einige Erwachsene sägen die Einzelteile für eine neue Parkbank zurecht. Der Elektriker im Ruhestand baut zusammen mit der Informatikstudentin Wettersensoren für die Gemeinde zusammen. Diese und ähnliche Szenen kann man in Makerspaces sehen.</p>



<p>Der Begriff „Makerspace“ leitet sich von den englischen Wörtern „Maker“ (Macher) und „Space“ (Raum) ab. Makerspaces sind öffentliche Räume mit Werkzeugen und Geräten, in denen man etwas gemeinsam herstellt, repariert oder erfindet.</p>



<p>Im Oktober 2025 veröffentlichte die Entwicklungsagentur eine Broschüre über rheinland-pfälzische Initiativen und Beispiele für Makerspaces und Repaircafés: <a href="https://ea-rlp.de/ueber-uns/projekte/makerspace/">Makerspaces und Repaircafés in Rheinland-Pfalz – Gestalten, Reparieren, Verwirklichen</a>.</p>



<p>Einer dieser Makerspaces steht in Wittlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beschreibung des Projektes</h2>



<p>Der Makerspace Wittlich ist eine offene Werkstatt, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen einfachen Zugang zu Werkzeugen, Profi-Geräten und moderner Technik wie 3D-Druckern und Plottern bietet. Hier kann man gemeinsam an handwerklichen Projekten arbeiten, den Umgang mit neuen Werkzeugen lernen oder digitale Fähigkeiten einüben.</p>



<p>Lokale Akteure aus den Bereichen außerschulische Bildung, Jugendarbeit und Ehrenamt haben dafür gemeinsam ein leerstehendes Ladenlokal in der Innenstadt umgebaut.</p>



<p>Ein breites Bündnis aus Stadtbibliothek, Haus der Jugend, Kinderschutzbund, Volkshochschule und vielen Ehrenamtlichen betreibt den Makerspace. Seit der Eröffnung im Herbst 2020 dient die 190 Quadratmeter große Fläche als kreativer Lern- und Begegnungsort für alle Generationen. Das Ziel ist es, technisches Wissen praktisch zu vermitteln, den Austausch zwischen den Generationen zu fördern und das gemeinsame Tüfteln und Handwerken zu ermöglichen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert es?</h3>



<p>Interessierte können die Werkstatt während der regelmäßigen Öffnungszeiten ohne Anmeldung nutzen. Kinder und Jugendliche werden durch pädagogisch begleitete Angebote an die Arbeit herangeführt. Erwachsene können eigene Projekte umsetzen oder an speziellen Angeboten teilnehmen.</p>



<p>Der Zugang zu komplexen oder gefährlichen Maschinen wie CNC-Fräse oder Kreissäge ist in der Regel nur geschultem Personal oder Personen mit Sachkundenachweis vorbehalten. Mitarbeitende und Ehrenamtliche pflegen und warten die Geräte. Besucherinnen und Besucher nutzen die Arbeitsmittel im Rahmen betreuter Angebote, unter Anleitung oder nach Einweisung eigenständig.</p>



<p>Zusätzlich gibt es ein Repaircafé, Workshops und Ferienprogramme. Schulen, Kitas und Vereine nutzen den Makerspace für Arbeitsgemeinschaften, Gruppenbesuche und Projekttage. Die Teilnahme ist für Kinder und Jugendliche in der Regel kostenfrei. Erwachsene bringen meist ihr eigenes Material mit. Für einzelne Veranstaltungen wird eine geringe Gebühr erhoben. Das Team aus Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen wartet die Geräte und entwickelt das Angebot stetig weiter.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was hat sich durch das Projekt geändert?</h3>



<p>Der Makerspace ist zu einem beliebten Treffpunkt für alle Generationen in Wittlich geworden. Im Jahr 2024 besuchten mehr als 1.000 Menschen die über 100 Veranstaltungen. Zusätzlich gab es über 100 offene Werkstatttage, an denen Jung und Alt die Geräte und Werkzeuge nutzten.</p>



<p>Schulen, Kitas und Vereine setzen den Makerspace gezielt für praktische Projekte ein. Kinder und Jugendliche erhalten so frühzeitig Zugang zu moderner Technik und sammeln Erfahrungen in Bereichen wie Programmierung oder Handwerk. Für die Berufsorientierung ist der Makerspace ebenfalls eine wichtige Adresse geworden, da Unternehmen dort gezielt Praxistage anbieten.</p>



<p>Das Projekt stärkt die kreativen und technischen Kompetenzen in der Stadt, baut neue Netzwerke auf und fördert die soziale Teilhabe. Der offene und einfache Zugang wird von Nutzern und Kooperationspartnern positiv bewertet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1280" height="853" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/loeten-nah01-1280x853.jpg" alt class="wp-image-18887" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/loeten-nah01-1280x853.jpg 1280w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/loeten-nah01-400x267.jpg 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/loeten-nah01-1024x683.jpg 1024w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/loeten-nah01-768x512.jpg 768w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/loeten-nah01-1536x1024.jpg 1536w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/loeten-nah01-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px"></figure>



<p class="has-small-font-size"><em>Im Makerspace Wittlich finden für Jugendliche und Kinder regelmäßig Kurse zu unterschiedlichen technischen und handwerklichen Fertigkeiten statt. Hier wird zum Beispiel das Löten geübt.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">So wurde es gemacht</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ziel</h3>



<p>Das Projekt sollte ursprünglich vor allem Kindern und Jugendlichen eine einfache Möglichkeit zur Freizeitgestaltung und einen Zugang zu Technik und Handwerk bieten. Die damaligen Angebote der Stadtbücherei konnten die große Nachfrage nicht decken und erreichten zudem nicht alle. Gleichzeitig sollte der Makerspace ein offener Raum für alle Menschen in Wittlich sein, unabhängig von Alter, Herkunft oder Vorwissen.</p>



<p>Im Mittelpunkt stehen die Förderung von Kreativität, praktischen Fähigkeiten und MINT-Kompetenzen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Der Makerspace möchte Neugier und eigenständiges Lernen unterstützen, generationenübergreifenden Austausch ermöglichen und Raum für gemeinsames Ausprobieren und Erfinden bieten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorgehen</h3>



<p>Nach Gesprächen mit Pädagogen und Sozialarbeitern entwickelte eine Arbeitsgruppe die Idee für einen Makerspace. In der Gruppe arbeiteten die Stadtbücherei, die Stadtverwaltung, das Haus der Jugend, die Volkshochschule, der Kinderschutzbund und ehrenamtlich Engagierte zusammen. Sie erstellten ein Konzept für eine offene Werkstatt und setzten es gemeinsam um.</p>



<p>Die Arbeitsgruppe fand ein leerstehendes Ladenlokal in zentraler Lage und stattete es für den neuen Zweck aus. Die Finanzierung sicherten Mittel aus dem Bundesprogramm „Vor Ort für Alle – Soforthilfeprogramm für Bibliotheken im ländlichen Raum“ und aus dem städtischen Haushalt. Technisch erfahrene Mitarbeitende und Ehrenamtliche wählten die Geräte aus.</p>



<p>Der Makerspace ist heute der Stadtbücherei zugeordnet und gilt offiziell als deren Zweigstelle. Die Arbeitsgruppe trifft sich weiterhin regelmäßig. Sie entwickelt die Angebote weiter, klärt organisatorische Fragen und diskutiert die inhaltliche Ausrichtung.</p>



<p>Bereits kurz nach der Eröffnung gab es ein vielfältiges Angebot aus offenen Werkstattzeiten, Kursen und Workshops. Die Verantwortlichen bauten Kooperationen mit lokalen Unternehmen, Schulen und Kitas auf. Diese Kooperationen sorgen für fachliche Angebote und Praxiseinblicke. Das Team passt das Angebot kontinuierlich an den Bedarf der Nutzenden an.</p>



<p>Verschiedene Unternehmen unterstützen den Makerspace zudem mit Sach- oder Geldspenden. Einige Firmen führen mit eigenem Personal selbst Kurse durch, z.B. Löten oder Maschineneinführungen. Diese Angebote für Jugendliche in der Berufsfindungsphase werden sowohl in Kooperation mit Schulen im Makerspace durchgeführt als auch im Rahmen von Ferienprogrammen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufwand</h3>



<p>Dem Makerspace Wittlich wurde ein leerstehendes Ladenlokal von 190 qm Fläche von Seiten eines Sponsors nahezu kostenfrei überlassen. Die anfänglichen Investitionen für Maschinen, Werkzeuge, Computer und Möblierung konnten zum Teil über Fördermittel, insbesondere aus dem Bundesprogramm „Vor Ort für Alle – Soforthilfeprogramm für Bibliotheken im ländlichen Raum“, sowie durch Sachspenden und Mittel der Stadt gedeckt werden.</p>



<p>Der laufende Aufwand umfasst Personal- und Betriebskosten. Dazu gehört eine Stelle mit 30 Wochenstunden für die Betreuung des Makerspaces. Die Stadtbücherei wendet als organisatorische Zentrale mehrere Stunden pro Woche (aufgeteilt auf zwei Personen) für administrative Aufgaben auf. Weitere Kosten entstehen für Wartung, Material, Versicherungen und Energie. Die Mitarbeitenden der Kooperationspartner und viele Ehrenamtliche tragen mit ihren Einsätzen ebenfalls wesentlich zum Betrieb bei.</p>



<p>Technische Neuanschaffungen konnten bisher meist über MINT-Förderprogramme und Sponsorings (mit-)finanziert werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verantwortliche</h3>



