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Susanne Reichardt

Viele bunte Smart Cities?

Städ­te ste­hen welt­weit vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen. Ein Ansatz, die­se zu bewäl­ti­gen ist das Kon­zept der Smart City. Die deut­schen Smart City Initia­ti­ven lie­gen in inter­na­tio­na­len Ver­glei­chen zwar über dem euro­päi­schen Durch­schnitt, aber nicht in der Spit­zen­grup­pe. Damit die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on deut­scher Städ­te gelingt, bedarf es einer kla­ren Stra­te­gie, aus­rei­chen­der Inves­ti­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten und kom­pe­ten­ter Mit­ar­bei­ter. KfW Rese­arch über Smart Cities.

 

SWR aktuell: Das Dorfladenprinzip

Sind Dorflä­den die Ant­wort auf alle Pro­ble­me einer Dorf­ge­mein­schaft? Nein. Aber sie sind nicht nur Ver­sor­ger und Dienst­leis­ter, son­dern wich­ti­ge Treff­punk­te und kön­nen bei ent­spre­chen­der Orga­ni­sa­ti­on Auf­ga­ben über­neh­men, die den Dorf­zen­tren ver­lo­ren­ge­gan­gen sind. Sie geben Raum für den Aus­tausch zwi­schen den Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und klei­ne Ver­an­stal­tun­gen. Sie kön­nen Café, Tan­te Emma Laden, Tou­ris­mus-Infor­ma­ti­on und Post zugleich sein.

Sieger Wettbewerb Kerniges Dorf

Die Fach­ju­ry im Wett­be­werb “Ker­ni­ges Dorf!“ 2017 des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft (BMEL) hat aus den 22 Fina­lis­ten die Sie­ger aus­ge­wählt. Wir gra­tu­lie­ren dem Ort Mückeln in der Eifel, das den Sieg in der Kate­go­rie „klein und ker­nig“ nach Rhein­land-Pfalz geholt hat. Das klei­ne Dorf hat einen Weg gefun­den dem Leer­stand ent­ge­gen­zu­tre­ten. Wie, kön­nen Sie hier nachlesen.

 

Deutliches Ja zur BUGA2031

Die Welt­erbe-Kom­mu­nen haben kei­nen Zwei­fel dar­an gelas­sen, dass sie hin­ter der BUGA2031 im Obe­ren Mit­tel­rhein­tal ste­hen: bei der Ver­samm­lung des Zweck­ver­bands Welt­erbe Obe­res Mit­tel­rhein­tal am 23. April stimm­ten 182 dafür  – und bloß drei dage­gen. Das ist nicht nur ein Mei­len­stein, son­dern 67 Rhein­ki­lo­me­ter Erfolg, auf den wir und alle Betei­lig­ten stolz sein kön­nen. Trotz allem bleibt noch viel zu tun, denn jetzt geht es an die eigent­li­che Bewerbung.

Nachbarschaft

Wohnraum in deutschen Großsstädten

Die Fra­ge nach bezahl­ba­rem Wohn­raum ist ein Dau­er­bren­ner in den deut­schen Groß­städ­ten. Wenn Inves­to­ren Immo­bi­li­en zu hoch­wer­ti­gen Stadt­do­mi­zi­len umbau­en oder die Attrak­ti­vi­tät der Zen­tren all­ge­mein zu hoch wird, sehen sich vie­le Men­schen gezwun­gen aus­zu­wei­chen. Wie­vie­le Woh­nun­gen feh­len, damit sie wei­ter­hin dort woh­nen kön­nen, wo sie sich ver­wur­zelt füh­len oder wo sie ihr Beruf hin­führt, ana­ly­siert ein „Working Paper For­schungs­för­de­rung“ der Hans Böck­ler Stif­tung von April 2018:

Wie viele und welche Wohnungen fehlen in deutschen Großstädten? Die soziale Versorgungslücke nach Einkommen und Wohnungsgröße

In der Sum­me feh­len in deut­schen Groß­städ­ten etwa 1,9 Mio. Woh­nun­gen, damit rech­ne­risch alle Haus­hal­te mit leist­ba­rem Wohn­raum ver­sorgt wer­den kön­nen. Die Ana­ly­se teilt die Haus­hal­te in Klas­sen ein, die sich auf das ver­füg­ba­re Ein­kom­men in Rela­ti­on zum Bun­des­me­di­an bezie­hen. Das größ­te Defi­zit an leist­ba­ren Woh­nun­gen besteht für die Haus­hal­te mit einem Ein­kom­men von weni­ger als 60% des Bun­des­me­di­ans. Für die Haus­hal­te die­ser Ein­kom­mens­klas­se feh­len 1.476.126 leist­ba­re Wohnungen.