<p>Die Organisation liegt bei der Stadtbücherei Wittlich. Daneben existiert eine Arbeitsgruppe aus Stadtbücherei, Stadtverwaltung, dem Haus der Jugend, der Volkshochschule Wittlich sowie dem Kinderschutzbund. Diese bringen ihre jeweiligen Kompetenzen ein und tragen gemeinsam zur Weiterentwicklung des Makerspace bei.</p>



<p>Zwei Personen mit zusammen 30 Wochenstunden übernehmen die Betreuung, besonders während der offenen Werkstattzeiten, mehrerer fester Schul-AGen sowie der Thementreffs. Zusätzlich bieten die Organisationen aus der Arbeitsgruppe eigene feste Termine an. Das Haus der Jugend betreut zum Beispiel freitags eine offene Werkstatt für Kinder und Jugendliche. Der Kinderschutzbund veranstaltet regelmäßig mittwochs eine Kreativwerkstatt für Kinder, beispielsweise zum Thema Nähen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1280" height="903" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/naehkurs-1-1280x903.jpg" alt class="wp-image-18888" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/naehkurs-1-1280x903.jpg 1280w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/naehkurs-1-400x282.jpg 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/naehkurs-1-1024x722.jpg 1024w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/naehkurs-1-768x542.jpg 768w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/naehkurs-1-1536x1084.jpg 1536w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/12/naehkurs-1-2048x1445.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px"></figure>



<p class="has-small-font-size"><em>Mittwochs findet regelmäßig die Kreativwerkstatt im Makerspace Wittlich statt. Dort können Kinder und Jugendliche selbst etwas herstellen, wie zum Beispiel selbstgenähte Turnbeutel.</em></p>



<p>Klare Verantwortlichkeiten sichern den Betrieb. Nur geschulte Mitarbeitende oder Ehrenamtliche dürfen bestimmte „schwerere“ Maschinen wie die CNC-Fräse oder die Kreissäge bedienen. Sie leiten die Nutzer an, beaufsichtigen sie und gewährleisten so die Sicherheit im Betrieb.</p>



<p>Darüber hinaus engagieren sich zahlreiche Ehrenamtliche mit technischem oder pädagogischem Hintergrund. Sie helfen bei Workshops und bei der Wartung der Ausstattung. Die enge Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen und Unternehmen erweitert das Netzwerk und sorgt für ein vielfältiges Kursprogramm.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erfolgsfaktoren</h3>



<p>Die enge Zusammenarbeit der lokalen Partner ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Dazu gehören die Stadtbücherei, die Stadtverwaltung, das Haus der Jugend, die Volkshochschule und der Kinderschutzbund. Auch engagierte Ehrenamtliche sowie Partner aus Wirtschaft und Bildung tragen zum Erfolg bei. Die zentrale Lage in der Innenstadt macht das Angebot zudem leicht erreichbar und sichtbar.</p>



<p>Die Kombination von hauptamtlichen, kommunal finanzierten Strukturen und ehrenamtlichem Engagement sowie der enorme Einsatz aller Beteiligten sorgen für ein vielseitiges und umfangreiches Angebot, das eine breite Zielgruppe anspricht.</p>



<p>Die Einbindung von Schulen, Vereinen und Unternehmen sorgt für eine hohe Auslastung und erlaubt vielfältige Projekte rund um MINT-Themen, Kreativität und Handwerk. Die ständige öffentliche Sichtbarkeit – durch Workshops, Repaircafés und Kooperationen – tragen zusätzlich dazu bei, den Makerspace als festen Bestandteil der Stadtgesellschaft zu etablieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stolpersteine</h3>



<p>Im Betrieb des Makerspace Wittlich zählen insbesondere die dauerhafte Sicherstellung ehrenamtlicher Unterstützung und die Gewinnung von qualifiziertem Personal für die Betreuung der Werkstatt und der Workshops zu den Herausforderungen.</p>



<p>Die laufende Finanzierung des Betriebs, insbesondere des Personals, stellt eine kontinuierliche Aufgabe dar.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ansprechpartner</h3>



<p>Sollten Sie Fragen zum Projekt haben, können Sie sich an folgende Ansprechpartner wenden:</p>



<p>Wilma Görgen, Julian Nikolay, Annette Münzel<br>Makerspace Wittlich / Stadtbücherei<br>Tel: 06571 27036<br>E‑Mail: <a href="mailto:info@makerspace.wittlich.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">info@makerspace.wittlich.de</a><br>Webseite: <a href="http://makerspace.wittlich.de">makerspace.wittlich.de</a></p>



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<p><strong>Für die Redaktion des Digital-Newsletters ist die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. verantwortlich.</strong></p>



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<p>Der „Digital-Newsletter“ wird unterstützt von:</p>



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<p>Teile dieses Artikels wurden auf Basis von Änderungsvorschlägen einer KI-Assistentin überarbeitet, um den Text präziser und lesefreundlicher zu gestalten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>kreuznachgehoert.de: Kommunalpolitik hörbar machen</title>
		<link>https://ea-rlp.de/kreuznachgehoert-de-kommunalpolitik-hoerbar-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sören Damnitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Nov 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Landleben digital]]></category>
		<category><![CDATA[Digital-Newsletter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ea-rlp.de/?p=18752</guid>

					<description><![CDATA[Bad Kreuznach – Mit dem Projekt „kreuznachgehört“ können Bürgerinnen und Bürger in Bad Kreuznach die öffentlichen Sitzungen von Stadtrat und ausgewählten Ausschüssen als Podcast nachhören.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Bad Kreuznach – Mit dem Projekt <a href="http://www.kreuznachgehoert.de/">„kreuznachgehört“</a> können Bürgerinnen und Bürger in Bad Kreuznach die öffentlichen Sitzungen von Stadtrat und ausgewählten Ausschüssen als Podcast nachhören. Das fördert Teilhabe und Transparenz in der Kommunalpolitik. Die Sitzungen werden aufgezeichnet und ggf. geschnitten. Die Aufzeichnungen werden zeitnah veröffentlicht.</p>



<span id="more-18752"></span>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/11/30-digital-newsletter.jpg" alt class="wp-image-18753" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/11/30-digital-newsletter.jpg 600w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/11/30-digital-newsletter-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px"></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Das Webradio hinter „kreuznachgehört“</h3>



<p><a href="http://www.kreuznachgehoert.de/">„kreuznachgehört“</a> ist ein Projekt des ehrenamtlichen Webradios <a href="https://gaessjer.live/home.html">Gässjer FM</a> in Bad Kreuznach. Die beiden Gründer, Yuliyan Ilev und Marc Bremmer, haben Gässjer FM ins Leben gerufen, um kreativen Köpfen aus der Region eine Plattform zu geben. Im Programm stehen Musik von Bands und Künstlern aus Bad Kreuznach und Umgebung sowie Themen rund um Kunst, Kultur, Sprache und das gesellschaftliche Leben vor Ort. Das Ziel von Gässjer FM ist es, die regionale Szene zu stärken, offene Zugänge zu schaffen und der Vielseitigkeit in der Region Raum zu geben – online, unkompliziert und niedrigschwellig.</p>



<p>Den Machern von Gässjer FM ist außerdem wichtig, kommunalpolitische Themen transparent zu machen und für alle verständlich aufzubereiten. Aus diesem Anspruch heraus entstand die Idee, auch die Sitzungen des Stadtrates für Interessierte besser zugänglich zu machen. So wurde der Podcast „kreuznachgehört“ ins Leben gerufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beschreibung des Projektes</h2>



<p><a href="http://www.kreuznachgehoert.de/">„kreuznachgehört“</a> schließt eine Lücke in der politischen Teilhabe. Oft ist es Bürgerinnen und Bürgern aus verschiedenen Gründen nicht möglich, live an den Sitzungen der Kommunalpolitik teilzunehmen. Seit Januar 2020 werden deshalb verschiedene Sitzungen der kommunalpolitischen Gremien in Bad Kreuznach aufgezeichnet und online zugänglich gemacht. Eine Änderung der städtischen Hauptsatzung im Oktober 2019 hat dieses Angebot erst ermöglicht.</p>



<p>Bürgerinnen und Bürger können die Diskussionen und Beschlüsse zeitunabhängig und barrierefrei nachhören – entweder über die Webseite kreuznachgehoert.de oder als Podcast auf verschiedenen Plattformen. So erhalten Interessierte die Möglichkeit, sich direkt und unverfälscht über die Themen und Entscheidungen zu informieren, die ihre Stadt betreffen. Anstatt sich auf Medienberichte oder Protokolle verlassen zu müssen, können die Originaltöne gehört und der demokratische Prozess nachvollzogen werden.</p>



<p>Aufgezeichnet wird der öffentliche Teil der Stadtratssitzungen sowie ausgewählter Ausschüsse wie der Haupt- und Personalausschuss, der Finanzausschuss und der Ausschuss für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr. Die Veröffentlichung erfolgt in der Regel zeitnah nach der Sitzung und bleibt für zwei Monate abrufbar.</p>



<p>Finanziert wird das Projekt durch Spenden sowie eine monatliche Aufwandsentschädigung der Stadt, die den ehrenamtlichen Einsatz anerkennt, aber nicht alle Kosten deckt. So leistet „kreuznachgehört“ einen Beitrag zu mehr Transparenz und politischer Teilhabe in Bad Kreuznach.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert es?</h3>



<p>Die Veröffentlichung einer Sitzung läuft in mehreren Schritten ab. Vor Beginn bereitet das Team von <a href="https://gaessjer.live/home.html">Gässjer FM</a> die Aufnahmegeräte vor und prüft, wer einer Aufzeichnung zugestimmt hat. Die Aufnahmegeräte sind direkt an die bereits vorhandene Mikrofonanlage im Ratssaal angeschlossen.</p>



<p>Während der Sitzung sind die Betreiber anwesend, dokumentieren die Redebeiträge und halten fest, ob die redende Person ihre Einwilligung zur Aufzeichnung gegeben hat. Nach der Sitzung erfolgt der Abbau der Technik.</p>



<p>Im Anschluss wird das gesamte Audiomaterial nachgehört. Redebeiträge ohne Einwilligung werden herausgeschnitten und durch ein Scherengeräusch markiert. Die Aufnahmen werden zudem von Störgeräuschen befreit. Für eine bessere Orientierung werden die einzelnen Tagesordnungspunkte als Kapitel markiert. Die fertige Audiodatei wird dann über die Webseite und verschiedene Podcast-Plattformen sowie Social-Media-Kanäle veröffentlicht.</p>



<p>Somit können Bürgerinnen und Bürger gezielt die für sie relevanten Themen nachhören und nachvollziehen, welche Wortbeiträge tatsächlich enthalten sind. Auf der Webseite ist transparent ersichtlich, welche Redner zugestimmt haben und welche Passagen nicht veröffentlicht werden. Heute gibt es nur noch sehr vereinzelt Ausschuss- oder Ratsmitglieder, die keine Genehmigung erteilt haben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="898" height="719" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2024/11/podcast.jpg" alt class="wp-image-18757" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2024/11/podcast.jpg 898w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2024/11/podcast-400x320.jpg 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2024/11/podcast-768x615.jpg 768w" sizes="(max-width: 898px) 100vw, 898px"></figure>



<p class="has-small-font-size"><em>Auf der Seite des Podcasts findet man die Aufzeichnungen zu den Sitzungen. Die entsprechenden Tagesordnungspunkte sind darin markiert, so dass Interessierte einfach zu den für sie relevanten Themen spulen können.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Was hat sich durch das Projekt geändert?</h3>



<p>„kreuznachgehört“ hat die Zugänglichkeit der Kommunalpolitik in Bad Kreuznach verbessert. Bürgerinnen und Bürger können sich nun zeitunabhängig und direkt über die politischen Prozesse ihrer Stadt informieren, auch wenn sie nicht selbst an den Sitzungen teilnehmen können. Die Möglichkeit, gezielt einzelne Tagesordnungspunkte nachzuhören, erhöht die Nutzerfreundlichkeit und unterstützt eine informierte Meinungsbildung.</p>



<p>Die Aufzeichnungen wurde bereits über 30.000 Mal angehört. Die hohe Zahl der Abrufe zeigt das große Interesse an kommunalpolitischer Transparenz. Durch die neue Form der Teilhabe werden mehr Menschen erreicht, die sich bisher kaum oder gar nicht einbringen konnten. Die Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement spiegelt sich in der Auszeichnung mit dem Landeswettbewerb „Ehrenamt 4.0“ und in der finanziellen Unterstützung durch die Stadt wider.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So wurde es gemacht</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ziel</h3>



<p>Das Projekt „kreuznachgehört“ verfolgt das Ziel, die Kommunalpolitik in Bad Kreuznach transparenter und für alle Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar zu machen. Durch die Veröffentlichung der Originaltonaufnahmen soll es jedem ermöglicht werden, sich direkt, unkompliziert und zeitunabhängig über die Diskussionen und Entscheidungen im Stadtrat und den wichtigen Ausschüssen zu informieren. So wird die politische Teilhabe gestärkt und das Vertrauen in demokratische Prozesse gefördert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorgehen</h3>



<p>Der Startschuss für das Projekt fiel mit dem Wunsch von Gässjer FM, die Sitzungen des Stadtrats und wichtiger Ausschüsse aufzuzeichnen und zu veröffentlichen. Zunächst ließ die Hauptsatzung der Stadt dies jedoch nicht zu. Erst nach einer Änderung der Satzung im Oktober 2019 wurde die Aufzeichnung rechtlich möglich. Nach einer kurzen Testphase begannen Julian Ilev und Mark Bremmer im Januar 2020 mit den regelmäßigen Aufzeichnungen.</p>



<p>Bei jeder Sitzung bereitet das Team das Vorgehen sorgfältig vor, prüft die Tagesordnung und plant die Veröffentlichung. Vor Ort nutzen sie die vorhandene Sprechanlage im Sitzungssaal zur Tonaufnahme und bringen dafür kaum eigene Technik mit. Während der Sitzung notieren sie, wer spricht und ob eine Zustimmung zur Veröffentlichung vorliegt.</p>



<p>Nach der Sitzung erfolgt die eigentliche Nachbearbeitung: An Stellen, an denen Redebeiträge nicht veröffentlicht werden dürfen, schneiden die Betreiber diese Passagen heraus und setzen den charakteristischen „Scherenton“ ein. Abschließend bereiten sie die Audio-Dateien technisch auf, gliedern sie nach Tagesordnungspunkten und stellen sie auf der Plattform kreuznachgehört.de sowie auf Podcast-Plattformen und in sozialen Medien bereit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufwand</h3>



<p>Der laufende Aufwand für das Projekt ist hoch und wird vollständig ehrenamtlich von Julian Ilev und Mark Bremmer getragen. Zu den Aufgaben zählen die Vorbereitung der Aufnahmen, die Begleitung der Sitzungen, das sorgfältige Nachhören und Schneiden des Audiomaterials sowie die Veröffentlichung auf verschiedenen Plattformen. Besonders zeitintensiv ist die Nachbearbeitung: Beiträge ohne Einwilligung müssen herausgeschnitten und mit dem „Scherenton“ gekennzeichnet werden. Zusätzlich fällt Arbeit für die Pflege der Webseite und die Kommunikation über Social Media an.</p>



<p>Die Stadt Bad Kreuznach unterstützt das Projekt mit einer monatlichen Aufwandsentschädigung, die Grundkosten deckt, aber die investierte Zeit und den Gesamtaufwand nicht vollständig abfedert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verantwortliche</h3>



<p>Für das Projekt „kreuznachgehört“ sind Julian Ilev und Mark Bremmer verantwortlich. Beide betreiben das Webradio Gässjer FM und übernehmen sämtliche Aufgaben rund um die Organisation, Technik, Aufnahme, Nachbearbeitung und Veröffentlichung der Sitzungsmitschnitte. Sie kümmern sich außerdem um die Pflege der Plattform, die Öffentlichkeitsarbeit und den Kontakt zu den Ratsmitgliedern sowie zur Stadtverwaltung. Das gesamte Projekt wird von ihnen ehrenamtlich getragen.</p>



<p>Für die technische Umsetzung nutzen sie die vorhandene Sprechanlage im Sitzungssaal und zeichnen die Sitzungen direkt über diese Infrastruktur auf. Hier verantwortlich ist also die Technikabteilung der Stadt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erfolgsfaktoren</h3>



<p>Wesentlich für den Erfolg von „kreuznachgehört“ sind das kontinuierliche ehrenamtliche Engagement der beiden Betreiber. Die Nutzung der vorhandenen Sitzungstechnik sorgt für eine verlässliche Audioqualität und reduziert den technischen Aufwand. Die konsequente Beachtung des Datenschutzes und der Wünsche der Rednerinnen und Redner fördert das Vertrauen aller Beteiligten. Die transparente Aufbereitung der Mitschnitte – mit klarer Kennzeichnung der herausgeschnittenen Stellen und übersichtlicher Kapitelstruktur – macht das Angebot besonders nutzerfreundlich und hat zu einer hohen Akzeptanz in der Bürgerschaft geführt. Auch die Unterstützung durch die Stadt trägt zur langfristigen Sicherung des Projekts bei.</p>



<p>Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor war die Ausdauer und Hartnäckigkeit der Beteiligten, die notwendigen administrativen und rechtlichen Hürden zu überwinden und das Projekt trotz anfänglicher Widerstände zu realisieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stolpersteine</h3>



<p>Zu Beginn stellte die rechtliche Situation das größte Hindernis dar. Die Aufzeichnung und Veröffentlichung der Sitzungen war zunächst durch die Hauptsatzung der Stadt ausgeschlossen, sodass erst eine Satzungsänderung nötig war. Auch heute ist der Aufwand für die Einholung und Dokumentation der Einwilligungen aller Rednerinnen und Redner nicht zu unterschätzen. Der laufende Betrieb hängt stark vom Engagement des kleinen ehrenamtlichen Teams ab und ist weiterhin auf Spenden und die finanzielle Unterstützung der Stadt angewiesen. Zudem bleibt die zeitintensive Nachbearbeitung der Aufnahmen eine permanente Herausforderung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ansprechpartner</h3>



<p>Sollten Sie Fragen zum Projekt haben, können Sie sich an folgende Ansprechpartner wenden:</p>



<p>Gässje FM<br>Julian Ilev und Mark Bremmer<br>E‑Mail: gude@gaessjer.live<br>Webseite: <a href="https://kreuznachgehoert.de/">www.kreuznachgehoert.de</a></p>