In der Ein­kom­mens­klas­se zwi­schen 60 und 80% des Bun­des­me­di­ans feh­len 411.884 leist­ba­re Woh­nun­gen, das ent­spricht einem Unter­ver­sor­gungs­grad von 11,0 %. Bei den Ein­kom­men zwi­schen 80 und 100 % des Bun­des­me­di­an-Ein­kom­mens beträgt das Defi­zit in der Sum­me aller Städ­te ledig­lich 13.534 Woh­nun­gen. Für ins­ge­samt 99,4 % die­ser Ein­kom­mens­klas­se gibt es in den Städ­ten Woh­nun­gen zu leist­ba­ren Miet­kos­ten – der Unter­ver­sor­gungs­grad beträgt nur 0,6 %. Wenig über­ra­schend: Je höher das Ein­kom­men, des­to bes­ser die Versorgungssituation.

Für Rheinland-Pfalz wurde der Wohnraum in Koblenz, Ludwigshafen, Mainz und Trier analysiert

Stadt: Gesamt­zahl feh­len­der Woh­nun­gen (<60% / 60<80% / 80<100%)
Koblenz: 4286 (3533 / 0753)
Lud­wigs­ha­fen: 5458 (5458 / 0 / 0)
Mainz: 15104 (14659 / 4450)
Trier: 6590 (5681 / 9080)

Damit ergibt sich in den vier Groß­städ­ten eine berech­ne­te Ver­sor­gungs­lü­cke von 31.437 Wohnungen.

Hier können Sie sich die Studie und das Datenblatt herunterladen

Globus

Atlas of Social Innovation

Der Atlas of Social Inno­va­ti­on zeigt auf einer Online-Welt­kar­te über 1.000 inno­va­ti­ve sozia­le Pro­jek­te auf der gan­zen Welt. Der Atlas ist EU-finan­ziert und wird von füh­ren­den inter­na­tio­na­len Exper­ten beglei­tet, die die Trends wis­sen­schaft­lich ana­ly­sie­ren, u.a. in einem kos­ten­lo­sen eBook aus die­sem Jahr. So kön­nen Sie durch die Welt scrol­len und Pro­jek­te in Lusa­ka, Mus­cat, Hel­sin­ki, Bos­ton oder Bie­le­feld entdecken.

Solidarisch Wirtschaften

Wie wirkt die Wirt­schafts­ethik von F.W. Raiff­ei­sen heu­te? Ist Revo­lu­ti­on oder Reform ange­sagt? Was kön­nen wir von Raiff­ei­sen und Marx ler­nen? Fragt die Evan­ge­li­sche Land­ju­gend­aka­de­mie an ihrem Raiff­ei­sen-The­men­tag am 21. April in Koblenz. Die Teil­neh­mer wer­fen dabei gemein­sam mit Social Entre­pre­neurs, Genos­sen­schaft­lern, Wis­sen­schaft­lern und Öko­pio­nie­ren einen Blick auf Leit­mo­ti­ve unter­neh­me­ri­schen Handelns.

Leerstand in Rockenhausen

Wohnraumbedarf in Kleinstädten

Der demo­gra­fi­sche und wirt­schafts­struk­tu­rel­le Wan­del ver­än­dert die Ansprü­che der Bevöl­ke­rung an Woh­nun­gen in Bezug auf Grö­ße, Aus­stat­tung, Lage, Bar­rie­re­frei­heit und Ener­gie­ef­fi­zi­enz. Das vom rhein­land-pfäl­zi­schen Finanz­mi­nis­te­ri­um beauf­trag­te Gut­ach­ten zur „Qua­li­ta­ti­ven und quan­ti­ta­ti­ven Wohn­raum­nach­fra­ge in Rhein­land-Pfalz bis zum Jahr 2030“ kün­digt zudem für peri­phe­re und struk­tur­schwa­che länd­li­che Räu­me einen wach­sen­den Ange­bots­über­hang und aus­blei­ben­de Inves­ti­tio­nen in bestehen­de Woh­nun­gen an.

In Koope­ra­ti­on mit dem Finanz­mi­nis­te­ri­um Rhein­land-Pfalz ana­ly­sier­te die Ent­wick­lungs­agen­tur, wie das bestehen­de Wohn­raum­an­ge­bot in Klein­städ­ten in Schrump­fungs­re­gio­nen an die ver­än­der­te Nach­fra­ge­si­tua­ti­on ange­passt wer­den kann. In den Modell­städ­ten Rocken­hau­sen und Bern­kas­tel-Kues wur­de dazu ein Hand­lungs­kon­zept mit Maß­nah­men erstellt. Bis Ende 2016 unter­stütz­te die DSK (Deut­sche Stadt- und Grund­stücks­ent­wick­lungs­ge­sell­schaft) bei­de Gemein­den durch ein pro­fes­sio­nel­les Pro­jekt­coa­ching bei der Umset­zung der emp­foh­le­nen Maß­nah­men. Ende 2017 wur­den die Ergeb­nis­se vorgestellt.

Part­ner des Pro­jekts sind das Minis­te­ri­um des Innern und für Sport Rhein­land-Pfalz und das Finanz­mi­nis­te­ri­um Rhein­land-Pfalz. Das Pro­jekt wur­de aus Mit­teln des „Expe­ri­men­tel­len Woh­nungs- und Städ­te­baus“ geför­dert, star­te­te im Jahr 2014 und hat jetzt sei­nen Abschluss gefunden.

Den Erkenntnisbericht und die Handlungsempfehlungen  können Sie kostenlos herunterladen