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<p>Teile dieses Artikels wurden auf Basis von Änderungsvorschlägen einer KI-Assistentin überarbeitet, um den Text präziser und lesefreundlicher zu gestalten.</p>
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			</item>
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		<title>mitmachen-landkreiskusel.de: Online-Plattform stärkt Beteiligung und Zusammenhalt</title>
		<link>https://ea-rlp.de/mitmachen-landkreiskusel-de-online-plattform-staerkt-beteiligung-und-zusammenhalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sören Damnitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital-Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Landleben digital]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
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					<description><![CDATA[Landkreis Kusel – Im Rahmen des Smart-City-Projekts LAND L(i)EBEN wurde im Juli 2022 die Beteiligungsplattform „MITMACHEN“ gestartet. Sie ermöglicht es allen Bürgerinnen und Bürgern im&#8230;]]></description>
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<p>Landkreis Kusel – Im Rahmen des Smart-City-Projekts LAND L(i)EBEN wurde im Juli 2022 die Beteiligungsplattform „MITMACHEN“ gestartet. Sie ermöglicht es allen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Kusel, sich orts- und zeitunabhängig an der Kreisentwicklung zu beteiligen, mitzudiskutieren, Ideen einzubringen und abzustimmen. Die Plattform ist seither ein fester Bestandteil der Bürgerbeteiligung und fördert die Beteiligungskultur sowie den Zusammenhalt vor Ort.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/29-digital-newsletter-2.jpg" alt class="wp-image-18583" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/29-digital-newsletter-2.jpg 600w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/29-digital-newsletter-2-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px"></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Initiative LAND L(i)EBEN und Open-Source-Plattform CONSUL als Basis</h3>



<p>Die Inititative <a href="https://www.land-lieben.de/">„LAND L(i)EBEN – digital.gemeinsam.vorOrt“</a> des Landkreises Kusel wird seit 2021 im Rahmen des Förderprogramm <a href="https://www.smart-city-dialog.de/">„Smart Cities“</a> des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit der KfW gefördert. Ziel des Förderprogramms ist es, Kommunen bei der Digitalisierung und der Entwicklung nachhaltiger, bürgernaher Lösungen zu unterstützen.</p>



<p>Die Etablierung einer “E‑Partizipationsplattform” war bereits im Bewerbungsprozess bei Smart Cities von Bedeutung und als eine von vielen Projektideen beschrieben worden. Die Wahl fiel dabei auf CONSUL.</p>



<p>CONSUL ist eine offene und kostenfrei nutzbare Software, die speziell für digitale Bürgerbeteiligung entwickelt wurde. Die Plattform wird weltweit von Städten, Landkreisen und Gemeinden eingesetzt, um Beteiligungsprozesse einfach, transparent und datenschutzkonform umzusetzen. CONSUL ermöglicht es, unterschiedliche Formate der Bürgerbeteiligung digital abzubilden – von der Ideensammlung über Diskussionsforen bis zu Online-Abstimmungen und Konsultationen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beschreibung des Projektes</h2>



<p>Im ersten Quartal 2022 schrieb der Landkreis Kusel die technische Umsetzung und das Hosting der Beteiligungsplattform öffentlich aus. Nach Abschluss des Vergabeverfahrens wurde die Plattform von der Agentur „demokratie.today“ auf Basis der Open-Source-Software CONSUL eingerichtet. Bereits im Juli 2022 konnte die so entstandene Plattform <a href="https://mitmachen-landkreiskusel.de/">„MITMACHEN“ </a>mit dem ersten Pilotprojekt online gehen.</p>



<p>Zum Auftakt wurde ein externes Beteiligungsprojekt, die Bürgerbeteiligung zum „Haus am Ohmbachsee“, auf die Plattform eingebracht, parallel lief die analoge Beteiligung.</p>



<p>Im Februar 2023 folgte das erste eigene Beteiligungsprojekt der Initiative LAND L(i)EBEN: Unter dem Motto „Deine Stimme für LAND L(i)EBEN“ wurden mehr als 100 Ideen von Bürgerinnen und Bürgern gesammelt. Die Ideen konnten in die Bereiche Mobilität, Tourismus, Teilhabe, Nahversorgung und Wirtschaft eingeordnet werden. Daraus entstand die umfassende Strategie für den Landkreis Kusel. Auch dieser Prozess wurde parallel mit Bürgerworkshops begleitet.</p>



<p>Inzwischen werden auf „MITMACHEN“ fortlaufend verschiedene Beteiligungsprojekte aus dem Landkreis veröffentlicht. Die Themenvielfalt reicht von der Standortabstimmung für Bewegungsparcours bis hin zu Umfragen im Themenfeld Abfallwirtschaft. Die Plattform macht es möglich, orts- und zeitunabhängig Ideen und Meinungen einzubringen, abzustimmen und Vorschläge zu kommentieren. Ziel ist es, die Beteiligung so einfach und barrierearm wie möglich zu gestalten, um möglichst viele Menschen im Landkreis zu erreichen und so die Kreisentwicklung gemeinsam voranzubringen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert es?</h3>



<p>Die Beteiligungsplattform „MITMACHEN“ ist unter <a href="https://mitmachen-landkreiskusel.de/">mitmachen-landkreiskusel.de</a> erreichbar und kann von allen Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises genutzt werden. Eine Registrierung ist einfach und schnell möglich. Die Plattform basiert auf der Open-Source-Software CONSUL und bietet verschiedene Möglichkeiten, Projekte darzustellen und sich zu beteiligen. Nach dem Einloggen können Nutzerinnen und Nutzer eigene Ideen vorschlagen, Projekte kommentieren, an Diskussionen teilnehmen oder bei Abstimmungen mitmachen. Für jedes Beteiligungsprojekt gibt es eine eigene Seite mit einer kurzen Beschreibung, Hintergrundinformationen und der Möglichkeit, Beiträge oder Kommentare zu verfassen. </p>



<p>Ein Schwerpunkt von „MITMACHEN“ ist auch die Beteiligung junger Menschen. Im Vorfeld der Europawahl 2024 und des erstmals gesenkten Wahlalters auf 16 Jahre wurde eine eigene Jugendbeteiligung gestartet. Junge Bürgerinnen und Bürger konnten sich online einbringen, ihre Meinungen zum Thema Europa äußern.</p>



<p>Ein besonderer Aspekt der Plattform ist ein geschlossener Bereich für Mitarbeitende der Kreisverwaltung. Hier können interne Projekte vorgestellt und diskutiert werden. Auch Beschäftigte der Verwaltung können so aktiv an Veränderungsprozessen innerhalb des Landkreises mitwirken und ihre Perspektiven einbringen.</p>



<p>Alle bisherigen Beiträge, Ergebnisse und Meilensteine sind offen einsehbar. So bleibt der Beteiligungsprozess für alle transparent. Die Plattform wird kontinuierlich weiterentwickelt, damit die Nutzung einfach und möglichst barrierearm bleibt. Sie ergänzt die analogen Angebote und eröffnet allen Einwohnerinnen und Einwohnern neue Möglichkeiten, sich aktiv in die Kreisentwicklung einzubringen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="965" height="812" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/beispiel-umfragen-1.jpg" alt class="wp-image-18584" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/beispiel-umfragen-1.jpg 965w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/beispiel-umfragen-1-400x337.jpg 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/beispiel-umfragen-1-768x646.jpg 768w" sizes="(max-width: 965px) 100vw, 965px"></figure>



<p class="has-small-font-size"><em>Auf der Beteiligungsplattform findet man eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Bürgerbeteiligungen und Umfragen. In diesem Jahr wurden zum Beispiel in vielen Ortschaften sogenannte „Zukunfts-Checks Dorf“ durchgeführt.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Was hat sich durch das Projekt geändert?</h3>



<p>Das digitale Angebot trägt zur Beteiligungskultur im Landkreis teil und hat sich als wesentlicher Bestandteil etabliert. Die formelle Informationskultur der Verwaltung wird nun durch digitale und analoge Prozesse ergänzt. MITMACHEN ist Unterstützung und ein neuer Aufbruch für die Bürgerbeteiligung im Landkreis Kusel. Die zuständigen Mitarbeitenden in der Verwaltung bestätigen, dass sich Bürgerbeteiligung online und analog lohnt, da die Beiträge konstruktiv und zielführend sind. Sie schafft Zusammenhalt und verbessert die Diskussionskultur im Landkreis. Verwaltung und Bürger rücken näher zusammen.</p>



<p>Ein aktuelles Beispiel für diese erfolgreiche Entwicklung ist das Projekt „Zukunfts-Check Dorf“. Hier können Einwohnerinnen und Einwohner ihre eigene Gemeinde aktiv mitgestalten, indem sie Stärken und Schwächen erfassen und eigene Vorschläge zur Weiterentwicklung machen – sowohl digital über die Plattform als auch in analogen Workshops. So werden gezielt Bevölkerungsgruppen erreicht, die bislang nur schwer für Beteiligungsprozesse gewonnen werden konnten, etwa Alleinerziehende, Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Jugendliche. Gleichzeitig werden weniger digital affine Menschen durch sogenannte Digitallotsen beim Einstieg in die digitale Beteiligungswelt unterstützt.</p>



<p>Ein weiteres Projekt des Landkreises wird die Ideenschmiede für Bürger*innen sein. Ein Konzept ist in Erstellung und Planung. Die Ideenschmiede folgt einem bürgerschaftsgetragenen Ansatz: Bürgerinnen und Bürger haben projektunabhängig die Möglichkeit, ihre Ideen und Impulse für die Entwicklung des Landkreises einzubringen. Erreichen diese Vorschläge ein bestimmtes Quorum, werden sie weiterverfolgt und in konkrete Maßnahmen überführt und umgesetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So wurde es gemacht</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ziel</h3>



<p>Das Projekt hatte zum Ziel, eine digitale Beteiligungsplattform zu etablieren, die allen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Kusel eine flexible, zeit- und ortsunabhängige Möglichkeit zur Mitwirkung an der Kreisentwicklung bietet. Die Plattform soll die demokratische Teilhabe stärken, die Einbindung möglichst vieler Bevölkerungsgruppen erleichtern und als Ergänzung zu analogen Beteiligungsformaten dienen. Damit will der Landkreis die Entwicklung bürgernaher Lösungen fördern und den Zusammenhalt sowie die Diskussionskultur nachhaltig verbessern.</p>



<p>Seit 2023, mit dem Beginn der Umsetzungsphase „LAND L(i)EBEN – digital.gemeinsam.vorOrt“, verschob sich der Fokus auf die Diskussion, Weiterentwicklung und schrittweise Realisierung der gesammelten Ideen. Gleichzeitig wird die Plattform genutzt, um auch externe Projekte, die eine aktive Bürgerbeteiligung erfordern, abzubilden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorgehen</h3>



<p>Im ersten Quartal 2022 wurde die technische Umsetzung und das Hosting der Plattform öffentlich ausgeschrieben. Nach Abschluss des Vergabeverfahrens übernahm die Agentur „demokratie.today“ die Einrichtung der Plattform auf Basis der Open-Source-Software CONSUL. Bereits im Juli 2022 ging „MITMACHEN“ mit dem ersten Pilotprojekt, der Beteiligung zum „Haus am Ohmbachsee“, online. Parallel dazu lief eine analoge Bürgerbeteiligung, um möglichst viele Menschen zum Mitmachen zu motivieren.</p>



<p>Mit dem Beteiligungsprojekt „Deine Stimme für LAND L(i)EBEN“ im Februar 2023 richtete sich das Angebot gezielt an eine breite Bevölkerung. Dabei konnten mehr als 100 Ideen für die Kreisentwicklung gesammelt werden – sowohl online als auch in ergänzenden Bürgerworkshops. Auch bei späteren Beteiligungsaktionen, wie der Abstimmung zu den DigiFit-Parcours, wurde die Plattform genutzt, sodass insgesamt unterschiedliche Themen und Zielgruppen erreicht wurden.</p>



<p>Ein besonderes Augenmerk lag auf der Einbindung von Jugendlichen, die durch eigene Beteiligungsprojekte – zum Beispiel vor der Europawahl 2024 – gezielt angesprochen wurden. Zudem wurde für die Mitarbeitenden in der Verwaltung ein geschlossener Bereich auf der Plattform eingerichtet, um interne Themen zu diskutieren und Veränderungen mitzugestalten.</p>



<p>So entstand nach und nach ein vielfältiges Angebot, das verschiedene Gruppen im Landkreis anspricht und die digitale Beteiligung stärkt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="960" height="677" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/ergebnisse-muell.png" alt class="wp-image-18580" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/ergebnisse-muell.png 960w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/ergebnisse-muell-400x282.png 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/ergebnisse-muell-768x542.png 768w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px"></figure>



<p class="has-small-font-size"><em>Abgeschlossene Bürgerbeteiligungen bleiben bei MITMACHEN gespeichert. So kann man auch im Nachgang nachvollziehen, wie abgestimmt wurde und wie viele Leute sich beteiligt haben. Hier sieht man zum Beispiel eine der Fragen zur Bürgerbeteiligung „Abfallentsorgung im Landkreis Kusel“, die im Januar 2025 beendet wurde.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufwand</h3>



<p>Die Kosten für die Einrichtung der Beteiligungsplattform „MITMACHEN“ beliefen sich im Wesentlichen auf die einmalige technische Umsetzung und das Hosting durch die beauftragte Agentur „demokratie.today“. Die Finanzierung erfolgte aus Fördermitteln des Smart-City-Programms. Die Plattform basiert auf der Open-Source-Software CONSUL, wodurch keine Lizenzgebühren anfielen.</p>



<p>Im laufenden Betrieb entstehen vor allem geringe jährliche Hosting- und Wartungskosten. Hinzu kommt der regelmäßige personelle Aufwand in der Verwaltung, um neue Beteiligungsprojekte aufzusetzen, Beiträge zu moderieren, Fragen zu beantworten und die Plattform weiterzuentwickeln. Auch die begleitende Öffentlichkeitsarbeit sowie Schulungen für Mitarbeitende gehören zum laufenden Aufwand.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verantwortliche</h3>



<p>Die Gesamtkoordination des Projekts liegt bei der Kreisverwaltung Kusel. Die operative Umsetzung und inhaltliche Betreuung der Plattform wird vom Projektteam für Partizipation und Teilhabe übernommen.</p>



<p>Die technische Umsetzung erfolgte durch die Agentur „demokratie.today“.</p>



<p>Je nach Thema der Bürgerbeteiligung sind die zuständigen Abteilungen der Verwaltung in die Erstellung und Betreuung der Bürgerbeteiligungsverfahren eingebunden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erfolgsfaktoren</h3>



<p>Ein zentraler Erfolgsfaktor war die frühzeitige, offene Kommunikation und die begleitende Öffentlichkeitsarbeit, mit der möglichst viele Menschen über die neue Beteiligungsmöglichkeit informiert wurden. Die Kombination aus digitalen und analogen Beteiligungsangeboten machte es möglich, unterschiedliche Zielgruppen im Landkreis zu erreichen und einzubinden – darunter auch Jugendliche, mobilitätseingeschränkte Personen und Mitarbeitende der Verwaltung.</p>



<p>Die Nutzung einer offenen, leicht verständlichen und transparenten Plattform mit niedrigen Zugangshürden trug dazu bei, die Hemmschwelle zur Teilnahme gering zu halten. Die stetige Einbindung aktueller und praxisnaher Themen, wie etwa dem „Zukunfts-Check Dorf“ oder den DigiFit-Parcours, sorgte außerdem für eine hohe Akzeptanz und rege Beteiligung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stolpersteine</h3>



<p>Zu Beginn war die Plattform kein Selbstläufer. Die Akzeptanz in der Bevölkerung musste erst aufgebaut und das Vertrauen schrittweise gewonnen werden. Gerade in der Anfangsphase war die Beteiligung noch zurückhaltend. Die Verantwortlichen setzten deshalb gezielt darauf, die Plattform Schritt für Schritt mit Themen von wachsender Relevanz zu bespielen. Indem Beteiligungsprojekte zu wichtigen, die Menschen direkt betreffenden Fragen angeboten wurden, konnte das Interesse gesteigert und immer mehr Nutzerinnen und Nutzer erreicht werden.</p>



<p>Zudem half die Integration der Plattform in bestehende analoge Prozesse dabei, Schwellenängste abzubauen. Eine kontinuierliche und transparente Kommunikation über Projektfortschritte und Ergebnisse war entscheidend, um das Vertrauen zu stärken und die Plattform als festen Bestandteil der lokalen Beteiligungskultur zu etablieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ansprechpartner</h3>



<p>Sollten Sie Fragen zum Projekt haben, können Sie sich an folgenden Ansprechpartner wenden:</p>



<p>Kreisverwaltung Kusel<br>Projektleitung für Partizipation und Teilhabe<br>Nadine Kropp<br>E‑Mail: <a href="mailto:nadine.kropp@KV-KUS.de">nadine.kropp@KV-KUS.de</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p><strong>Für die Redaktion des Digital-Newsletters ist die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. verantwortlich.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p>Der „Digital-Newsletter“ wird unterstützt von:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1280" height="427" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-KA-DD-1280x427.png" alt class="wp-image-14907" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-KA-DD-1280x427.png 1280w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-KA-DD-1024x341.png 1024w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-KA-DD-400x133.png 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-KA-DD-768x256.png 768w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-KA-DD-1536x512.png 1536w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-KA-DD-2048x683.png 2048w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px"></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1280" height="427" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-MdI-MASTD-1280x427.png" alt class="wp-image-14908" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-MdI-MASTD-1280x427.png 1280w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-MdI-MASTD-1024x341.png 1024w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-MdI-MASTD-400x133.png 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-MdI-MASTD-768x256.png 768w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-MdI-MASTD-1536x512.png 1536w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2023/10/Logos-MdI-MASTD-2048x683.png 2048w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px"></figure>



<p>Teile dieses Artikels wurden auf Basis von Änderungsvorschlägen einer KI-Assistentin überarbeitet, um den Text präziser und lesefreundlicher zu gestalten.</p>
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		<title>stadtnavi Herrenberg: Alle Verkehrsmittel in einer App</title>
		<link>https://ea-rlp.de/stadtnavi-herrenberg-alle-verkehrsmittel-in-einer-app/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sören Damnitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Landleben digital]]></category>
		<category><![CDATA[Digital-Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
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					<description><![CDATA[Herrenberg (Hessen) – Das stadtnavi Herrenberg bündelt seit 2019 alle Mobilitätsangebote der Stadt in einer digitalen Plattform. Nutzerinnen und Nutzer finden damit in einer App&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Herrenberg (Hessen) – Das <a href="https://herrenberg.stadtnavi.de/">stadtnavi Herrenberg</a> bündelt seit 2019 alle Mobilitätsangebote der Stadt in einer digitalen Plattform. Nutzerinnen und Nutzer finden damit in einer App Fahrpläne, Verfügbarkeiten von Sharing-Diensten, Parkmöglichkeiten und Mitfahrangebote. <strong>Die Anwendung ist offen und für andere Kommunen lizenzkostenfrei einsetzbar.</strong> Sie soll so helfen, nachhaltige Mobilität einfach nutzbar zu machen.</p>



<span id="more-18546"></span>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/28-digital-newsletter.jpg" alt class="wp-image-18547" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/28-digital-newsletter.jpg 600w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/28-digital-newsletter-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px"></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Digitale Plattform und Open-Source-Ansatz</h3>



<p>Das stadtnavi Herrenberg ist eine digitale Plattform, die verschiedene Verkehrsmittel in einer Anwendung verbindet. Die Anwendung informiert in Echtzeit über Fahrpläne, Sharing-Dienste, Parkplätze und Mitfahrmöglichkeiten. Ziel ist es, den Nutzerinnen und Nutzern eine einfache und effiziente Möglichkeit zur Planung ihrer Wege zu bieten und somit die Nutzung umweltfreundlicher Alternativen zum privaten PKW zu fördern.</p>



<p>Entwickelt wurde die Plattform von der Stadt Herrenberg gemeinsam mit der Open-Source-Community. Sie basiert auf frei verfügbaren Software-Bausteinen und offenen Daten.</p>



<p>Das bedeutet, der Quellcode der Software ist öffentlich auf der Plattform <a href="https://github.com/stadtnavi">Github</a> einsehbar und darf von jeder interessierten Kommune oder Organisation genutzt, verändert und weiterentwickelt werden. Lizenzgebühren entstehen dabei nicht. Für Städte und Gemeinden bietet dieser Ansatz viele Vorteile: Sie können die Plattform für ihre eigenen Bedürfnisse anpassen, lokale Angebote integrieren und eigene Funktionen entwickeln. Gleichzeitig profitieren sie von Weiterentwicklungen, die von anderen Nutzern der Software eingebracht werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Beschreibung des Projektes</strong></h2>



<p>Das stadtnavi Herrenberg ist seit 2019 als umfassende digitale Mobilitätsplattform in Betrieb. Ziel ist es, alle Fortbewegungsmöglichkeiten der Stadt in einer Anwendung zu vereinen. Nutzerinnen und Nutzer können in Echtzeit auf Fahrpläne von Bussen und Bahnen zugreifen, die Verfügbarkeit von Carsharing-Fahrzeugen, E‑Scootern oder Mietfahrrädern prüfen und freie Parkplätze finden. Auch Mitfahrangebote werden angezeigt und können direkt in die Routen eingeplant werden.</p>



<p>Die Plattform unterstützt dabei, verschiedene Verkehrsmittel auf einer Strecke zu kombinieren. So können Wege flexibel und effizient geplant werden, etwa mit dem Fahrrad zur nächsten Haltestelle, dann mit dem Bus weiter und am Ziel mit einem E‑Scooter bis zum gewünschten Ort.</p>



<p>Das stadtnavi wurde von der Stadt Herrenberg gemeinsam mit der Open-Source- und Open-Data-Community entwickelt. Es basiert auf erprobten Open-Source-Komponenten wie Digitransit für die zentrale Plattform und OpenTripPlanner für die Routenberechnung. Die Kartendaten stammen von OpenStreetMap. Durch die enge Zusammenarbeit mit externen Entwicklern und lokalen Anbietern wird die Anwendung laufend weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepasst.</p>



<p>Dank des Open-Source-Ansatzes ist es anderen möglich, das System ohne Lizenzkosten zu übernehmen und weiterzuentwickeln.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wie funktioniert es?</strong></h3>



<p>Die Nutzung des stadtnavi ist intuitiv. Nach dem Öffnen der App oder der Webanwendung geben die Nutzerinnen und Nutzer Start- und Zielpunkt ein. Die Plattform berechnet daraufhin verschiedene Routen, die alle verfügbaren Verkehrsmittel berücksichtigen – zum Beispiel Bus, Bahn, Carsharing, E‑Scooter, Fahrrad oder Mitfahrangebote. Besonders praktisch ist, dass auch Kombinationen aus mehreren Verkehrsmitteln auf einer Strecke dargestellt werden.</p>



<p>Aktuelle Informationen zu Abfahrtszeiten, Verfügbarkeiten oder Störungen werden direkt angezeigt. Spontane Änderungen oder Ausfälle bei den Anbietern fließen ebenfalls ein. Nutzerinnen und Nutzer können zudem E‑Ladestationen für Elektrofahrzeuge in der Anwendung finden. Seit 2025 zeigt das stadtnavi auch interessante Orte in Herrenberg an, wie Sehenswürdigkeiten, Geschäfte und Restaurants. Zusätzlich bietet die Plattform eine Funktion, mit der Störungen direkt gemeldet werden können.</p>



<p>Die Plattform wird laufend weiterentwickelt. Neue Anbieter und Funktionen kommen regelmäßig dazu, damit das Angebot aktuell bleibt und sich an die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer anpasst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1280" height="611" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/stadtnavi-1280x611.jpg" alt class="wp-image-18549" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/stadtnavi-1280x611.jpg 1280w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/stadtnavi-400x191.jpg 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/stadtnavi-1024x489.jpg 1024w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/stadtnavi-768x366.jpg 768w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/stadtnavi-1536x733.jpg 1536w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/09/stadtnavi.jpg 1905w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px"></figure>



<p class="has-small-font-size"><em>Ein Blick in die Webanwendung des stadnavi unter <a href="https://herrenberg.stadtnavi.de/">herrenberg.stadtnavi.de</a>: Wie bei Navigationssystemen üblich gibt man seinen Startort und das gewünschte Ziel ein. Auf der Karte rechts wird die Strecke angezeigt. Links findet man Vorschläge für mögliche Verkehrsmittel, hier im Beispiel wäre man zu Fuß und mit der S‑Bahn bzw. dem Bus unterwegs.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was hat sich durch das Projekt geändert?</strong></h3>



<p>Mit dem stadtnavi Herrenberg können die Nutzerinnen und Nutzer, ihre Wege seit 2019 effizienter und umweltfreundlicher planen – nicht nur in der Stadt, sondern dank der integrierten Mobilitätsdaten auch in der gesamten Region. Das erleichtert den Umstieg vom eigenen Auto auf andere Verkehrsmittel.</p>



<p>Umweltfreundliche Mobilitätsangebote sind übersichtlich dargestellt und so einfacher zugänglich. Der Verkehr kann insgesamt nachhaltiger werden. Durch die Kombination verschiedener Verkehrsmittel können Ziele in der Stadt besser erreicht werden, wovon besonders Menschen ohne eigenes Auto profitieren. Die verbesserte Erreichbarkeit hat auch positive Auswirkungen auf den lokalen Handel und die Freizeitgestaltung.</p>



<p>Die Stadtverwaltung profitiert von den gesammelten Mobilitätsdaten. Sie kann damit Angebote und Infrastruktur gezielter anpassen.</p>



<p>Dank der offenen Software nutzen inzwischen mehrere Städte und Verkehrsverbünde die Plattform. So entstehen neue Kooperationen und ein kontinuierlicher Austausch für weitere Verbesserungen. So nutzen aktuell unter anderem die Gemeinde Michendorf in Brandenburg (ca. 13.000 Einwohner:innen), der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzheim in Baden-Württemberg oder die Stadt Kaiserslautern in der Pfalz das System.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>So wurde es gemacht</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ziel</h3>



<p>Das Hauptziel des stadtnavi Herrenberg ist es, eine zentrale digitale Plattform bereitzustellen, die alle Wege und Mobilitätsangebote in der Stadt bündelt. Die Anwendung soll den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel erleichtern und die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Sharing-Diensten und Mitfahrangeboten attraktiver machen. So möchte die Stadt den Autoverkehr, Emissionen und Lärm verringern und die Lebensqualität für alle verbessern. Gleichzeitig sollen auch Menschen ohne eigenes Auto oder mit eingeschränkter Mobilität bessere Möglichkeiten bekommen, ihre Ziele zu erreichen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Vorgehen</strong></h3>



<p>Zu Beginn des Projekts hat die Stadt Herrenberg verschiedene Mobilitätsdaten zusammengetragen und ausgewertet. Dazu zählten Fahrpläne von Bussen und Bahnen, die Verfügbarkeit von Sharing-Angeboten (wie Carsharing und E‑Scooter), Informationen zu Parkplätzen, E‑Ladestationen und Mitfahrdiensten. Ziel war es, alle relevanten Verkehrsmittel und Angebote in einer Plattform zu bündeln.</p>



<p>Technische Grundlage sind die Plattform Digitransit, der Routenplanungsdienst OpenTripPlanner und Kartenmaterial von OpenStreetMap. Die Stadt Herrenberg hat das stadtnavi gemeinsam mit der Open-Source- und Open-Data-Community sowie mit externen Entwicklern umgesetzt.</p>



<p>Der zentrale Fokus der Entwicklung lag auf der Optimierung der Routing-Algorithmen, um präzise und intelligente Routenvorschläge zu liefern. Eine Besonderheit des stadtnavi ist die Fähigkeit zur Routenplanung mit verschiedenen Verkehrsmitteln auf einer Strecke – beispielsweise die Fahrt mit dem Rad zur nächsten ÖPNV-Haltestelle und die anschließende Weiterfahrt zum Ziel.</p>



<p>2019 ging das stadtnavi in Betrieb, 2020 folgte die Webversion, 2021 die kostenlose App für Android und iOS. Seit 2025 sind im stadtnavi Herrenberg auch interessante Orte wie Sehenswürdigkeiten, Geschäfte und Restaurants enthalten.</p>



<p>Ein entscheidender Aspekt des Vorgehens war die enge Zusammenarbeit mit der Open-Source- und Open-Data-Community. Durch den offenen Ansatz können weitere Kommunen und Verkehrsverbünde das stadtnavi übernehmen, anpassen und gemeinsam weiterentwickeln. Der regelmäßige Austausch in der Community und die Weitergabe von Erfahrungen sorgen dafür, dass die Plattform Schritt für Schritt verbessert wird.&nbsp; Seit dem Start im Jahr 2019 wird das stadtnavi kontinuierlich weiterentwickelt, wobei die Datenbasis stetig erweitert und neue Funktionen wie die Anzeige von E‑Ladestationen oder die Möglichkeit zur Meldung von Störungen integriert wurden, um den Mehrwert für die Nutzer zu erhöhen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufwand</h3>



<p>Die ursprünglichen Entwicklungskosten für das stadtnavi Herrenberg lagen bei etwa 1,4 Millionen Euro. Diese Summe wurde hauptsächlich durch Fördermittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Programms „Saubere Luft“ bereitgestellt.</p>



<p>Durch den Open-Source-Ansatz fallen keine Lizenzgebühren für Nutzung und Weiterentwicklung an.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verantwortliche</h3>



<p>Die Projektleitung für das stadtnavi Herrenberg liegt bei der Stadtverwaltung Herrenberg. Federführend ist die Stabsstelle Klima- und Umweltschutz.</p>



<p>Die technische Entwicklung und Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit externen Entwicklerinnen und Entwicklern sowie der Open-Source- und Open-Data-Community.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Erfolgsfaktoren</strong></h3>



<p>Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des stadtnavi Herrenberg ist der Open-Source-Ansatz. Die offene Software ermöglicht anderen Kommunen, das System kostenfrei zu übernehmen und weiterzuentwickeln. Der regelmäßige Austausch zwischen den teilnehmenden Städten und Verkehrsverbünden sorgt für schnelle Verbesserungen und praxisnahe Lösungen.</p>



<p>Die Integration vieler verschiedener Mobilitätsangebote in einer Anwendung bietet den Nutzerinnen und Nutzern einen klaren Mehrwert im Alltag. Die kontinuierliche Weiterentwicklung – zum Beispiel durch neue Funktionen wie E‑Ladestationen, Meldungen von Störungen oder Hinweise auf interessante Orte – erhöht die Attraktivität der Plattform.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Stolpersteine</strong></h3>



<p>Die größte Herausforderung bei der Umsetzung des stadtnavi war die Sicherstellung der Datenverfügbarkeit und Datenqualität. Um genaue und aktuelle Auskünfte zu ermöglichen, mussten viele verschiedene Mobilitätsdaten wie Fahrpläne, Echtzeit-Verfügbarkeiten von Sharing-Angeboten und Informationen zu E‑Ladestationen zusammengeführt werden. Der Erwerb dieser Informationen auf dem freien Markt wäre gerade für eine kleine Kommune sehr kostspielig gewesen und hätte die finanzielle Tragfähigkeit des Projekts gefährdet. &nbsp;</p>



<p>Die Stadt Herrenberg hat diese Herausforderung jedoch proaktiv gelöst, indem sie von Anfang an auf offene Daten setzte und bei der Zusammenarbeit mit Datenlieferanten (z. B. Sharing-Anbietern) Regelungen traf, die die kostenlose Nutzung der Daten ermöglichten.</p>



<p>Eine weitere Hürde stellte die technische Integration der unterschiedlichen Verkehrsangebote dar. Besonders die Einbindung von Bedarfsverkehren wie Rufbussen sowie die laufende Aktualisierung der Schnittstellen und Algorithmen sorgten für zusätzlichen Aufwand.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ansprechpartnerin</h3>



<p>Sollten Sie Fragen zum Projekt haben, können Sie sich an folgenden Ansprechpartner wenden:</p>



<p>Stadtverwaltung Herrenberg<br>Stabsstelle Klima- und Umweltschutz<br>Jana Zieger, Projektmanagerin für stadtnavi und Mobilitätsdaten<br>E‑Mail: <a href="mailto:j.zieger@herrenberg.de">j.zieger@herrenberg.de</a></p>



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<p><strong>Für die Redaktion des Digital-Newsletters ist die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. verantwortlich.</strong></p>



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<p>Der „Digital-Newsletter“ wird unterstützt von:</p>



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<p>Teile dieses Artikels wurden auf Basis von Änderungsvorschlägen einer KI-Assistentin überarbeitet, um den Text präziser und lesefreundlicher zu gestalten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Unternehmensdatenbank: Wer macht was in unserer Verbandsgemeinde?</title>
		<link>https://ea-rlp.de/unternehmensdatenbank-wer-macht-was-in-unserer-verbandsgemeinde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sören Damnitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jun 2025 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital-Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Landleben digital]]></category>
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					<description><![CDATA[Asbach (Westerwald) – Wo finde ich einen Bäcker in meiner Nähe? Bei wem kann ich Plakate drucken lassen? Wer bietet in meiner Nähe eine Ausbildung&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Asbach (Westerwald) – Wo finde ich einen Bäcker in meiner Nähe? Bei wem kann ich Plakate drucken lassen? Wer bietet in meiner Nähe eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker an? Auf diese und ähnliche Fragen bietet die <a href="https://www.vg-asbach.de/wirtschaftsfoerderung/unternehmensdatenbank/">Unternehmensdatenbank der Verbandsgemeinde (VG) Asbach</a> eine Antwort. Hier stellen sich lokale Betriebe mit Kurzprofil, Kontaktdaten, Leistungen und Stellenangeboten vor – übersichtlich, digital und jederzeit recherchierbar.</p>



<span id="more-18080"></span>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/05/26-digital-newsletter.jpg" alt class="wp-image-18081" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/05/26-digital-newsletter.jpg 600w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/05/26-digital-newsletter-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px"></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Das regionale Angebot von „Wir Westerwälder“ als Basis</h3>



<p>Die Unternehmensdatenbank basiert auf einem regionalen Partnerprojekt: <a href="https://wir-westerwaelder.de/">„Wir Westerwälder“</a> ist eine Gemeinschaftsinitiative der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis. Ihr Ziel ist es, die Region Westerwald als attraktiven Standort zum Leben, Arbeiten und Investieren zu präsentieren – unter anderem durch eine Jobbörse und ein Siegel für regionale Produkte. Ebenso beschäftigt sich die Initiative auch mit dem Tourismus im Westerwald, z.B. durch einen digitalen Wanderführer.</p>



<p>Im Rahmen der Tätigkeiten entwickelte die Initiative „Wir Westerwälder“ ein umfangreiches Angebot rund um die Förderung des Wirtschaftsstandortes im Westerwald. Von einem Ausbildungsmarkt, über Souvenirs bis zu regional gefüllten Präsentkörben und Gutscheinen.</p>



<p>Im Zuge ihrer Aktivitäten hatte die Initiative ‚Wir Westerwälder‘ eine erste regionale Unternehmensdatenbank ins Leben gerufen. Sie wurde jetzt von einem externen Unternehmen mit mehr Funktionalität und responsiver Darstellung neu aufgesetzt – als lokales Angebot mit regionalem Mehrwert. Die Erfahrungen vor Ort fließen aktuell in die Weiterentwicklung der Plattform ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beschreibung des Projektes</h2>



<p>Die Idee zur Unternehmensdatenbank entstand im Verbandsgemeinderat der VG Asbach: Ziel war es, ortsansässigen Betrieben eine digitale Plattform zur Sichtbarkeit und Vernetzung zu bieten. Bürgerinnen und Bürger sollten einfacher herausfinden können, welche Angebote, Produkte und Dienstleistungen es vor Ort gibt. Gleichzeitig sollte die Plattform den Unternehmen helfen, neue Geschäftspartner und qualifizierte Fachkräfte in der Region zu finden.</p>



<p>Für die Umsetzung arbeiteten Wirtschaftsförderung und der Digitalisierungsbeauftragte der Verbandsgemeinde eng zusammen. Schnell wurde allerdings deutlich, dass der Aufbau einer eigenen Datenbankstruktur mit hoher technischer und personeller Belastung verbunden wäre – nicht nur während der Entwicklung, sondern auch im laufenden Betrieb. Auch das Gewinnen und langfristige Einbinden möglichst vieler Unternehmen stellte eine Herausforderung dar.</p>



<p>Bei der Suche nach Lösungen wurde auch die Initiative <a href="https://wir-westerwaelder.de/">„Wir Westerwälder“</a> eingebunden. Diese hatte Jahre zuvor schon eine Unternehmensdatenbank für die drei Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis angelegt, die aber leider nicht von den ansässigen Unternehmen in Anspruch genommen wurde.</p>



<p>Statt einer aufwändigen Eigenentwicklung wurde die regionale Lösung in die kommunale Website eingebunden. Vorhandene Einträge wurden aktualisiert, gleichzeitig begann die Wirtschaftsförderung mit einer gezielten Ansprache örtlicher Betriebe.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert es?</h3>



<p>Die <a href="https://www.vg-asbach.de/wirtschaftsfoerderung/unternehmensdatenbank/">Unternehmensdatenbank</a> der Verbandsgemeinde Asbach ist als sogenannter iFrame in die kommunale Website eingebunden. Das bedeutet: Die technische Basis und Datenhaltung liegen bei der Initiative „Wir Westerwälder“, die Darstellung erfolgt direkt innerhalb der Webseite der VG Asbach. Eine doppelte Datenpflege ist dadurch nicht erforderlich.</p>



<p>Besucher:innen der Webseite sehen zunächst ausschließlich Unternehmen mit Sitz in der Verbandsgemeinde Asbach. Über eine einfache Suchmaske lassen sich diese anhand verschiedener Kriterien filtern. Die Datenbank wurde im Juni neu aufgesetzt. Weitere Filter und Funktionen sollen nach und nach hinzugefügt werden.</p>



<p>Die Unternehmensprofile enthalten Informationen zu Branche, Adresse, Öffnungszeiten, Kontaktdaten sowie – auf Wunsch – zu Ausbildungsplätzen, Online-Shops oder Stellenausschreibungen. Betriebe können sich eigenständig eintragen und ihr Profil verwalten.</p>



<p>Für Bürger:innen erleichtert die Datenbank die Suche nach lokalen Anbietern und Angeboten im direkten Umfeld. Für Unternehmen bietet sie eine zusätzliche Plattform zur Sichtbarkeit, für Fachkräftesuche und die Vernetzung mit möglichen Geschäftspartnern in der Region.</p>



<p>Da die Datenbank sowohl von der VG Asbach als auch von der Initiative „Wir Westerwälder“ genutzt wird, lohnt sich die Eintragung nicht nur für lokale sondern auch regionale Werbung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="954" height="756" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/06/unternehmensdatenbank01-neu.jpg" alt class="wp-image-18230" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/06/unternehmensdatenbank01-neu.jpg 954w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/06/unternehmensdatenbank01-neu-400x317.jpg 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/06/unternehmensdatenbank01-neu-768x609.jpg 768w" sizes="(max-width: 954px) 100vw, 954px"></figure>



<p class="has-small-font-size"><em>Die </em><a href="https://www.vg-asbach.de/wirtschaftsfoerderung/unternehmensdatenbank/"><em>Unternehmensdatenbank</em></a><em> der VG Asbach zeigt lokale Betriebe mit Adresse, Kontaktdaten und weiterführenden Informationen. Die angezeigten Betriebe werden aus der Gesamtdatenbank herausgefiltert und sitzen alle in der Verbandsgemeinde. Im unteren Bereich der Profile erhält man auf einen Blick besondere Informationen, zum Beispiel hier über ausbildende Betriebe, Möglichkeiten für Ferienjobs und Praktika oder den dazugehörigen Online-Shop.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Was hat sich durch das Projekt geändert?</h3>



<p>Seit der Einführung wird die Unternehmensdatenbank der Verbandsgemeinde Asbach zunehmend genutzt – sowohl von Bürger:innen als auch von Unternehmen. Die Zugriffszahlen auf die Plattform sind im Vergleich zu früheren Angeboten deutlich gestiegen.</p>



<p>Es konnten auch viele neue Unternehmer dazu bewegt werden, sich einzutragen. Das liegt auch an der engen Betreuung durch die lokale Wirtschaftsförderung. Dazu dienen neben der Unternehmensdatenbank auch Offline-Angebote wie zum Beispiel ein Unternehmerfrühstück.</p>



<p>Die Datenbank unterstützt die Vernetzung unter den Unternehmen in der Region. Betriebe entdecken lokale Partner, Zulieferer und Dienstleister, mit denen sie bislang nicht in Kontakt standen. Das stärkt die regionale Wertschöpfung und fördert nachhaltige Strukturen durch kurze Wege.</p>



<p>Insgesamt hat sich durch das Projekt eine einfach zugängliche Plattform etabliert, die die Sichtbarkeit der örtlichen Wirtschaft verbessert – und gleichzeitig neue Impulse für Kooperationen, Fachkräftegewinnung und Kundennähe bietet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So wurde es gemacht</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ziel</h3>



<p>Ausgangspunkt für die Unternehmensdatenbank war eine Initiative aus dem Verbandsgemeinderat der VG Asbach. Ziel war es, eine öffentlich zugängliche Übersicht über die örtlichen Betriebe zu schaffen – zur Stärkung der lokalen Wirtschaft und als Service für die Bürgerinnen und Bürger.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorgehen</h3>



<p>Zunächst wurden von der IT-Abteilung und der Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde Überlegungen angestellt, wie eine Unternehmensdatenbank auf der Website der VG technisch umgesetzt werden könnte. Dabei zeigte sich, dass sowohl eine eigene Infrastruktur für Eingabe, Speicherung und Darstellung notwendig gewesen wäre als auch ein erheblicher Aufwand zur Aktivierung der Unternehmen.</p>



<p>Um von Anfang an eine breitere Reichweite und geringeren Betreuungsaufwand zu erreichen, wurde der Kontakt zur regionalen Initiative „Wir Westerwälder“ gesucht. Diese hatte bereits eine Datenbank aufgebaut, die zwischenzeitlich nicht mehr öffentlich zugänglich war.</p>



<p>In Zusammenarbeit wurde beschlossen, auf dieser Datenbank aufzubauen und die Darstellung über ein iFrame auf der Website der VG Asbach zu ermöglichen. Die Suchergebnisse werden dabei nach Sitz im Verbandsgemeindegebiet vorgefiltert.</p>



<p>Parallel begann die Wirtschaftsförderung damit, Unternehmen auf das Angebot aufmerksam zu machen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufwand</h3>



<p>Die Pflege der technischen Infrastruktur liegt bei der Regionalinitiative „Wir Westerwälder“. Diese wird von den drei beteiligten Landkreisen sowie weiteren regionalen Partnern finanziert. Für die Verbandsgemeinde Asbach entstehen daher nur geringe laufende Kosten – konkret 39 Euro im Monat für zusätzliche Ressourcen im Bereich der Datenbank-Infrastruktur.</p>



<p>Die wirtschaftsfördernde Begleitung erfolgt durch die Verwaltung der VG Asbach. Dazu gehören unter anderem die Ansprache von Unternehmen vor Ort, die Bewerbung der Plattform in regionalen Medien sowie die Vorstellung bei Veranstaltungen – wie zum Beispiel beim Unternehmerfrühstück.</p>



<p>Die technische Einbindung auf der Website der VG erfolgte über ein iFrame und war mit überschaubarem Aufwand realisierbar.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verantwortliche</h3>



<p>Die Verantwortung für die Datenbank selbst sowie für die technische Infrastruktur und Darstellung liegt bei der Regionalinitiative „Wir Westerwälder“. Die Initiative betreibt die Plattform und stellt den technischen Betrieb der übergeordneten Unternehmensdatenbank sicher.</p>



<p>Die Einbindung der Datenbank auf der Website der Verbandsgemeinde Asbach wurde von dem Digitalisierungsbeauftragten der Verwaltung umgesetzt.</p>



<p>Für die Ansprache und Betreuung der Unternehmen sowie die Bewerbung der Datenbank ist die Wirtschaftsförderung der VG Asbach zuständig. Sie begleitet die Betriebe bei der Eintragung, beantwortet Rückfragen und stellt das Projekt bei passenden Gelegenheiten – etwa Veranstaltungen – vor.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erfolgsfaktoren</h3>



<p>Ein zentraler Erfolgsfaktor war die frühe Einbindung regionaler Partner. Durch die Gespräche mit „Wir Westerwälder“ konnte auf bestehende Strukturen zurückgegriffen und eine bereits entwickelte Lösung wiederbelebt werden. Eine isolierte Eigenentwicklung hätte deutlich mehr Aufwand verursacht und wäre mit größeren Herausforderungen verbunden gewesen.</p>



<p>Besonders wirksam erwies sich die Kombination aus regionaler Infrastruktur und lokaler Ansprache: Die Datenbank bietet durch ihre regionale Verknüpfung eine größere Reichweite für Unternehmen, während die gezielte, persönliche Kommunikation durch die örtliche Wirtschaftsförderung für Beteiligung sorgt.</p>



<p>Ein weiterer Erfolgsfaktor war der niedrigschwellige Zugang zur Eintragung. Die Bedienung der Datenbank ist unkompliziert, die Darstellung übersichtlich. So können sich Unternehmen mit geringem Aufwand registrieren und präsentieren – und erhalten zugleich eine digitale Präsenz, die über die Verbandsgemeinde hinaus wahrgenommen wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1098" height="728" src="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/06/unternehmensdatenbank02-neu.jpg" alt class="wp-image-18233" srcset="https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/06/unternehmensdatenbank02-neu.jpg 1098w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/06/unternehmensdatenbank02-neu-400x265.jpg 400w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/06/unternehmensdatenbank02-neu-1024x679.jpg 1024w, https://ea-rlp.de/wp-content/uploads/2025/06/unternehmensdatenbank02-neu-768x509.jpg 768w" sizes="(max-width: 1098px) 100vw, 1098px"></figure>



<p class="has-small-font-size"><em>Unternehmen aus der Verbandsgemeinde Asbach können sich mit wenigen Klicks in der Datenbank präsentieren – mit Kontaktdaten, Unternehmensprofil, Ausbildungsangeboten und Produkten.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Stolpersteine</h3>



<p>Ein wesentlicher Stolperstein zu Beginn des Projekts war die Zurückhaltung vieler Unternehmen gegenüber einer weiteren Plattform zur Unternehmensdarstellung. Viele Betriebe pflegen bereits eigene Webseiten, Social-Media-Kanäle oder Branchenverzeichnisse. Eine zusätzliche Datenbank wurde daher zunächst als Mehraufwand wahrgenommen.</p>



<p>An dieser Stelle spielte die persönliche Ansprache durch die Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde eine entscheidende Rolle. In direkten Gesprächen konnten die Vorteile der Plattform – insbesondere ihre einfache Handhabung, die regionale Reichweite und der geringe Pflegeaufwand – überzeugend vermittelt werden. So gelang es, auch skeptische Unternehmen zur Teilnahme zu motivieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ansprechpartner</h3>



<p>Sollten Sie Fragen zum Projekt haben, können Sie sich an folgenden Ansprechpartner wenden:</p>



<p>Verbandsgemeindeverwaltung Asbach<br>Digitalisierungsbeauftragter<br>Christoph Demuth<br>Tel.: 02683 912–310<br>E‑Mail: christoph.demuth@vg-asbach.de</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p><strong>Für die Redaktion des Digital-Newsletters ist die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. verantwortlich.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p>Der „Digital-Newsletter“ wird unterstützt von:</p>



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